Ludlum hat einen Kriminalroman ueber die fiktive Ermorderung von J. Edgar Hoover verfasst, den Chef des amerikanichen FBI. Der Autor Peter Chancellor versucht, diesen aufzuklaeren und geraet dabei in das Spannungsfeld von Politik und organisiertem Verbrechen, die ein Interesse daran haben, dass die wahre Bedeutung von Hoover nicht ans Tageslicht kommt. Chancellor stoesst in ein Wespennest aus Korruption und Verbrechen, in dem Hoover eine tragende Rolle spielte. Ludlums Roman laesst erahnen, welche zwielichte Rolle Hoover als Chef des FBI spielte. Jahrzehntelang empfindet er sich als Alleinherrscher von Gottes Gnaden und setzt allgemeingueltiges Recht und allgemeingueltige Moral ausser Kraft. Er herrscht und waltet nach eigenem Gutduenken und legitimiert seine fragwuerdigen Aktivitaeten mit dem Anliegen, einem hoeheren Zweck zu dienen. Dabei verliert er jedoch jede rechtmaessigkeit und zum Schluss auch den bezug zur Realitaet. Welch korrupter und verlogener Ordnungshueter Hoover in Wirklichkeit war, wird ohne Verschleierung hervorgehoben. Politischer Krimineller im Auftrag der Rechtmaessigkeit, der Amerika in einem anderen Licht erscheinen laesst. Auch wenn vieles von Ludlum als Spekulation ohne wirkliche Beweise abgetan werden muss, wird deutlich, dass sich Hoover kaum von denen unterschieden hat, die er verfolgen und aus dem Verkehr ziehen sollte. Spannender Krimi, der seinen reiz aus dem Realitaetsbezug zieht.