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Das Jenseits der Philosophie: Wider das dualistische Erkenntnisprinzip [Gebundene Ausgabe]

Josef Mitterer
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Kurzbeschreibung

22. September 2011
"Am Anfang der Philosophie stehen nicht Probleme, sondern nicht problematisierte Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen sind dichotomische Unterscheidungen (in der Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie etwa die Dichotomien Sprache - Welt, Beschreibung - Objekt, Sein - Bewusstsein, Subjekt - Objekt)". Eben diese Voraussetzungen und die Konsequenzen, die sie zeitigen, klärt Josef Mitterer auf.
Gegenüber der "Dualisierenden Redeweise" in der Philosophie unserer Kultur entwickelt Mitterer eine "Nicht-dualisierende Redeweise". Wie der im vergangenen Jahr bei Velbrück Wissenschaft von Alexander Riegler und Stefan Weber herausgegebene Band Die Dritte Philosophie. Kritische Beiträge zu Josef Mitterers Non-Dualismus zeigt, wird das Potenzial der Dualismuskritik Mitterers mittlerweile international nicht nur im Bereich der Philosophie erprobt, sondern etwa auch in Pädagogik, Soziologie, Medien- und Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft.
Josef Mitterer hat - so in der Einleitung zu Die Dritte Philosophie - "ein philosophisches Modell entwickelt, das sich vom Sprache/Wirklichkeits-Dualismus sowie von der Wahrheits- und Objektorientierung unseres Denkens verabschiedet, ohne dabei relativistisch oder konstruktivistisch zu argumentieren. Der Non-Dualismus erhebt vielmehr den Anspruch, eine Dritte Philosophie jenseits von Idealismus (oder Konstruktivismus) und Realismus zu sein. 'Der Konstruktivismus ist eine Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen Sprache und Wirklichkeit, der Realismus ist eine andere Antwort', schreibt Mitterer lapidar.
Doch welche Antwort gibt er selbst? Er rät - als Novum in der Philosophie -, Sprache und Wirklichkeit als eine Einheit zu denken: "Das Objekt der Beschreibung ist nicht beschreibungs- oder 'sprachverschieden', sondern jener Teil der Beschreibung, der bereits ausgeführt worden ist." Das klingt irgendwie konstruktivistisch. Doch die "Nicht-dualistische Redeweise vertritt nicht die These, dass die Beschreibung das Objekt konstituiert. Sie vertritt hingegen die These, dass die Beschreibung das Objekt ändert." (...)
Auf jeden Fall gelingt es Mitterer mit einer sparsamen, ja fast minimalistischen Terminologie, unser dualistisches Weltbild auf den Kopf zu stellen und uns gleichzeitig der säuberlichen Grenzlinie zwischen Begriffen und Gegenständen zu berauben. (...) Mitterer will zeigen, dass Thesen nicht an Objekten scheitern, sondern an neuen Thesen, weil Objekte die Beschreibungen so far sind. Er dreht unsere herkömmliche Denkrichtung um - von der Orientierung auf Objekte hin zur Orientierung auf neue Beschreibungen.

Hinweise und Aktionen

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Wird oft zusammen gekauft

Das Jenseits der Philosophie: Wider das dualistische Erkenntnisprinzip + Die Flucht aus der Beliebigkeit + Die Dritte Philosophie: Kritische Beiträge zu Josef Mitterers Non-Dualismus
Preis für alle drei: EUR 59,50

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 140 Seiten
  • Verlag: Velbrück; Auflage: 1. (22. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942393255
  • ISBN-13: 978-3942393256
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 467.400 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Josef Mitterer lehrt Philosophie an der Universität Klagenfurt. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit der Rekonstruktion der dualistischen Voraussetzungen der Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie und mit der Entwicklung einer non-dualistischen Alternative des Denkens, die Objekt und Beschreibungen als Einheit konzipiert. Das Jenseits der Philosophie wurde zuerst 1992 im Passagen Verlag veröffentlicht, zuletzt in dritter Auflage 2000. Die Flucht aus der Beliebigkeit erschien zuerst als Privatdruck beim Drava Verlag, danach in zwei Auflagen bei S. Fischer (2001).

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Das Buch wurde von Siegfried. J. Schmidt in seinem Beitrag zu dem Buch 'Schlüsselwerke des Konstruktivismus' als Weg aus dem Konstruktivismus heraus gepriesen. Diesen Anspruch kann das Buch nicht einmal ansatzweise erfüllen. Ich blende die Auseinandersetzungen mit dem Dualismus gleich aus, da er für mich nicht fruchtbar war und ins Leere läuft, und beziehe mich auf den Anhang zur Kritik an Maturana. In der Tat ist es eine reine Kritik an Maturana, weniger an den entscheidenden Aussagen des Konstruktivismus, ändert wenig an ihnen. Es kann eher hier und da Maturanas sprachliche Ungenauigkeiten gerügt werden, aber das ändert nichts an der Aussage, dass der Mensch die Welt nur über sich wahrnehmen kann. Das heißt auch nicht, dass er nicht Annahmen vorbringen kann, die für ihn zutreffend erscheinen. Mit einer bestätigten Wahrheit darf das natürlich nicht gleichgesetzt werden. Daran ändert auch dieses Buch nichts. Wenn das hier der entscheidende Schlag gegen den Konstruktivismus gewesen sein soll, dann hat der Konstruktivismus nichts zu befürchten. Der Konstruktivismus sollte nicht unreflektiert stehen gelassen werden, aber ich finde nicht, dass das Buch irgendeinen tiefergehenden Beitrag dazu leistet. Aber andere mögen das anders sehen. Darüber hinaus ist das Buch auch noch im Gedankengang ziemlich langweilig. Nach Nietzsche sollte es niemanden verziehen werden, wenn er einen langweilt. Nun könnte man sagen das bringt der Inhalt so mit sich. Aber ich glaube nicht. Sind die Gedanken spannend, wird auch ein schwieriger Themenbereich spannend, bzw. der Themenbereich ist ohnehin spannend, es ist schon eine Kunst ihn unspannend zu machen.... Lesen Sie weiter... ›
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