Was bei dieser Einspielung natürlich auch sehr schön zu beobachten ist, da es sich um eine Gesamteinspielung handelt, wie Skrjabin den Weg in de Atonalität findet.
Die Preludes bilden dabei so eine Art Mikrokosmos für sein gesamtes Schaffen, wie es sich auch in den Sonaten wiederspiegelt.
Die letzten Werke stehen ja nur noch im Schatten seines Mysteriums, in dem alle Künste zu einem nicht teilbaren Ganzen verbunden werden sollten.
Selbiges versucht die Künstlerin Maria Lettberg zusammen mit Andrea Schmidt (Digitale Kunst) darzustellen, was natürlich nicht annähernd im Sinne Skrjabins gelingen kann (dajede Kunst von der anderen abhängi sein sollte, ein untrennbares Ganzes). Hier wird eher eine eigenwillige Viualisierung der Sonaten anderen Stücken vorgenommen, die aber den Titel Mysterium nicht verdient hat. Soviel zu DVD!
Die Einspielung an sich ist natürlich beeindruckend und lohnt sich schon wegen ihere Ganzheit.
Die Sonaten würde ich allerdings nicht mit denen Hamelins vergleichen, nicht wegen ihrer Qualität sonden weil sie sehr anders eingespielt sind.
Lettberg benutzt sehr viel pedal, dass zB zwischen dem Presto aus der ersten Sonate Welten in Sachen Klarheit liegen!
Bei den Preludes sind mir (da ich einige ebenfalls spiele) oftmals eigenwillige Rythmusinterpretationen aufgefallen, in denen ein interessanter Rythmus zB ignoriert wird, was für mich schade ist.
Fazit: Ein sehr gutes Angebot, dass sich aufgrund seine Ganzheit des Werkes für interessierte und vor Allem wegen des Preises auch für Einsteiger lohnt.
Kenner könnten die manchmal eigenwilligen Interpretationen vielleicht stören.