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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
überzeugt nicht...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Jungfrauenspiel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Mittelpunkt von Sandra Lessmanns neuem Roman "Das Jungfrauenspiel" steht Marianna Ashton, Frau des von der britischen Krone nach der Beteiligung an einem Komplott gegen Königin Elisabeth ins französische Exil verbannten nordenglischen Grafen Roger Ashton. Dieser wird von der britischen Krone verdächtigt, im Exil mit den Spaniern zusammenzuarbeiten und Kontakt zu dem berüchtigten Spion '"Der Greif"' zu haben, der bereits seit langem von den Briten gesucht wird.Als Marianna, die ihrem Mann ins Exil gefolgt ist, unter falschem Namen wieder nach England übersetzt, um ihren Sohn zurückzuholen, der ihr nach der Verbannung genommen wurde, werden sowohl sie als auch ihr Mann von der englischen Krone gefangen genommen. Bei dem Versuch der Briten, die Identität des "Greifs" durch Folter zu lüften, stirbt ihr Mann, während Marianna gezwungen wird, bei Verwandten zu spionieren, zu deren Haus "der Greif" Zugang haben soll. Der Preis für den Verrat an der eigenen Familie ist die Rückgabe ihres Kindes...' Nach den beiden Vorgängerromanen um Richter Trelawney und Pater Blackshaw kann der neue Roman von Sandra Lessmann mich nicht überzeugen. Obwohl die Geschichte einige gute Ansatzpunkte bietet, wirkt der Plot insgesamt undurchdacht, vorhersehbar, dümpelt größtenteils ohne nennenswerte Ereignisse vor sich hin und ist vielfach sogar unrealistisch. So habe ich mich während des Lesens beispielsweise gefragt, warum ausgerechnet Marianna Ashton zur Enttarnung eines angeblich so gefährlichen und berüchtigten Spions eingesetzt wird, wo es doch den hochrangigsten Spionen der britischen Krone bis dato nicht gelungen war, den Spion zu überführen. Ihre "Ermittlungen" bei ihren Verwandten verlaufen daher auch schleppend und führen eigentlich nie zu einem nennenswerten Ergebnis, das beim Lesen Spannung hätte erzeugen können. Marianna Ashton selbst war mir während des gesamten Buches unsympathisch und ihre Motive größtenteils unglaubwürdig. Die vielfache Hervorhebung ihrer Liebe zu ihrem Sohn bzw. ihrer Achtung für ihren Mann wurde durch ihre Handlungen kaum bestätigt. So verliebt sie sich beispielsweise mal eben, kaum das ihr Mann tot ist, in James Danvers, einen Freund ihres Vetters, obwohl sie angeblich so sehr um ihren Mann und ihren Sohn trauert und kaum einen klaren Gedanken fassen kann. Auch die Sprache der Autorin war - im Gegensatz zu ihren vorherigen Büchern - an manchen Stellen des Buches unterirdisch. Insbesondere die Passagen, wo immer wieder darauf hingewiesen wird, wie 'einfühlsam' und 'verständnisvoll' sich James Danvers gegenüber Marianna verhält und was für eine Stütze er ihr in 'Zeiten ihrer großen Not' ist, weshalb sie ihm am laufenden Bande '"ein dankbares Lächeln zuwirft"', hatten schon fast Groschenroman-Niveau. Ich habe mich beim Lesen wirklich gefragt, ob dieses Buch von der gleichen Autorin geschrieben wurde. Mein Fazit: Die Autorin kann es definitiv besser - wie '"Die Richter des Königs"' und '"Die Sündentochter"' gezeigt haben - und es bleibt zu hoffen, dass sie bei Folgeromanen zu alter Stärke zurückfindet! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ist das wirklich von Frau Lessmann?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Jungfrauenspiel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die beiden vorherigen Romane aus Frau Lessmanns Feder ("Die Richter des Königs" & "Die Sündentochter") haben mir ausnehmend gut gefallen. Da stand es dann auch ausser Frage, sofort bei "Das Jungfrauenspiel" zuzugreifen. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern stellte sich "Das Jungfrauenspiel" für mich dann aber doch eher als Enttäuschung heraus:Frau Lessmann hat zwar auch hier wieder ihre Liebe zum (historischen) Detail gut umgesetzt, aber im Vergleich zu den beiden Vorgängern wirkt "Das Jungfrauenspiel" irgendwie unfertig, undurchdacht und vor allem unglaubwürdig: Marianna soll spionieren, damit sie ihren Sohn zurück bekommt und plappert natürlich sofort aus, dass sie aus diesem Grunde spioniert. Innerhalb kürzester Zeit wissen alle von ihr auszuspionierenden Personen, dass sie ausspioniert werden sollen. Ähm, tja.... Während Frau Lessmann in den Jeremy Blackshaw-Romanen m.E. die Charaktere samt und sonders fein gezeichnet hat, bleibt hier nicht nur die Protagonistin etwas schablonenhaft, sondern auch die meisten anderen Hauptcharaktere. Ausserdem habe ich mich die meiste Zeit an einen dieser Romane erinnert gefühlt, deren Cover kleine zarte Damen in den Armen langmähniger Muskelpakete zeigen. Jedem das seine, aber das habe ich von einem Lessmann-Roman nun wirklich nicht erwartet. Hatte daher fast den Eindruck, dass "Das Jungfrauenspiel" Frau Lessmanns nicht ausgereifter Erstling ist, der einer mittlerweile Lessmann-begeisterten Leserschaft - zu der ich auch mich zähle - einfach untergejubelt werden sollte :-(. Frau Lessmann, Sie können es wesentlich besser, wie Sie uns doch schon bewiesen haben! Beim nächsten Mal bitte wieder einen Roman in "Blackshaw-Qualität"! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Spionage im 16. Jahrhundert,
Von Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 100 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Das Jungfrauenspiel: Roman (Gebundene Ausgabe)
1583 hält der Greif Sir Francis Walsingham und seinen Geheimdienst in Atem. Bisher sind alle Anstrengungen, ihn zu enttarnen fehlgeschlagen. Er vermutet, dass sich der Spion im Umfeld von Marianna Ashtons Familie aufhält. So lockt er das im Exil lebende Ehepaar Ashton wieder in ihre ehemalige Heimat, indem er ihren Sohn entführen lässt. Die so rasant beginnende Geschichte lässt nun eine Verschnaufpause, indem der Leser die Charaktere kennenlernen und sortieren kann. Marianna erfährt, dass sie im Auftrag des Ersten Sekretärs der Königin ihre eigene Verwandtschaft bespitzeln soll. Dafür soll sie als Lohn ihren Sohn zurück erhalten. Sie zögert keine Sekunde und vertraut sich ebenso schnell dem Freund ihres Vetters an. Mit ihm gemeinsam sucht sie nun nach der Identität des Greifs. Dabei begibt sie sich häufig in Gefahr, bis sie das politische Spiel enttarnt und dabei gleichzeitig das ebenso verwirrende Parkett der Liebe betritt.Der dritte historische Roman von Sandra Lessmann ist eine eigenständige in sich abgeschlossene Geschichte, die allerdings auch eine Fortsetzung zulässt. Im Vergleich zu den Fällen um Jeremy Blackshaw in Die Richter des Königs" und Die Sündentochter" schneidet dieses Buch nicht so gut ab. Teilweise erschienen mir die Situationen und Handlungen zu hektisch und unüberlegt. Da der Roman sich sehr auf das geheime Spionagenetz des Sir Francis Walsingham stützt, empfand ich das als störend. Das ist aber auch das einzige Manko, denn das Buch lässt sich gut lesen und bietet nette Unterhaltung. Es bietet einen rasanten Agententhriller einschließlich Liebesgeschichte mit einem leichten Einstieg. Hervorzuheben ist, dass sich diese fiktive Geschichte exakt in die tatsächlichen historischen Abläufe einpasst. Die Autorin hat wieder einmal eine umfangreiche Recherche über eine Zeit der Verschwörungen am Hof Elisabeth I vorangestellt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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