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Das Kind das ich war [Gebundene Ausgabe]

Peter Wawerzinek
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, 13. März 1994 --  
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Kurzbeschreibung

13. März 1994
Eine Kindheit in den fünfziger und sechziger Jahren auf dem Lande, merkwürdig wenig beeinflußt von den politischen Umständen, so als ob der Eigensinn der Mecklenburger, ihre berühmte schlitzohrige Verstocktheit alle Ansinnen von Partei und Politik abprallen ließ. Ein pointiert komponiertes Bündel von Beobachtungen, Skizzen und Portraits aus einer Zeit, die Abenteuer und Sonderbarkeiten bereithielt für einen, der genau beobachten konnte.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 123 Seiten
  • Verlag: Transit Buchverlag (13. März 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 388747094X
  • ISBN-13: 978-3887470944
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 13,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.057.266 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Peter Wawerzinek, einst Stegreifpoet und Enfant terrible am Prenzlauer Berg, erzählt in 'Das Kind das ich war' die Geschichte einer Kindheit in Mecklenburg - umgeben von glubschäugigen Schollen und ausgemergelten FDGB-Kurgästen, verführt vom West-Fernsehen, das man eigentlich nicht sehen darf." (Gefunden in : Bookcrossing)

Über den Autor

Peter Wawerzinek wurde 1954 in der DDR geboren, in einer Familie, die kurz nach seiner Geburt in den Westen floh und das Kind in der DDR zurückließ. Wawerzinek verbrachte zehn Jahre in staatlichen Kinderheimen, bis er von einem Lehrerehepaar adoptiert wurde und in verschiedenen Orten an der Ostsee aufwuchs. Nach dem Schulbesuch absolvierte Wawerzinek eine Lehre als Textilzeichner. Er leistete seinen Wehrdienst bei der NVA; 1978 zog er nach Ost-Berlin. Dort begann er ein Studium an der Kunsthochschule, das er jedoch nach zwei Jahren abbrach. Anschließend jobbte er in verschiedenen Berufen, u.a. als Briefträger und Kellner bei der Mitropa. Gleichzeitig war er bereits in den Achtzigerjahren als Performance-Künstler und Stegreifpoet aktiv und unter dem Namen "ScHappy" in der Ostberliner Literatenszene im Stadtteil Prenzlauer Berg bekannt. Von 1988 bis 1990 unternahm er gemeinsam mit Matthias BAADER Holst eine Art Tournee durch die DDR. Peter Wawerzinek veröffentlichte nach der Wende als erstes eine Sammlung von Parodien zur DDR-Literatur, danach skurrile, experimentelle Prosatexte in einer atemlosen Prosa über einen Außenseiter der DDR-Gesellschaft. Die Werke Wawerzineks sind stark autobiografisch geprägt und thematisieren insbesondere die Landschaften seiner Erinnerungen. Wawerzinek schreibt auch Hörspiele und journalistische Texte. Peter Wawerzinek ist seit 1998 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.

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5.0 von 5 Sternen Feinsinnig tragikkomische Erinnerungen 29. Dezember 2010
Von M. Stein
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Wawerzineks "Als ich ein Kind war" ist eine Liebeserklärung an seine mecklenburgische Heimat mit ihren skurrilen und ganz eigensinnigen Leuten, durch deren verlebendigte Traditionen der Autor die blinde Fortschrittsideologie des Sozialismus voller Komik entlarvt. In einer sehr dichten und detailgetreuen Sprache zeichnet Wawerzinek ein origninelles Bild aus dem Alltag des scheinbaren Sozialismus, der eben doch vor allem auch der Alltag von Menschen war, die bereits ein Leben davor hatten und nicht bereit waren, dies ohne weiteres aufzugeben.
Großartig geraten vor allem die Porträts der engeren Anverwandten: zunächst Tante und Onkel in Wismar, später die Adoptiveltern. Die Mutter, wie sie den kleinen Sohnemann nach neuester Etikette und natürlich Hochdeutsch erzieht, der Vater, der einen Mathematiker aus ihm machen will. Alltag in der norddeutschen Provinz der 60er Jahre und zwischendurch merkt man immer wieder mal, dass das ganze im real existierenden Sozialismus spielt, wenn entweder von den neuesten Rationierungsmaßnahmen berichtet wird (die einige Kreativität erfordern)oder die alten Bauern den neuesten Mähdrescher angaffen und zu ihren alten Geräten zurückkehren. Ein Buch, was den Alltag und die Widersprüche des Sozialismus in den endlosen Anekdoten vergegenwärtigt und so simpel pointiert wie Bräunigs Rummelplatz.
Wawerzineks Sprache ist ein prallgefüllter metaphorischer Fruchtkorb, voller Vielfalt und immer süß, aber nicht schwer, sondern erfrischend. Kein Buch zum schnellen Durchlesen, aber umso mehr zum Genießen. Sei es, um dadurch eigene Erinnerungen wieder zu verlebendigen oder um einen Einblick ins interessante Unbekannte zu erhalten.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Zanker TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Entladung von Gedanken, eigenen Wortkreationen,"schnabulieren", sinnigen und unsinnigen Sätzen,"Ich sprach ihr von Weltall Erde Mensch", sprudelnd wie eine Kinderseele, einzelne Sätze die zum Innehalten, zur inneren Einkehr einladen, "..der Wind die Haare kämmte..", ein literarischer Rundumschlag, in die eigene Kindheit, der Jugend und dem jungen Erwachsenensein gewidmet, genauso habe ich dieses Buch empfunden, von einem Autor der sich an seine Kindheit heranwagt und mit seinem Titel Rabenliebe: Eine Erschütterung zum diesjähringen deutschen Buchpreis nominiert ist. (Longlist)

Z.T. habe ich dieses Buch mit Genuss und Freude gelesen, man fühlt sich selbst in die eigene Kindheit erinnert, driftet ab und erlebt sich in Kindheitserfahrungen, sicherlich ein Aspekt dieses Buches, den ich als wertvoll erlebt habe...Der Schreibstil ist schnell, atemlos, wirkt fast ein wenig gehetzt, als ob der Autor unter Zeitdruck gestanden hätte..was in mir beim Lesen eine gewisse Unruhe verursachte und ich auch ein wenig schade finde...

Das Buch strotzt nur so von Kindheitsgedanken..."Ich war kein guter Esser. Ich steckte sehr gerne den Finger in den Senf und ass am liebsten Leberwurst. Die mit den grossen Zungenstücken. Wahre Lust erregte der Duft von frischer Wechselwäsche. Meine Nase war ein Jägersmann. Der Wind fegte aus allen Himmelsrichtungen Düfte heran." Beizeiten hat man das Gefühl, das Buch ist in gewisser Art aus Kindersicht geschrieben.

An manchen Stellen wirkt das Buch abstrakt, fast schon ein wenug surreal, ist mit Dialekt-Sätzen garniert,"..
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Distanzierter Rückblick 15. April 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Wawerzinek beschreibt in einer poetischen, mit vielen Wortspielen und Reimen durchsetzten Sprache, seine Kindheit in Mecklenburg, zu DDR-Zeiten. Dabei distanziert er sich gleich mehrfach. Als Waisenkind hat er nicht den gleichen Boden unter den Füssen, wie andere - er bleibt der naturverbundene Beobachter. Und es dauert schon ein paar Seiten, bis er eine konkrete Verortung ermöglicht: Da war ich acht.
Das Politische und der real existierernde Sozialismus nehmen keinen grossen Stellenwert in seinen Betrachtungen ein, was dem Buch gut ansteht.
Schön auch, dass das Plattdeutsche - dort wo es vorkommt - in hochdeutsche Sätze eingebettet ist.
Am ehesten etwas anfangen mit dem Buch können diejenigen, welche die DDR noch aus eigener Anschauung kennen und trotz Lug und Trug und Doppelmoral nach der Wende etwas vermissen im wirtschaftswundrigen und arbeitssamen Verbund mit dem Westen.
Geblieben ist Wawerzinek aus seiner Berliner Warte die knorrige Verstocktheit der bodenständigen Mecklenburger, die in dem Buch als Neuerungen gegenüber kritisch eingestellt und sehr versoffen wegkommen.
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