Ich habe bisher aus drei Gründen die Bücher von Koichi Tohei positiv eingeschätzt: (1.) Sie leisteten Pionierarbeit darin, Ki allgemein bekannt zu machen, woraufhin auch das Interesse am chinesischen Konzept des Qi geweckt wurde. (2.) Sie verbanden scheinbar chinesische und japanische Kultur. (3.) Sie sind sehr niedrigschwellig und zudem konsensfähig abgefasst. Dieses neuere Buch von Tohei klärt nun unzweideutig die Haltung zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die auch in Japan übernommen und zum Teil auch abgewandelt worden ist. Ich befürworte sowohl die westliche Schulmedizin als auch die TCM mit ihrer Lehre von Yin und Yang und den fünf Elementen und wünsche mir eine zusammenarbeit beider Bereiche. Wer ebenso denkt und fühlt, wird mit diesem buch nicht viel anfangen können. Den im Buch nach meinem Leseeindruck suggerierten Vorbehalt gegenüber Arzt/Ärztin halte ich dazu für sehr gefährlich besonders für leicht zu beeinflussende Leser/Leserinnen. Wer Toheis sehr eigenes Ki-Konzept, so wie es in diesem Buch vertreten wird, befürwortet, wird hier nicht viel Neues finden, da grundsätzlich nur die vorhergehenden Bücher Toheis noch einmal unter dem Aspekt der Heilung zusammengefasst werden. Für ein Miteinander von Qi und Ki lässt sich aus dem Buch nichts erfahren. Die zwei Sterne beziehen sich auf die erwähnte Pionierarbeit des Autors.