Grillparzer hält sich von Gefühlen gänzlich fern, während er in der dritten Person die grausame Entstehungsgeschichte des Klosters bei Sendomir erzählt: Zwei Fremde (deutsche Boten des Kaisers) geraten des Nachts zum Kloster an der Weichsel. Sie finden dort Unterschlupf und machen sobald Bekanntschaft mit einem rätselhaften, wahnsinnig scheinenden Mönch. Auf ihr Bitten hin (das Kloster scheint jüngst gebaut), erzählt dieser den Fremden die wahren Hintergründe, während seine Identität bis zum Schluss verborgen bleibt.
Die Erzählung spielt einige Jahrhunderte vor Grillparzers Zeit. Sie liest sich flüssig und ein wenig ist man enttäuscht, dass nach eineinhalb Stunden alles vorbei ist. Im Text findet man vergleichsweise wenige deutsche Worte, die heutzutage nicht mehr geläufig sind. Insgesamt ein sehr kurzes, nicht herausragendes, aber unterhaltsames Lesevergnügen.