Sehr einfühlsam, respektvoll, offen und interessiert wird der Leser auf eine wunderbare Reise in eine uns doch fremde Kultur, Sichtweise, Relegion, Lebensauffassung entführt. Man darf ein Stück mitreisen in das Paradies, die Menschen begleiten bei Ihren Arbeiten, an Ihren Ideologien, Auffassungen, Lebenseinstellungen teilhaben.
Verständnisvoll und einfühlsam wird jedoch auch der Konflikt versucht zu erklären, den die Menschen mittlerweile über mehrere Generationen aushalten, die Suche nach der Autonomie, der schwere mühsame Kampf die Ehre ihres Landes und Kultur wieder herzustellen. Man kann nachempfingen, wie schmerzlich für jeden der Verlust so vieler Freunde und Verwandte geworden ist, und man beginnt nachzuvollziehen, warum die Verehrung der Märtyrer fester Bestandteil des Lebens ist.
Dem Autor ist, durch eigenes Erleben und im engem Kontakt mit den Menschen dort, eine ausgewogene Darstellung seiner Wahrheit, dem unvergleichlichem Paradies und aber auch dem Konflikt der Menschen im Kasmir-Tal absolut gelungen, wenn auch eine baldige Lösung leider nicht in Sicht ist.
Stefanie Kirchner