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Das Kartengeheimnis: Roman
 
 
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Das Kartengeheimnis: Roman [Taschenbuch]

Jostein Gaarder , Quint Buchholz , Gabriele Haefs
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (118 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: o.A. (1. April 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423125004
  • ISBN-13: 978-3423125000
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,1 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (118 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.321 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jostein Gaarder
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach dem überwältigenden Erfolg von Sophies Welt gibt es für alle Fans des neugierigen Mädchens eine gute Nachricht: Sophie hat einen Bruder im Geiste bekommen. Der Junge hat den etwas langweiligen Namen Hans-Thomas und ist die gar nicht langweilige Hauptperson im neuen Roman von Jostein Gaarder Das Kartengeheimnis.

Das Buch erzählt die Geschichte dreier Reisen. Die erste Reise ist eine Urlaubsreise. Sie führt Hans-Thomas zusammen mit seinem Vater nach Griechenland, um die Mutter zu suchen, die vor Jahren aufbrach, sich selbst zu finden.

Unterwegs machen Vater und Sohn Rast in einem verschlafenen, winzigen schweizer Bergdorf. Dort findet Hans-Thomas auf mysteriöse Weise ein geheimnisvolles Buch, das für ihn eine zweite, abenteuerliche Lesereise bereithält. Eine dritte, nicht minder spannende Reise unternimmt Hans-Thomas in das große Reich der Philosphie. Hier hat er im Vater einen fachkundigen Reiseleiter. Während vieler Zigarettenpausen auf dem Weg nach Griechenland beschäftigen Vater und Sohn die großen Fragen: Wer sind wir? Woher kommen wir? Gibt es Gott? ...

Das Kartengeheimnis ist eine wunderbar kunstvoll ineinandergebaute Geschichte mit strenger Komposition. Allerdings muß sich der Leser vorbehaltlos vom Autor an der Hand nehmen lassen, beispielsweise die Existenz von Zwergen akzeptieren, oder sich auch durch Mini-Bücher, die in Brötchen versteckt sind, nicht aus der Fassung bringen lassen. Zunächst ergeben die losen Handlungsfäden der Geschichte scheinbar keine Ordnung, um so überraschender ist das Ergebnis, wenn alles zueinanderpaßt, sich ein Faden in den anderen schlingt.

Jostein Gaarder spielt mit der Neugierde seiner Leser und ihrer Offenheit, sich auf philosophische Fragestellungen einzulassen; versucht sich der Autor doch an nichts Geringerem als dem Gottesbeweis. Während Sophies Welt auch als ein unterhaltsames Lehrbuch der Philosophie zu lesen war, ist Das Kartengeheimnis ein phantasievoller Roman mit philosphischen Fragestellungen.

Auf drei verschiedenen Ebenen werden ganz unterschiedliche Reisewege beschritten, doch der interessanteste Weg ist zweifellos die vierte Reise. Dies ist allerdings ein ganz individueller Ausflug, den jeder Leser während der Lektüre für sich allein unternimmt. Die vollendete Abrundung des Buches gelingt dem Illustrator Quint Buchholz, der sich in seinen Bildern vieler liebevoller Details des Textes annimmt. Da gibt es tatsächlich sechsbeinige Tiere zu bestaunen oder das Spiegelbild eines Jokers zu entdecken. Das Kartengeheimnis von Jostein Gaarder wird durch Quint Buchholz zum Lesegenuß mit Augenschmaus. --Manuela Haselberger

Neue Zürcher Zeitung

Suche nach dem Ursprung

«Das Kartengeheimnis»

von Jostein Gaarder

Neben den dicken blauen Stapeln von «Sofies Welt», dem 600seitigen philosophiegeschichtlichen Jugendroman von Jostein Gaarder, türmen sich in den Buchhandlungen jetzt auch Bücher in etwas hellerem Blau: Der Hanser-Verlag hat einen zweiten Roman des norwegischen Autors und ehemaligen Philosophielehrers vorgelegt, nachdem von «Sofies Welt» (1993) eine Million Exemplare über den Ladentisch gegangen sind.

«Das Kartengeheimnis», in Norwegen bereits 1990 erschienen, ist in mancher Hinsicht eine Art Vorstufe zu «Sofies Welt». In beiden Büchern werden philosophische Grundfragen didaktisch und erzählerisch geschickt mit abenteuerlichen und phantastischen Elementen verwoben, beide setzen das Motiv des «Buchs im Buch» als Spannungsmoment ein, und beide wissen die kriminalistische Neugier der Lesenden zu kitzeln, indem sie Rätselhaftes und Erklärliches in gekonnter Dosierung gegeneinander aufwiegen. Während aber «Sofies Welt» die Geschichte der westlichen Philosophie in regelrechten Lektionen aufrollt, kommt «Das Kartengeheimnis» leichtfüssiger daher. Hier sind es eher philosophische Aperçus, mit denen der Vater des zwölfjährigen Ich-Erzählers Hans Thomas seine Zigarettenpausen füllt, während die beiden im Auto von Norwegen nach Griechenland unterwegs sind.

Die zweite Ebene bildet ein geheimnisvolles Büchlein in Mikroschrift, eingebacken in ein Brötchen, das Hans Thomas unterwegs von einem alten Bäcker geschenkt bekommt. Und hier führt die Reise – in Form von vier ineinander verschachtelten Ich-Erzählungen der einstigen Dorfbäcker – tief in die Unterhaltungs- und Abenteuerstoffe der Literaturgeschichte, zu schiffbrüchigen Seeleuten und Südseeinseln, zu einem lebendigen Kartenspiel und wunderbaren Familienzusammenführungen. Mehrfach spiegelt sich dabei in der phantastischen Handlung die Realität des lesenden Jungen, seine Familiengeschichte ebenso wie seine philosophischen Erkenntnisse. Auf beiden Ebenen bewegt sich der Joker, Symbol für den philosophierenden Aussenseiter, der über keine fraglose Identität verfügt und deshalb nach seinem Wesen und Ursprung sucht.

Gaarders Stärke liegt zum einen in dieser Lust an der Erzählkonstruktion, in seinem Talent, mehrsträngige Spannungsbögen aufrechtzuerhalten, um am Schluss die Erzählpatience wieder aufgehen zu lassen, das scheinbar Übernatürliche auf die menschliche Fähigkeit zur Imagination zurückzuführen. Zum andern ist es anregend, sich von dem erfahrenen Philosophiedidaktiker auf kleine Denkreisen mitnehmen zu lassen.

Weniger überzeugend sind dagegen Gaarders genuin literarische Qualitäten. Sprache und Dialoge sind dem konstruktiven Spiel untergeordnet, die Figuren nicht psychologisch angelegt. Einer bemerkenswert unbedarften Männerphantasie schliesslich entspringt der Plot der Haupthandlung: Antrieb für die Reise in die Heimat der antiken Philosophen ist nämlich die Suche nach der Mutter, von Beruf Photomodell, die vor Jahren die Familie verlassen hatte, «um sich selber zu finden», und sich dabei «in ein Modemärchen verirrt» hat. Aber während Vater und Sohn das verlorene Objekt, von dem man weiter nichts erfährt, glücklich finden und im Auto heimführen, fahndet die Leserin im Text vergeblich nach weiblicher Denk- und Erzähltradition. Wie in «Sofies Welt» sind auch im «Kartengeheimnis» für die Überlieferung von Geschichten und Gedanken ausschliesslich Männer – der Vater und die vier Erzähler im «Brötchenbuch» – zuständig, und nur ihre Genealogie ist der Darstellung würdig. Die Lücke (das Fehlen des Weiblichen), die die Geschichte in Gang bringt, weist damit gleichsam als blinde Hinweistafel auf die Lücke im Kulturverständnis dieses Romans.

Claudia Weilenmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .


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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen einfach phantastisch, 21. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Kartengeheimnis (Taschenbuch)
Der Autor beschreibt in diesem Buch die dreifache Reise eines fünfzehnjährigen Jungen-eine reale nach Greichenland auf der Suche nach seiner Mutter, eine phantastische auf eine magische Insel und eine in die Philosophie. Dieses Buch ist absolut fesselnd, hat man einmal angefangen zu lesen kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Um so trauriger ist es, man irgendwann feststellen muss,dass das Buch nur 340 Seiten hat und damit diese wunderbare Reise einmal zu Ende gehen muss. Ich denke, das Buch ist deshalb so mitreißend und fesselnd, weil sich zwei Handlungen, bei denen man zu Beginn nur kleine Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang bekommt, am Ende so herrlich zusammenfügen. Auch die Charaktere werden anschaulich dargestellt, sodass man sich in jede handelnde Person gut einfühlen kann. Auch die philosophischen Gedanken sind dermaßen geschickt eingebaut, dass man sich zwischendurch davon "ausruhen" muss, und doch veranlassen sie einen zum Nahdenken. Alles in allem würde ich sagen, dass dieses Buch eines der besten ist, das ich bis jetzt gelesen habe, und darüber hinaus bin ich der Überzeugung, dass jeder sich die Zeit nehmen sollte, sich in einen ruhigen Winkel zu setzten und sich in eine andere Welt mitnehmen lassen sollte. Man wird bald feststellen, dass es sich lohnt.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes Buch, 2. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Kartengeheimnis: Roman (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch vor einiger Zeit geschenkt bekommen und es darauf hin in der Ecke verstauben lassen, da es mich nicht reizte. Als ich dann durch Zufall auf die durchweg guten Rezensionen hier gestoßen bin (und ich kenne kein anderes Buch, das so konstant 5 Sterne bekommen hat), habe ich mich dann doch dazu entschlossen, das ‚Kartengeheimnis zu lesen.
Und es ist ein so tolles Buch. Ein Leichtgewicht, sozusagen ein Literatursnack. Und doch so tiefgründig. Das tolle an diesem Buch ist, dass man eigentlich gar nicht sagen kann, warum es so toll ist. Das mag darin liegen, dass es schwer ist, ein Thema zu finden.
Die eigentliche Handlung ist lediglich das Wegfahren eines Jungen mit seinem Vater auf der Suche nach seiner Mutter. Und ab und zu liest er in einem winzig kleinen Buch. Diese Handlung allein reizt einen natürlich nicht und sie ist auch nicht das Thema das Buches.
Dann wäre da die zweite ‚Reise' im Kartengeheimnis: Die Reise des Bäcker-Hans auf die magische Insel, wo der er allerlei seltsame Dinge erlebt. Erzählt über viele Stationen. Aber auch das ist nicht wirklich das Thema des Buches.
Und schließlich gibt es da noch die dritte Reise des Buches: Die Reise in die Philosophie. Erst durch den Vater vorangetrieben, dann durch den Sohn fortgesetzt. (Wobei es doch etwas komisch erscheint, dass ein 12jähriger Junge solche tiefgründigen Gedanken haben kann). Aber auch die Philosophie ist nicht das Thema des Buches.
Was ist es aber dann? Das faszinierende an diesem Werk ist der Zusammenhang zwischen diesen drei ‚Welten'. Es lassen sich überall Parallelen erkennen. Die Welten erklären sich sozusagen gegenseitig. Das wird auch dadurch deutlich, wie bis zu den letzten 50 Seiten immer mehr Fragen aufgeworfen werden, die dann am Schluss alle restlos und logisch beantwortet werden. (Es lässt sich sogar noch eine vierte Welt erkennen: Die Einteilung des Buches in Spielkarten. Auch diese Welt korrespondiert mit dem Rest.)
Das alles erklärt nun aber immer noch nicht, warum dieses Buch so gut ist. Man könnte sagen, weil es den Blickwinkel auf die Welt verändert - oder aber auch doch nicht? Also am besten selber lesen und über den Inhalt dieses Werkes staunen.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Glücksgetränk: Purpur-Limonade, 31. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Kartengeheimnis (Gebundene Ausgabe)
Die Empfehlung des "Kartengeheimnis" liegt mir sehr am Herzen: Fünf Sterne reichen nämlich dafür nicht aus. Meiner Meinung nach kann diese Lektüre nicht mit "normalem Maße" bewertet werden. Objektiv ausfallen kann die Kritik schon gar nicht. Man muss in das Buch hineinklettern, für sich individuell nachvollziehen, Schritt für Schritt die Geschichte aufsaugen. Deshalb, und nicht nur weil die Erzählung selbst auf diesen Seiten hinreichend bekannt wird, spare ich mir eine Inhaltsangabe. Vielmehr möchte ich erklären, was ich subjektiv erlebt habe, als ich dieses Buch gelesen habe.

Niemals hat mich ein Roman so ergriffen wie dieser. Und so habe ich das Buch nicht nur selbst drei- oder viermal voller Begeisterung, meistens am Stück, ohne Unterbrechung, gelesen, sondern ich habe es auch weiter verschenkt. Man mag mich für bescheuert halten, aber ich wollte den fast religiösen Geist der 338 Seiten weitergeben. Jeder, der mir etwas bedeutete, sollte von der Purpur-Limonade trinken und ein wenig von der Wärme der Welt des Kartengeheimnisses zehren.

Der Leser muss nicht viel mitbringen, wenn er sich an das Buch begibt: Gespür für Phantasie und ein wenig Zeit sind die beiden einzigen Voraussetzungen. Der Rest kommt dann von ganz allein.

Clou der Geschichte: Als Leser wird man wirklich zu einem Teil von ihr. Die Konturen unterschiedlicher Realitätsebenen verwischen. Plötzlich ist man mitten drin in der Handlung. Aber keine Angst, Joker nimmt Sie an die Hand!

Das Schönste ist: Wenn man die letzten Zeilen gelesen hat, ist man reicher geworden. Man hat sich erlaubt, das Herz zu öffnen für Gedanken und Fragen, die seit der Kindheit irgendwo - ganz archaisch -schlummerten. Und dieses Glücksgefühl ist stärker als die Sehnsucht nach einem "mehr davon".

Als Fan von Gaarder-Literatur muss ich eines klarstellen: Wer das gleiche 'Bildungsniveau' wie in "Sofies Welt" erwartet, wird enttäuscht werden. Aber gerade, dass das "Kartengeheimnis" nicht soviel "Rationalität" zulässt, macht es so wundervoll.
Leider ist es Gaarder bisher nicht gelungen, mit seinen Folgebüchern anzuknüpfen an die Faszination, die dieses Buch auslöst.

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