Ein wirklich tolles Buch, das "Klassenbuch". Es gibt einen ganz neuen Blick frei auf die Generation unserer Mütter bzw. Großmütter, darauf, dass es Emanzipation auch früher schon gab, wenngleich die Grenzen und Möglichkeiten enger gesteckt waren. Ganz wunderbar ist, dass so viele Frauen zu Worte kommen, die sehr unterschiedlich sind, da sie aber eine Art "Schicksalsgemeinschaft" waren doch eine gewisse gemeinsame Prägung mitbringen, um so spannender, wie sie sich entwickeln.
Man kann der Herausgeberin für dieses tolle Buch danken und auch den Damen, die der Veröffentlichung zugestimmt haben, denn es sind doch sehr, sehr persönliche Einblicke, die man bekommt, da für manche Frauen das Buch fast wie ein Tagebuch ist; anderen Büchern aus dieser Zeit fehlen diese wertvollen (intimen) Einblicke, da sie meistens im Nachhinein und aus der Erinnerung geschrieben wären.
Der geschichtliche Abriss als Nachwort ist eine ganz gute Idee, käme aber auch ohne statistische Betrachtungen aus.
Ein wunderbares Buch, das uns unsere Ahninnen näherbringen kann, wenn man sie nicht mehr fragen kann oder die sich schwertun, ihr Leben in Worte zu fassen!