"um nochmals die katze zu erwähnen: sie setzte sich immer auf die beiseite gelegten, vollgeschriebenen papiere und blinzelte mich mit ihren unergründlich gelben augen so eigentümlich an, so fragend. ihre gegenwart glich der gegenwart einer seltsamen, schweigenden fee. ich habe vielleicht dem lieben stillen tier viel zu verdanken. was kann man wissen? ich kam mir überhaupt, je mehr ich vordrang im schreiben, wie behütet und wie beschützt vor von einem gütigen wesen ..." schöner als robert walser kann man es kaum sagen - nur modernisierter und mehr auf die eigene katze zugespitzt: die meine guckt mir beim schreiben immer auf die tastatur, haut den bleistift vom tisch, mit dem ich unterstrich, und statt - wie bei walser auf papier zu sitzen: sie versucht mit der pfote den mauspfeil auf dem bildschirm zu erwischen. julia bachstein hat mit ihrem KATZEN-ALBUM dem kalender-konzept des verlages schöffling & co. (jenen jährlichen literarischen katzen-kalendern) durch diese buch-ausgabe eine länger andauernde haltbarkeit verschafft. jedesmal, wenn der computer abgestürzt ist, nehme ich das buch zur hand, betrachte die vielen fotos, lese all die dichter-bemerkungen zentimetergenau durch und prüfe sinnierend meine eigene desktop-katze auf ähnlichkeit ...