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Das Knistern in den Sternen: Roman
 
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Das Knistern in den Sternen: Roman [Gebundene Ausgabe]

Jón K Stefanssón , Karl L Wetzig
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 237 Seiten
  • Verlag: Reclam Leipzig; Auflage: 1., Aufl. (August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3379008559
  • ISBN-13: 978-3379008556
  • Originaltitel: Snarkid i störnunum
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 384.662 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jón Kalman Stefánsson
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Eine Geschichte, die sich über vier Generationen spannt, und alles enthält, was das Leben ausmacht: die hochfliegenden Pläne der Verliebten ebenso wie die enttäuschten Hoffnungen, den Tod, der zu früh kommt. Jón Kalman Stefánsson erzählt in jenem typisch isländischen Ton, bei dem Lachen und Schmerz manchmal ein Wort voneinander entfernt sind, Wunder aber jederzeit geschehen können. KulturSpiegel Unter dem lyrischen Titel Das Knistern in den Sternen hat der isländische Erzähler Jón Kalman Stefánsson eine Familiensaga im Novellenformat geschrieben, die die Vorzüge beider Genres vereint: Tolstojsche Weitschweifigkeit und Flaubertsche Prägnanz, Brontesches Sentiment und Sternschen Humor, Stormsche Psychologie und Bernhardsche Bitterkeit. Aus Urenkel-Sicht werden die Lebensläufe mehrerer Paare erzählt, die als Liebesgeschichten beginnen und sich dann auffächern in poetische, spröde, tiefgründige, aufbrausende, strahlende Anekdoten aus einem fernen, zwischen Meer und Gletschern versteckten Land. Die Zeit Warum sollte man diesen Roman lesen? Weil Stefánsson sich auf die Kunst versteht, so zu erzählen, dass ein Wortstrom den Leser fortträgt. Weil seine Figuren glaubhaft sind, charakterstark, lebendig. Weil er Islands Landschaften mit eindrücklichem, ausserordentlich kräftigem Strich zeichnet, auch die gesichtslosen Gegenden zwischen Leben und Tod. Weil er Mut zu Pathos und Gefühl zeigt, ohne je kitschig zu werden. Weil die Sprache, diese lyrische, metaphernreiche Sprache, bei ihm zu einer eigenständigen Größe wird. Weil dies ein ungewöhnliches reifes Buch ist. Neue Zürcher Zeitung Der Junge ist die Hauptfigur in diesem wunderschönen Roman. Vielleicht ist es aber auch die Sprache, die hier im Vordergrund steht, mit ihren ungewöhnlichen Bildern und Metaphern, die wirken wie frisch gewaschen, sinnlich, unverbraucht und häufig mit einem feinen Lächeln unterlegt. Selten ist die Tragödie eines Kindes so anrührend geschildert worden Brigitte In dieser Island-Saga sucht ein Kind seine Wurzeln und findet poetische Geschichten über Kapitäne und Liebe, endlos wie das Meer. Woman Ein eindrucksvoller poetischer Roman, in dem Stefánsson universelle Themen aufgreift und sie hervorragend Sprache werden lässt. Augsburger Allgemeine Der Isländer Jón Kalman Stefánsson entwickelt mit zartem, poetisch-bildhaften Erzählton eine lockere, in sich verschachtelte Familiengeschichte. kulturnews In einer warmen, zärtlichen, lyrisch-musikalischen Bildersprache öffnet der Autor wie ein Übersetzer die Türen zu den einzelnen Welten, er erklärt, er führt behutsam und lässt Zeit zum Schauen und Erkennen, zum Genießen und Auskosten, sodass man sich bald in diesem kleinen Land als rundum satte/r Leser/-in in den Personen und Szenarien wieder und zu Hause findet. Literarische Qualität vom Feinsten. www.rezensionen.at Jón Kalman Stefánsson ist ein wortgewaltiger Schriftsteller. Sein neuer Roman ist eine Familiengeschichte über vier Generationen voller skurriler Charaktere, geprägt von karger Landschaft und Armut. Trotz Düsterkeit steckt in Stefánssons Prosa eine Herzenswärme. Facts Stefánsson ist anzumerken, dass er neben Romanen auch Gedichte schreibt: Seine Sprache ist so dicht wie faszinierend, in seiner Kindlichkeit sehr lyrisch und in den erwachsenen Passagen bildreich und komisch. Ein wunderbares Beispiel isländischer Erzählkunst. Neue Presse Dieser wunderschöne Roman lebt insbesondere von seiner ungewöhnlichen bildhaften Sprache, welche häufig mit einem feinen Lächeln unterlegt ist und die Eiszapfen wachsen hören lässt. Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Kurzbeschreibung

Eine packende Familiengeschichte über vier Generationen von einem der bedeutendsten isländischen Erzähler "Eine fremde Frau kommt aus Vaters Schlafzimmer..." Der kleine Junge, der erst vor kurzem seine Mutter verloren hat, muss ein neues Wort lernen: Stiefmutter. "Jetzt bist du erledigt", sagen seine Spielkameraden, und weil Vater meist mit seiner Maurerkelle auf Baustellen unterwegs ist, flüchtet sich der Junge mit seinen Zinnsoldaten in eine märchenhafte Welt: Ganze Armeen helfen ihm, seine Einsamkeit niederzuringen. Zuwendung erfährt er von der Großmutter, die ihm abenteuerliche Geschichten von ihren Eltern erzählt: Der verwegene, einem guten Tropfen nie abgeneigte Urgroßvater war ein unsteter Abenteurer, der seine Familie mit riskanten Unternehmungen fast zugrunde gerichtet hätte. Als der sinnenfreudigen Urgroßmutter die Eskapaden ihres Mannes zu bunt wurden, begann sie sich heimlich mit einem Kapitän zu treffen. Die lyrisch-bildhaften Sprache des erwachsenen Erzählers fängt die Welt seiner Kindheit und Familie auf einfühlsame und humorvolle Weise ein. Eine Familiengeschichte, die existentielle Themen wie Liebe, Zeit und Vergänglichkeit in farbenfrohe, lebensbejahende Szenen umsetzt.

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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ab sofort mein Lieblingsbuch, 21. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Knistern in den Sternen: Roman (Gebundene Ausgabe)
"DER FLUSS DER ABENTEUER von Enid Blyton ist das beste Buch, das jemals geschrieben wurde. An einem Freitagabend fange ich an, es zu lesen, früh am Samstagmorgen bin ich durch und laufe gleich zu Petur, um ihm die Geschichte zu erzählen, die das gesamte Dasein umfasst. Doch Petur hat kein Interesse an Enid Blyton. Er hockt vor einem Schachspiel. Es ist so neu, dass noch sämtliche Figuren glänzen. Ich gehe wieder zu mir, und während draußen die winterliche Dunkelheit zunimmt und Häuser und Blöcke voneinander entfernt, lese ich DEN FLUSS DER ABENTEUER gleich noch einmal."
Das erzählt die Hauptfigur in Jon Kalman Stefanssons neuem Roman DAS KNISTERN IN DEN STERNEN. Und genau das gleiche könnte ich über diesen Roman sagen. Ab sofort ist das mein Lieblingsbuch. Ich habe nie eine schönere Familienchronik gelesen - und ich habe einiges gelesen. J.K.Stefansson hat einen wunderbaren Humor, eine wunderbare Sprache (phantastisch übersetzt) und eine unglaubliche Fähigkeit, damit Freud und Leid und skurile Charaktere zu beschreiben. Ich bin mittlerweile süchtig nach seinen Büchern und kann kaum das nächste abwarten. Mich für eine weitere Leseprobe zu entscheiden, fällt mir sehr schwer, denn wo immer man das Buch aufschlägt, verzaubern einen Sätze und Formulierungen, wie z.Bsp.: "Wir lebten in der Überzeugung, der Kiosk sei ungefähr genauso alt wie die Erde, Gott hätte da schon eingekauft, während er alles andere erschuf, die Sonne, die Käfer und die Sommerferien. Wir gingen selbstverständlich davon aus, dass Jesus das Brot für das letzte Abendmahl bei Bäcker Bödvar erstanden hätte." Und kann man die Trauer über den Tod der Mutter einfühlsamer beschreiben als so: "Abends sitzen Papa und ich auf dem geistesabwesenden Sofa: Zwei Sterne und ein Meer der Dunkelheit zwischen ihnen. Da sitzen wir, und die Balkontür klagt uns an, der Heizkörper unter dem Fenster ebenfalls; die beiden Männer auf dem Bild über dem Sofa machen uns schwere Vorwürfe. Die leeren Kleiderbügel, die Decke im Wohnzimmer, das Brummen des Kühlschranks, ganz besonders das Brummen des Kühlkschranks macht uns Tag und Nacht monoton Vorhaltungen und verwünscht uns."
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein begnadeter Erzähler aus Island, 11. Januar 2007
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Knistern in den Sternen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Jón Kalman Stefánsson wurde 1963 in Reykjavik geboren und begann nach einer Zeit, in der er die unterschiedlichsten Jobs annahm, 1986 mit dem Studium der Literatur, ohne es aber abzuschließen. Nichtsdestotrotz unterrichtete er acht Jahre lang Literatur an einer Schule in Akranes. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Kopenhagen lebt er seit 1995 wieder in Island, wo er mittlerweile als freier Schriftsteller arbeitet.

Sein erster Roman, mit dem er 1997 in Deutschland bekannt wurde, war Der Sommer hinter dem Hügel" und umfasste die ersten beiden Teile einer Trilogie, die 1999 mit Das Licht auf den Bergen" abgeschlossen wurde. Sehr humorvoll und warmherzig wird dort die Geschichte eines heranwachsenden Jungen erzählt, der wie viele isländische Jugendliche im Sommer auf dem Land arbeitet. Dort beobachtet er die bäuerliche Gesellschaft und ihre teilweise skurrilen Erscheinungen. Trotz eines roten Fadens besteht die Trilogie aus einer Vielzahl einzelner Geschichten.

Ähnlich ist es in dem vorliegenden Buch Das Knistern der Sterne", das 2005 veröffentlicht wurde. Hier berichtet der Ich-Erzähler, der wohl mit dem Autor in den meisten Zügen identisch ist, von seiner Familie. Er tut dies über einen Zeitraum von 150 Jahren oder sechs Leben, wie er es nennt.

Er schreibt 2002 als junger Mann, der sich daran erinnert, wie nach dem Tod seiner Mutter als er sieben Jahre alt war, nach einiger Zeit plötzlich eine neue Frau aus dem Schlafzimmer des geliebten Vaters kommt und fortan seine Stiefmutter ist. Und die ganze Trauer um die verstorbene Mutter bricht aus ihm heraus. Trost und Ermutigung findet der Ich-Erzähler bei der Geschichte seiner Ahnen.

In diesem Buch folgt er insbesondere der Lebensgeschichte seines Urgroßvaters und dessen 30 Jahre jüngerer Frau, die er mit großer Liebe und auf eine sehr einfühlsame und heitere Weise erzählt. Stefansson besitzt eine lyrisch-bildhafte Sprache, die die Lektüre seiner Bücher zu einem wahren Genuß macht. Die Art und Weise, wie er existentielle Themen anspricht, auslotet und beschreibt, zeugt von großer Erzählkunst.

Stefansson setzt in seinem neuesten Buch übrigens den Bericht über seine Familie fort. In Verschiedenes über Riesenkiefern und die Zeit", erschienen im August 2006, beschreibt er einen Sommer, den er als zehnjähriger Junge bei seinem Großvater in Norwegen erlebt. Auch dieser neue Roman, der sich wie eine Fortsetzung liest zum hier besprochenen Buch, reiht er Geschichte um Geschichte aneinander, voller Reflexionen über die Erinnerung und die Vergänglichkeit der Zeit; heitere Episoden, scheinbar von leichter Hand erzählt, doch wie auch im vorliegenden Buch immer von tiefem Ernst und Respekt vor dem Leben geprägt.

Ein begnadeter Erzähler, auf dessen nächstes Buch man schon gespannt sein darf.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen eine wunderbare Erzählung aus Island, 4. Februar 2009
Von 
Gabriele B. (Mülheim an der Ruhr) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Der 7jährige Erzähler-Junge beobachtet eines Morgens, wie eine fremde Frau aus dem Schlafzimmer seines Vaters kommt. Ab da ist alles anders. Der Junge erzählt die Geschichte seiner Familie, beginnend mit seinem Urgroßvater und seiner Urgroßmutter, und flicht die Ereignisse geschickt in die Beschreibung der allgemeinen Lebensumstände der damaligen Zeit ein.

Stefansson ist ein begnadeter Erzähler. Man liest den ersten Satz (Ich wohne in einem Block."), und schon nimmt einen der wunderbare Wortstrom mit, nicht wie ein reißender Fluss, eher wie ein zügig fließender Strom, von dem man sich nur allzu gerne davontragen lässt. Dem Jungen zur Seite stehen seine Spielzeugsoldaten, auf die er sich in diesen unsicheren Zeiten auf jeden Fall verlassen kann, als nämlich seine Stiefmutter ihn nicht nur mit neuen Speisen quält, sondern sich eines Tages an den Küchentisch setzt und Seehundflossen knabbert.

Bei Stefansson wird sogar der Tod der Mutter in poetische Worte gehüllt, die den Verlust irgendwie leichter machen. Und er gibt jeder Figur einen präzisen Charakter. Man kann Urgroßvater verstehen, den weltfremden Romantiker, wenn er sein gerade gekauftes Auto gegen eine Kuh eintauscht und diese dann irgendwo abgibt, genauso wie Urgroßmutter, die aus dem Bauerhof auszieht und diesen bei der Abreise anzündet, denn dieses Kapitel ist ausgeträumt.

Ich könnte noch lange weiterschwärmen. Es ist so, dass ich jedem Stefanssons Bücher ans Herz legen möchte, sie erzählen viel vom Leben, nicht nur in Island. Großen Respekt zolle ich Herrn Wetzig, dem Übersetzer, der so wunderbar den richtigen Ton trifft. Wer an anderer isländischer Schreibkunst interessiert ist, dem empfehle ich K. Baldursdottir: Die Eismalerin.
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