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Das Königshaus der Monster: Roman
 
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Das Königshaus der Monster: Roman [Gebundene Ausgabe]

Jonathan Barnes , Biggy Winter
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Piper (März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492701760
  • ISBN-13: 978-3492701761
  • Originaltitel: Domino Men
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 346.428 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jonathan Barnes
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Der beste phantastische Roman des Jahres!« Rocky Mountain News

Kurzbeschreibung

Dies ist die Geschichte des letzten Krieges, des Untergangs des britischen Königs-hauses, der Vernichtung unserer Welt. Sie werden Serienkillern begegnen, die sich wie Schuljungen kleiden. Männern mit Fischköpfen, mörderischen Rockmusikern, körperlosen Agentinnen. Und Henry, der gerade einen neuen Job angefangen hat und der uns alle retten wird … Doch vertrauen Sie ihm nicht! Denn Henry ist ein Lügner. Er verdreht die Wahrheit, wie es ihm beliebt. Er hat Blut an den Händen – das Blut der ganzen Welt. »Der beste phantastische Roman des Jahres!« Rocky Mountain News

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vertraue dem Programm 22. Juli 2009
Von callisto TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Henry Lamb ist ein Antiheld wie er im Buche steht. Fast 30 arbeitet er in der staatlichen Archivverwaltung und ist ein Absoluter Beginner, also eine männliche Jungfrau. Dabei fing sein Leben so gut an. Er war Kinderstar in einer Serie, auch wenn er immer nur einen Satz sagen musste "Ich war's nicht. Großvater war's."
Henry ist unsterblich in seine Hauswirtin Abbey verliebt und hofft jeden morgen, dass er sie sieht, bevor er zur Arbeit geht. Das einzige, was ihn wirklich belastet ist, dass sein geliebter Großvater im Koma liegt.
Henrys Leben könnte so wunderbar langweilig weitergehen, wenn er nicht plötzlich versetzt würde und zwar zu einer Abteilung namens "Das Direktorium". Plötzlich findet Lamb sich als Agent dieser geheimen Organisation wieder und soll die Welt retten. Auch die beruhigende Zusprache seiner Kollegin Barbara "Das Direktorium nimmt nur die Besten. Die Spitzentalente. Die Wunderkinder [...] Und natürlich Sie Henry" (S. 294) kann ihn nicht wirklich beruhigen, denn nichts in seinem Leben ist Zufall und hinter allem steckt sein Großvater, der dummerweise im Koma liegt.

Diese Geschichte ist keine direkte Fortsetzung von "Das Alptraumreich des Edward Moon", sondern spielt 2007. Dennoch begegnen einem einige bekannte Gesichter aus "Edward Moon" wie der Chef des Direktoriums, der nun 175 Jahre alt ist und in einem riesigen Tank im "London Eye" schwimmt oder die mörderischen Zwillinge Hawker und Boon. Jonathan Barnes erweitert sein Kabinett an kuriosen Charakteren um ehemalige Professoren, die nun als Taxifahrer arbeiten, drogensüchtige Prinzen, aus dem Jenseits zurückgekehrte Agentinnen und töpfernde Agentinnen im Ruhestand.
Auch die Darstellung von Gewalt bleibt wie im ersten Teil sehr drastisch. "[...] als Hawker und Boon an seine Seite traten, mit einem wohlgezielten Schlag das Schutzgitter seines Ventilators wegbrachen und den Kippschalter betätigten. Und dann drückten sie Mister Strathams Gesicht in die wirbelnden Ventilatorblätter [...]" (S. 311)
Es gibt auch einige lustige Szenen, wie die Sicherheitseinweisung für Büroangestellte "Jedes Büro ist eine potentielle Todesfalle" (S. 33)
Die Geschichte wird als Rückblick von Henry Lamb geschrieben. Er beschreibt was er erlebte und wie er es erlebte mit einigen Einschüben einer anderen Persönlichkeit, die für ganze Kapitel übernimmt und die Geschichte des ampersandsüchtigen englischen Thronfolgers erzählt. Schon, dass eine Droge Ampersand, also Et-Zeichen "&" genannt wird ist bezeichnend für das Buch. Nach und nach vermischen sich diese beiden Handlungsstränge bis sie verschmelzen und man erahnt wie Henrys andere Persönlichkeit entstand. Diese Erzählweise verrät schon durch ihre Konzeption einiges von den zukünftigen Ereignissen, jedoch rettet sich der Autor in diesem Fall mit einem deus ex machina, bzw. in Form eines total abgedrehten Schlusses, den niemand auch nur ansatzweise erahnen oder wirklich verstehen kann.
Ähnlich wie "Das Alptraumreich des Edward Moon" beginnt das Buch recht interessant, mit einem eigenwilligen Helden und streckenweise recht witzig, lässt aber mit Fortschreiten der Geschichte immer mehr nach, bis es sich zum Schluss in absoluter Abstrusität verliert, die möglicherweise als missglückte Hommage an Douglas Adams gedacht war, die jedoch nicht funktioniert.
Wirklich gelungen ist das Bild der Dominomänner zu Beginn des Buches, die beiden sind sehr gut getroffen und hätten ein deutlich besseres Titelbild abgegeben als das Gewählte, das mit dem Inhalt nur bedingt etwas zu tun hat.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Antwort ist... ja 25. Oktober 2010
Von basssopran TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Henry Lamb ist ein kleiner Angestellter in einem Archiv. Er wohnt zur Untermiete und ist in seine Vermieterin verliebt, vermutet aber, dass sie an einem blassen Langweiler wie ihm kein Interesse hat. Alles ändert sich, als sein Großvater ins Koma fällt. Plötzlich wird er in eine andere Abteilung versetzt, "Das Direktorium", er findet ein geheimes Tagebuch im leer stehenden Haus seines Großvaters, das in Flammen aufgeht, Leute fallen vom Himmel und er wird seinem neuen Chef vorgeführt, der ihm eröffnet, er sei des Landes letzte Hoffnung: er müsse als Agent einen Krieg verhindern. Denn das Königshaus plane, ganz London einer feindlichen Macht zu überschreiben. Für kleinere Gegenleistungen, deren Echtheit und Effektivität nicht nachzuweisen sind. Ein paralleler Handlungsstrang erzählt von einem windigen Typen, der den Prinzen von Wales gefügig und abhängig macht.
Obwohl ich Geschichten dieser Art eigentlich nicht lese, fand ich das Buch sehr spannend, ausgesprochen eloquent und gewandt geschrieben, teilweise witzig, ein bisschen düster und sehr britisch. Alle kleinen Handlungsstränge führen irgendwo hin und werden am Ende noch einmal gebraucht, manche auch für sehr überraschende Wendungen. Das einzig Störende waren diese vorausgreifenden Unkungen - ich ahnte ja nicht, dass ich ihn nicht wiedersehen würde" oder heute weiß ich, dass er Recht hatte", davon gab es ein paar zu viel.
Und der Klappentext hat sowas von gar nix mit der Geschichte zu tun...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stevo
Format:Gebundene Ausgabe
London 2007
Henry Lamb macht seinem Namen alle Ehre. Er ist wahrscheinlich der harmloseste Mensch, den man sich vorstellen kann und fristet ein langweiliges und völlig ereignisloses Beamtendasein. Das einzig aufregende in seinem Leben ist seine attraktive Hauswirtin, doch mit der weiß Henry Nichts anzufangen.
Doch ein schwerer und überaus mysteriöser Unfall seines Großvaters bringt sein Leben gehörig durcheinander. Das streng geheime Direktorium tritt an ihn heran und rekrutiert den ahnungslosen Henry, der plötzlich mitten in einen geheimen Bürgerkrieg verstrickt ist.
Nun nimmt die Handlung endgültig Fahrt auf und führt uns mit einer rasanten, kuriosen und irrwitzigen Geschichte quer durch ein zunehmend entfremdetes London. Besonders das "London Eye" werden Sie bei ihrem nächsten Londonbesuch mit anderen Augen sehen. Aber bringen Sie sich bitte dringend in Sicherheit wenn Sie zwei seltsame Männer in Schuluniformen sehen - es ist zu Ihrem eigenen Wohl.

Jonathan Barnes gelingt es geschickt, sich jeder Zuordnung zu einem Genre zu entziehen - ich würde ihn irgendwo zwischen H.P. Lovecraft und Terry Pratchett ansiedeln - und an sein überragendes Debüt "Das Albtraumreich des Edward Moon" anzuknüpfen. Ein spannender, ein witziger, ein überaus lesenswerter Roman.
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