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Das Kamasutra
 
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Das Kamasutra [Gebundene Ausgabe]

Mallanaga Vatsyayana
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Kamasutra
OT Kamasutra EZ entst. um 350 EA 1891 DE 1897Form Lehrbuch Epoche Asiatische Antike
Das Kamasutra – ein Leitfaden der Erotik – gilt als eines der wichtigsten kulturhistorischen Werke der Weltliteratur. Frei von moralischen Wertungen stellt das Buch Sexualpraktiken vor und vermittelt Einblicke in die antike asiatische Lebensweise.
Entstehung: Altindischen Überlieferungen zufolge verkündete der Schöpfergott Prajapati das Kamasutra in 10 000 Kapiteln. Shiva, einer der drei Hauptgötter des Hinduismus, soll es in 1000 Kapiteln zusammengefasst haben, bevor Svetaketu (um 600 v. Chr.), ein berühmter Philosoph der R Upanishaden-Zeit, es auf 500 Kapitel komprimierte. Die nachfolgenden Übersetzungen aus dem Sanskrit stützen sich auf anerkannte Kommentare aus späteren Jahrhunderten, die alle die Bezeichnung »sutra« (konzises, kurz gefasstes Lehrbuch) tragen.
Inhalt: Dem altindischen Leitsatz »Wenn etwas wert ist, getan zu werden, so ist es wert, gut getan zu werden« folgend, dient das Leben des Menschen einem dreifachen Ziel: dem Streben nach dem Guten (dharma), dem Nützlichen (artha) und dem Angenehmen (kama), wobei das Streben nach einem dieser Ziele den Blick auf die anderen nicht beeinträchtigen soll. In dem Maße, wie das Kamasutra die Sinnenfreuden des Lebens beschreibt, umfassen die bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurückgehenden Dharmasutras die Gesamtheit der ethischen Normen, während das Arthasastra des Kautilya (4. Jahrhundert v. Chr.) die altindische Lehre vom Welt- und Staatsleben beinhaltet. In diesem Zusammenhang betrachtet das Kamasutra Sexualität und Erotik ähnlich wie die Nahrungsaufnahme als wichtige Bestandteile des Lebens, die neben dem sinnlichen Genuss auch dem Fortbestand der Menschheit dienen.
Der erste Hauptteil (aufgeteilt in fünf Kapitel) enthält Kommentare über die Regeln zur Hygiene und die Einweisung junger Mädchen in die Liebeskunst durch buddhistische Nonnen. Der zweite Hauptteil (zehn Kapitel) behandelt den Geschlechtsverkehr, betrachtet die Vor- und Nachteile spezieller Beischlafstellungen und beschreibt besondere Kusstechniken. Im dritten Hauptteil (fünf Kapitel) werden Brautwerbung und Hochzeitsrituale besprochen.
Die beiden folgenden Hauptteile (zwei bzw. sechs Kapitel) veranschaulichen die Lebensumstände der Ehefrau bzw. das Verhalten des Gatten zu den Ehefrauen anderer Männer. Der sechste Hauptteil (sechs Kapitel) ist der Prostitution gewidmet und schildert die verschiedenen Methoden der Hetären, sich zu bereichern. Im letzten Hauptteil (zwei Kapitel) fasst Vatsyayana schließlich Geheimlehren und -rezepte zusammen, die für die sexuelle Stimulierung und für die Wollust nützlich sein können.
Wirkung: Im 11. Jahrhundert verfasste Yasodhara Indrapada mit dem Jayamangala den wohl wichtigsten Kommentar zum Kamasutra. Zahlreiche Spezialtermini, besonders aus dem letzten Hauptteil, konnten jedoch bis heute nicht vollständig entschlüsselt werden. Obgleich das Kamasutra wesentlich mehr als eine Darstellung von Liebestechniken ist, wurde es vor allem durch die teilweise abenteuerlichen Stellungen beim Koitus bekannt. W. W. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Das wohl berühmteste Buch über die Liebeskunst und eines der beliebtesten Hochzeitsgeschenke, Das Kamasutra (dtv 20010) wurde jetzt von der indischen Regisseurin Mira Nair (Salaam Bombay; Mississippi Masala) für die Leinwand adaptiert, in den Hauptrollen Sarita Choidhury (Das Geisterhaus) und Naveen Andrews (Der englische Patient). Die Geschichte spielt im 16. Jahrhundert und ist eine Dramatisierung der wunderbaren Philosophie des Textes, mit dem Nichtkenner häufig eine Art »Stellungskrieg im Bett« assoziieren, der aber von der Wiederentdeckung dessen handelt, was Liebe, Sex und Zärtlichkeit wirklich bedeuten sollten. Der Vergleich zwischen Buch und Verfilmung ist bestimmt sehr interessant - und anregend.Filmstart war am 8. Mai 1997. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenporträt

Prof. Dr. Klaus Mylius ist emeritierter Ordinarius für Indologie an der Universität Leipzig und gilt als einer der besten Kenner und Übersetzer der alten indischen Literatur.
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