Ein ungemein intensiver, berührender Kriminalroman, in dem nicht Autos, Häuser oder Flugzeuge explodieren, sondern menschliche Seelen. Seelen, deren so faszinierende wie schockierende Abgründe den Leser schaudern lassen. Und wie Emma Kampmann, die kleine Kommissarin der Braunschweiger Kripo mit Zeugen, Verdächtigen und Kollegen kommuniziert, unterscheidet sich wohltuend von nicht nur angloamerikanischen Mainstream-Krimis samt ihren plastikartigen Superhelden. „Das Kind der Jungfrau"wurde 2005 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Zu Recht, wie ich finde. Denn sein an skandinavischen Vorbildern orientiertes Autoren-Duo hat durchaus das Zeug, deutsches Pendant zum Schriftstellerpaar Sjöwall/Wahlöö zu werden. Lesen!