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Das Kapital
 
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Das Kapital [Gebundene Ausgabe]

Karl Marx
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Parkland-Verl.,
  • ISBN-10: 3880599920
  • ISBN-13: 978-3880599925
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,9 x 4,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 361.003 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Kapital
OA 1867–94 (3 Bde.) Form Sachbuch Bereich Philosophie
Kaum ein theoretisches Werk hat die Welt so stark verändert wie Das Kapital (Untertitel: Kritik der politischen Ökonomie) von Karl Marx. Es gab aber auch kaum eine Abhandlung, die ähnlich dogmatisiert und instrumentalisiert wurde. Nur den ersten Band konnte Marx selbst vollenden; Band 2 und 3 wurden von Friedrich R Engels editiert.
Inhalt: Marx zielte bei der Abfassung des Kapitals darauf, die zwanghafte Gesetzmäßigkeit der kapitalistischen Produktionsweise zu entschlüsseln. »Sie wissen es nicht, aber sie tun es« – dieser Satz aus dem ersten Kapitel kann deshalb als Präambel des ganzen Werks gelesen werden, einem mit ebenso viel theoretischem Scharfblick wie akribischer Genauigkeit vorgetragenen Versuch, der Gesellschaft ein Bewusstsein ihrer eigenen materiellen Existenzgrundlage zu vermitteln.
Marx verfolgte keineswegs das sozialreformerische Ziel einer – wie es abschätzig in den Ökonomisch-philosophischen Manuskripten aus dem Jahre 1844 (1844) heißt – »besseren Salairierung der Sklaven«. Seine Intention war eine andere: Es ging um eine Rückgewinnung jener Potenz, welche die Menschen als soziale und geschichtliche Wesen auszeichnet und sie befähigt, die Welt unter menschliche Bestimmungen zu setzen. Und es ging um die Aufhebung der Selbstentfremdung, die Abschaffung von willkürlichem Privileg und Elend, um einen Zustand, in dem der Produktionsprozess dem Menschen diene – nicht umgekehrt.
Schon Georg F. W. R Hegel hatte die Arbeit als Wesen des Menschen gefasst, sie jedoch, in einem weniger gegenständlichen als abstrakten Sinne, als Gedankenarbeit interpretiert. Marx, Hegel »vom Kopf auf die Füße« stellend, betrachtet hingegen die Seite der materiellen Reproduktion als Grundlage sowohl des gesellschaftlichen wie des individuellen Daseins. Sie umfasst einerseits die materiellen Produktivkräfte – Rohstoff, Werkzeug, Arbeitskraft –, andererseits die Produktionsverhältnisse, die gesellschaftliche Seite des Produktionsprozesses, die mit den jeweiligen Eigentumsverhältnissen identisch ist.
Marx geht in seiner Analyse von der Ware, der Elementarform des gesellschaftlichen Reichtums, und ihrem »Fetischcharakter« aus. Ein selbstverständliches, triviales Ding wie ein Tisch erweist sich, sobald es auf den Markt tritt, als ein »höchst vertracktes«. Als Ware ist es Träger von Wert. Dieser Wert existiert nur in der Vorstellung, dennoch scheint er den Dingen von Natur aus anzuhaften. Nicht anders geht es, im entfalteten Akkumulationsprozess, mit dem Kapital selbst. Der Wert, als Kapital, setzt seine Selbstverwertung in Gang und erscheint in der Form des Kapitalfetischs als »Geld heckendes Geld«. Indem Marx den Akkumulationsprozess des Kapitals ausleuchtet, zeigt er, dass die handelnden Personen, die bürgerlichen Wirtschaftssubjekte, Zwängen und Gesetzen folgen, die gleichsam hinter ihrem Rücken existieren. Mit der Analyse des Kapitals als dem »automatischen Subjekt« enthüllt er, dass auch die Fabrikbesitzer nicht Subjekt, sondern Objekt ihres eigenen Tuns sind. Das autonome Subjekt ist eine Illusion, solange sich die Menschen nicht zu einem Verein freier Produzenten assoziieren.
Wirkung: Was man zu Zeiten der weltweiten Blockbildung im Osten unter dem Namen des Marxismus-Leninismus praktizierte, hat wenig gemein mit den Intentionen eines großen Aufklärers, der für den »rohen und gedankenlosen«, den eben nur formalen, doktrinären Kommunismus nichts als Verachtung empfand. Starken Einfluss übten die Schriften von Marx, insbesondere die darin enthaltene Wert- und Fetischkritik, auf die Autoren aus dem Umfeld der Frankfurter Schule und, wenn auch nur für sehr kurze Zeit, auf die internationale Studentenbewegung. K. L.

Kurzbeschreibung

Marx zielte bei der Abfassung des Kapitals darauf, die zwanghafte Gesetzmässigkeitder kapitalistischen Produktionsweise zu entschlüsseln. >>Sie wissen es nicht, aber sie tun es<< - dieser Satz aus dem ersten Kapitel kann deshalb als Präambel des ganzen Werks gelesen werden, einem mit ebenso viel theoretischem Scharfblick wie akribischer Genauigkeit vorgetragenen Versuch, der Gesellschaft ein Bewusstsein ihrer eigenen materiellen Existenzgrundlage zu vermitteln. Marx verfolgte keineswegs das sozialreformerische Ziel einer - wie es abschätzig in den Ökonomisch-philosophischen Manuskripten aus dem Jahre 1844 (1844) heisst - >>besseren Salairierung der Sklaven<<. Seine Intention war eine andere: Es ging um eine Rückgewinnung jener Potenz, welche die Menschen als soziale und geschichtliche Wesen auszeichnet und sie befähigt, die Welt unter menschliche Bestimmungen zu setzen. Und es ging um die Aufhebung der Selbstentfremdung, die Abschaffung von willkürlichem Privileg und Elend, um einen Zustand, in dem der Produktionsprozess dem Menschen diene - nicht umgekehrt. Schon Georg F. W. R Hegel hatte die Arbeit als Wesen des Menschen gefasst, sie jedoch, in einem weniger gegenständlichen als abstrakten Sinne, als Gedankenarbeit interpretiert. Marx, Hegel >>vom Kopf auf die Füsse<< stellend, betrachtet hingegen die Seite der materiellen Reproduktion als Grundlage sowohl des gesellschaftlichen wie des individuellen Daseins. Sie umfasst einerseits die materiellen Produktivkräfte - Rohstoff, Werkzeug, Arbeitskraft -, andererseits die Produktionsverhältnisse, die gesellschaftliche Seite des Produktionsprozesses, die mit den jeweiligen Eigentumsverhältnissen identisch ist. Marx geht in seiner Analyse von der Ware, der Elementarform des gesellschaftlichen Reichtums, und ihrem >>Fetischcharakter<< aus. Ein selbstverständliches, triviales Ding wie ein Tisch erweist sich, sobald es auf den Markt tritt, als ein >>höchst vertracktes<<. Als Ware ist es Träger von Wert. Dieser Wert existiert nur in der Vorstellung, dennoch scheint er den Dingen von Natur aus anzuhaften. Nicht anders geht es, im entfalteten Akkumulationsprozess, mit dem Kapital selbst. Der Wert, als Kapital, setzt seine Selbstverwertung in Gang und erscheint in der Form des Kapitalfetischs als >>Geld heckendes Geld<<. Indem Marx den Akkumulationsprozess des Kapitals ausleuchtet, zeigt er, dass die handelnden Personen, die bürgerlichen Wirtschaftssubjekte, Zwängen und Gesetzen folgen, die gleichsam hinter ihrem Rücken existieren. Mit der Analyse des Kapitals als dem >>automatischen Subjekt<< enthüllt er, dass auch die Fabrikbesitzer nicht Subjekt, sondern Objekt ihres eigenen Tuns sind. Das autonome Subjekt ist eine Illusion, solange sich die Menschen nicht zu einem Verein freier Produzenten assoziieren.

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73 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großer Denker, fader Autor 5. Februar 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Mir ist dieses Werk in Form einer alten Ausgabe von 1898 rein zufällig in die Hände gekommen, und es hat dann gedauert, Zeit und Muße zu finden, sich durch diesen Schmöker durchzubeißen.
Zwar wird einem schon in der ersten Stunde klar, daß hier ein genialer Kopf gedacht hat, und mir fallen nur die Hauptwerke von Kant und Darwin ein, die auf mich persönlich eine so revolutionäre Wirkung hatten, andererseits fragt man sich am Ende einer jeden Seite schon: "Hätte der Mann das nicht verständlicher bzw. punktgenauer formulieren können?"
Als naturwissenschaftlich geschulter Mensch beeindruckt mich sein phänomenal scharfer analytischer Verstand, gleichzeitig macht mir die fehlende Knappheit seines Stils Mühe.
Gewiß, der Inhalt soll nicht unter der Weise leiden, wie er "unter das Volk gebracht" wird, aber in weiterer Konsequenz stellt sich einem die Frage, was gewesen wäre, wenn sich dieses so wichtige und unsterblich aktuelle Buch besser läse.
Jahrhundertelang war das gemeine Volk auf den Klerus angewiesen, der ihm aus dem so lebensbestimmenden Buch, der Bibel, vorlas, weil sie auf Latein geschrieben war.
Und Hunderte von Millionen vom Kommunismus Be- oder Getroffener
waren auf die Parolen ihrer Volksvertreter angewiesen, denn dieses Buch kann nur dem interessiertesten Leser empfohlen werden. Wer sich dennoch in den Marxismus vertiefen möchte, sei für den Anfang Literatur aus zweiter Hand empfohlen, "Marx light" sozusagen, erst dann sollte der geduldige Leser VIEL Zeit für dieses Werk nehmen.
Speziell zu dieser Ausgabe gilt, daß sie rundum gelungen ist, einen informativen Anhang mit ausführlicher Bibliographie, die beinahe unerläßlich ist, enthält und außerdem ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
51 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von pewis
Format:Gebundene Ausgabe
Die ersten etwa 200 Seiten machen einem den Einstieg sicherlich nicht einfach - eine Tatsache, über die sich Marx durchaus klar war und die er im Vorwort der ersten Ausgabe von 1867 ausdrücklich erwähnt hat. Danach wird das Buch über lange Abschnitte journalistisch-flott und man hat sich inzwischen an den marxschen Sprachduktus gewöhnt. Die marxsche Sprache ist übrigens keineswegs frei von Schönheit; Marx war jemand, der Sprache nicht nur verwendet, sondern gestaltet hat. Wenn man den trockenen Einstieg durchgehalten hat, stellt man auf einmal verwundert fest, dass das "Das Kapital" zu einem wirklichen Lesevergnügen geworden ist.
Peter Hoeg legt seiner Heldin Smilla anerkennende Worte in den Mund für die "almost feminine compassion", die sich in Marxs "Kapital" ausdrückt. In der Tat ist das Buch nicht nur analytisch, sondern auch ein moralischer Aufschrei gegen die Grausamkeit des Bestehenden. Dennoch ist es ein Männerbuch: geprägt von der Gewißheit, durch formale Logik die Welt erklären zu können, und voll von sarkastischem Humor. Mit der "Entbehrung" des Kapitalisten als Seitenhieb auf die Abstinenztheorie hat das Buch sogar seinen running gag.
Lohnt es sich heute noch, "Das Kapital" zu lesen? Auf jeden Fall, und sei es nur wegen der zahlosen Zitate von Unternehmern und deren Hofökonomen, die Marx bringt: Die Konkurrenz auf dem Weltmarkt nimmt zu, woanders wird billiger produziert, die Löhne der Arbeiter sind zu hoch und die Arbeitszeiten sind zu kurz. Kurz: Die Arbeiter leben auf zu großem Fuß und das wird der Ruin der nationalen Industrie werden. So klagten die Unternehmer-Vertreter 1867 und wenn Sie nicht gestorben sind, so klagen Sie noch heute - in ihrer Eigenschaft als "vernunftbegabtes, mit Verstand und Willenskraft begabtes Kapital", wie Marx sagen würde.
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66 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe dieses Buch "wiederentdeckt", als ich meiner 15 jährigen Tochter erklären wollte, warum es in der heutigen Welt arme und reiche Menschen gibt - und vor allem, warum der so "moderne Kapitalismus" von heute, mit soviel Produktivität und Überfluss, nicht die gesamte Menschheit ernähren kann und die Armut endgültig abschaffen kann - oder will?
Ja, es sind die Beispiele von K.Marx, wie er seinen Lesern die Ursachen und die Funktionsweise der Kapital-Entstehung und -Vermehrung erklärt. Sicher schwer zu lesen ( historisch bedingt)- aber wenn man die Logik begriffen hat, ist es m.E. nach das gründlichste und allgemeingültigste Werk der politischen Ökonomie.
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