Henry Lamb ist ein kleiner Angestellter in einem Archiv. Er wohnt zur Untermiete und ist in seine Vermieterin verliebt, vermutet aber, dass sie an einem blassen Langweiler wie ihm kein Interesse hat. Alles ändert sich, als sein Großvater ins Koma fällt. Plötzlich wird er in eine andere Abteilung versetzt, "Das Direktorium", er findet ein geheimes Tagebuch im leer stehenden Haus seines Großvaters, das in Flammen aufgeht, Leute fallen vom Himmel und er wird seinem neuen Chef vorgeführt, der ihm eröffnet, er sei des Landes letzte Hoffnung: er müsse als Agent einen Krieg verhindern. Denn das Königshaus plane, ganz London einer feindlichen Macht zu überschreiben. Für kleinere Gegenleistungen, deren Echtheit und Effektivität nicht nachzuweisen sind. Ein paralleler Handlungsstrang erzählt von einem windigen Typen, der den Prinzen von Wales gefügig und abhängig macht.
Obwohl ich Geschichten dieser Art eigentlich nicht lese, fand ich das Buch sehr spannend, ausgesprochen eloquent und gewandt geschrieben, teilweise witzig, ein bisschen düster und sehr britisch. Alle kleinen Handlungsstränge führen irgendwo hin und werden am Ende noch einmal gebraucht, manche auch für sehr überraschende Wendungen. Das einzig Störende waren diese vorausgreifenden Unkungen - ich ahnte ja nicht, dass ich ihn nicht wiedersehen würde" oder heute weiß ich, dass er Recht hatte", davon gab es ein paar zu viel.
Und der Klappentext hat sowas von gar nix mit der Geschichte zu tun...