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Das Jahrhundert des Kinos - 100 Jahre Film: Gesamtedition (7 DVDs)
 
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Das Jahrhundert des Kinos - 100 Jahre Film: Gesamtedition (7 DVDs)

 Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Format: HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Mehrsprachig
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 7
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: absolut Medien GmbH
  • Erscheinungstermin: 28. November 2005
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 1270 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0009RRRQY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 83.456 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Das Jahrhundert des Kinos - 100 Jahre Film"

Filmgeschichte Weltweit

DVD 1/Teil 1: USA
Martin Scorseses Reise durch den amerikanischen Film.
"Ich kann Ihnen nur von dem erzählen, was mich bewegt oder fasziniert hat. Ich kann hier nicht objektiv sein. Das ist wie ein imaginäres Museum, leider können wir nicht jeden Raum betreten. Dafür haben wir einfach nicht genug Zeit. Also erzähle ich von einigen Filmen, die meine Träume bereichert haben, die meine Sicht der Dinge und manchmal sogar mein Leben verändert haben, Filme, die mich dazu gebracht haben, selbst Filmemacher zu werden, koste es, was es wolle."
- Martin Scorsese



DVD 2/Teil 2: Asien
"Yang and Yin - Das Spiel der Geschlechter im chinesischen Kino"
Rollen- und Kleidertausch haben eine ebenso lange wie einmalige Tradition im chinesischen Kino. Dem geht Stanley Kwan, als Junge dem Männlichkeitsmythos der Kung-Fu-Filme verfallen, heute ausschließlich Frauen filmend (RED ROSE - WHITE ROSE, ACTRESS, ROUGE), auf den Grund.

"100 Jahre japanisches Kino"
In einer bewegenden Montage von Filmausschnitten führt Nagisa Oshima dessen erotisches Epos IM REICH DER SINNE (1976) zu den radikalsten Werken der Filmgeschichte zählt - vor, wie der japanische Film erst nach und nach und in Ablösung vom traditionellen Theater zu einer eigenständigen Sprache findet.

"Korea Kino im Aufbruch"
Sun-Woos Film geht davon aus, dass eine enge Beziehung besteht zwischen der Geschichte Koreas im 20. Jh. und der Entwicklung des koreanischen Films: In einem Land, das bis vor kurzem noch kolonialisiert war und autoritären Militärregierungen unterstand, war auch die Filmindustrie jeder Art von Unterdrückung und Kontrolle ausgesetzt. Somit bietet dieser Film einen sehr persönlichen Einblick in ein verborgenes Kapitel der Filmgeschichte zwischen Propaganda und Zensur und endet mit einer Demonstration für die Freilassung aller politischen Gefangenen.



DVD 3/Teil 3: Westeuropa
"Typisch Britisch"
Tea-Time mit Stephen Frears als einem der bedeutendsten Regisseure des New British Cinema, mit dem Kritiker Gavin Lambert, und den Regisseuren Michael Apted und Alan Parker.

"Irland: Sind wir allein?"
Es gibt zweifellos mehr ausländische Filmemacher, die Filme über und in Irland drehten, als irische Filmemacher selbst. Nicht ohne Wut spricht Regisseur Donald Taylor Black von der ständigen Anpassung des irischen an das britische Kino. Anhand von reichem, z.T. nie gezeigtem Archivmaterial wird u.a. gefragt, wie die Kluft zwischen dem Wusch nach typisch irischen Stoffen und den Erwartungen eines internationalen Publikums geschlossen werden kann.

"2x50 ans de cinéma français"
Dieser Teil der Filmgeschichte ist mehr als ein Dokumentarfilm es ist ein echter Godard mit Michel Piccoli. Zwei Größen des französischen Films treffen aufeinander, die Kontroverse ist eröffnet: Sollte man nicht darauf verzichten, alle 100 Jahre Geburtstagswünsche auszusprechen und stattdessen jeden Tag feiern, NICHT Geburtstag zu haben? Ein Film über das Gedächtnis, der das Prinzip des Jubiläums in Frage stellt und es ausdrücklich freistellt, die Maßnahme des Vergessens zu ergreifen.
Haben die Menschen noch eine Erinnerung an jene Regisseure oder Schauspieler, die ein Jahrhundert Kino prägten? Welche Bedeutung und welche Wirkung hatte das Schaffen der Brüder Lumière, eines Georges Meliès oder der Brüder Pathé? Godard ist es nicht gelungen, die Rechte für ALLE Ausschnitte zu erhalten, die er gern gezeigt hätte. So erscheint an jeder Stelle, an der ihm ein solcher Ausschnitt fehlt, der Hinweis No copyright. Entstanden ist ein Stück Kinogeschichte, das die Leerstellen mit bedenkt und doch die großen Regisseure, Theoretiker, Schriftsteller und Historiker, die den französischen Film maßgeblich beeinflussten, in Wort und Bild zur Sprache bringt.



DVD 4/Teil 4: Mittel- und Osteuropa
"Die Nacht der Regisseure"
Edgar Reitz ohne Zweifel ein begnadeter Chronist wie seine voluminösen Heimat-Chroniken beweisen präsentiert in seinem Beitrag prominente Perspektiven auf die bewegte deutsche (Film-)Geschichte. Mit Enno Patalas, ehemals Leiter des Münchner Filmmuseums, erweckt er eine imaginäre Kinemathek zum Leben, in der Film als Sieg der Phantasie über die Wirklichkeit gefeiert wird. Im großen Vorführsaal gibt sich die Elite des deutschen Films ein Stelldichein.

"Polen 100 Years of Polish Cinema"
Das polnische Kino ist Dank der Arbeit von Regisseuren wie Kieslowski oder Wajda in den vergangenen Jahrzehnten hierzulande sehr präsent gewesen. Sie stehen in einer langen Tradition: Seit den 30er Jahren waren Schauspieler wie Lidia Wysocka, Jadzia Andrzejewska, Mira Ziminska und Stanislaw Sielanski sehr populär: Ausschnitte ihrer frühen Filmen sowie rückblickende, sehr persönlichen Interviews zur polnischen Filmgeschichte erhellen auch die Anfänge.



DVD 5/Teil 5: Russland, Indien, Lateinamerika
"Russland The Russian Idea"
Das russische Kino wollte nicht primär unterhalten, es wollte die Welt verändern. Selyanov führt in seinem Beitrag zur Filmgeschichte aus, wie die russischen Visionäre von der staatlichen Utopie vereinnahmt werden und zeigt Ausschnitte aus zahlreichen Revolutionsfilmen. Im Zentrum dieser Reise stehen die Anfänge des russischen Films und der sogenannten russischen Idee sowie deren ideologischer Kehrseite.

"Indien and the show must go on"
Indien produziert alljährlich ca. 800 Spielfilme in 16 verschiedenen Sprachen, besitzt die größte nationale Filmindustrie, die sich in Bombay (Bollywood) niedergelassen hat. Von dieser immensen Produktion finden nur sehr wenige Filme ihren Weg ins Ausland. Hier ein umfassender Überblick seit den Anfängen 1912 über die 30er Jahre bis zum Realismus eines Satayajit Ray. Wenngleich das Mainstream-Kino mit Tanz, Stars und Musik weiter zur Traumfabrik ausgebaut wurde, schufen Regisseure wie Oskiroti und Padmananbhan neue Typen indischer Charaktere.

Lateinamerika Kino der Tränen"
Nelson Pareira dos Santos, der als einer der Hauptvertreter des brasilianischen Cinema Novo gilt, gestaltete seinen Beitrag zur Filmgeschichte als zeitgenössisches Drama: Ausgangspunkt ist die Begegnung des jungen Studenten Yves mit dem berühmten alternden Schauspieler-Regisseur Rodrigo Ferreira und ihre gemeinsame Reise zum Mexikanischen Filminstitut. Die Recherche ist eine persönliche Suche Rodrigos: als er vier Jahre alt war, starb seine Mutter in der Nacht, in der sie in Tränen aufgelöst von einer Kinovorstellung nach Hause kam. Welchen Film hatte sie gesehen, bevor sie starb?



DVD 6/Teil 6: Skandinavien, Australien, Neuseeland
"Skandinavien Kino der Neugier"
Stig Björkman wird in einem Patchwork von Interviews und Filmausschnitten dem lebendigen, vielfältigen und dynamischen Filmschaffen der skandinavischen Länder gerecht, ohne die Eigenheiten zu nivellieren.

"Australien - 40.000 Years of Dreaming"
Im Falle Australiens begleitet die Kinoproduktion nahezu in Echtzeit das Entstehen einer jungen Nation. Der Mad Max des australischen Kinos George Miller markiert die Etappen auf seine Art. Für ihn sind Filme zunächst visuelle Musik, öffentliche Träume und Mythen wie die Liedtexte der weißen Australier, die zurückgreifen auf die Tradition der Lieder der Aborigines: 40.000 Jahre des Träumens.

"Neuseeland - Kino der Unruhe - von Sam Neill"
Die neuseeländische Filmgeschichte ist die einer späten, erstaunlichen Entwicklung, in die uns Sam Neill als Insider einführt. Dabei kreuzt sich die Filmgeschichte stets aufs Neue mit dem Leben des Schauspielers Neill.



DVD 7/Teil 7: Italien
"Ich bin Amerikaner. Als ich mich fürs Filmemachen entschied, dachte ich natürlich, mein Platz wäre in Hollywood. Aber je mehr Filme ich machte, desto klarer wurde mir, welchen Einfluss das italienische Kino auf mich gehabt hatte. Als Filmemacher habe ich mich nie als Hollywood-Regisseur gefühlt, und ich bin offensichtlich kein italienischer Filmemacher. Ich muss meine Heimat dazwischen finden, um mich wohl zu fühlen. Heute hat man den Eindruck, es gebe nur amerikanisches Kino, der Rest sei zweitrangig, auch das italienische Kino. Das stimmt nicht. Und das war für mich der Grund, diese Dokumentation zu machen. Wenn ich die Filme, über die ich hier sprechen möchte, nicht gesehen hätte, wäre ich ein anderer Mensch und ein anderer Filmemacher."
- Martin Scorsese

Produktbeschreibungen

DAS JAHRHUNDERT DES KINOS


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Kundenrezensionen

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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fortunato Lucchresi TOP 1000 REZENSENT
100 Jahre Filmgeschichte weltweit will diese Dokumentation bewältigen, damit hat sie sich großes vorgenommen. Mehr als 21 Stunden Laufzeit scheinen üppig bemessen, aber da für die meisten Beiträge ca. eine Stunde reichen muss, wird klar, das die weltweite Filmgeschichte gerade mal angerissen wird.

Weil jeder der 16 Beiträge einen anderen Autor hat (außer USA und Italien, die beide von Scorsese betreut werden), stehen herausragende Dokumentationen neben lauwarmen und gänzlich misslungenen Dokumentationen.
In Bezug auf die Laufzeit finde ich rund ein drittel (USA, Russland, Australien und Italien) begeisternd. Ein Großteil ist mittelmaß, zum einmaligen Schauen in Ordnung, das ich aber nicht ungedingt im Regal stehen haben muss und wahrscheinlich auch nicht mehr angucken werde. Ohne die Beiträge von Scorsese wäre ich von der Box sehr enttäuscht gewesen.
Richtig geärgert haben mich die Dokumentationen über Frankreich und Skandinavien. Ich finde die Autoren der einzelnen Länder haben auch die Verantwortung, die Filme ihres Landes dem Zuschauer näher zu bringen, sie sind so etwas wie Botschafter. Was Godard (Frankreich) und Björkman (Skandinavien) da verzapfen ist unter aller Kanone. Das sind einfach nur auf intellektuell gebürstete, schlecht gemachte Egotrips.

Für 75,- Euro finde ich für die Kollektion zu teuer. 50,- Euro scheinen mir angemessen.

-- DVD 1
USA - Martin Scorseses Reise durch den amerikanischen Film, 225 min.
Scorsese zeigt den anderen, wie es gemacht wird. Seine Faszination für Film springt auf den Zuschauer über und man lässt sich plötzlich für Genres begeistern, die einen vorher nicht interessiert haben (bei mir war das beim Genrebeitrag über Musicals der Fall). Was Scorsese nicht hoch genug angerechnet werden kann, ist, das er sich auf seinen eigenen Geschmack verlässt. Es macht die Dokumentation gerade interessant, dass viele kleinere Filme hier Erwähnung finden. Also nicht die üblichen Verdächtigen, wie Casablanca und Vom Winde verweht! Das soll nicht heißen, dass das schlechte Filme sind, aber wer mit Scorsese die filmgeschichtlichen Trampelpfade verlässt, wird mit neuen Anregungen und Einsichten belohnt. Das vor allem die 1910er bis 1960er Jahre im Vordergrund stehen, empfinde ich nicht als Makel. (5 von 5 Sternen)
Man hat die Möglichkeit sich die DVD mit eingesprochenem deutschen Text anzusehen (wobei die Filmausschnitte wahlweise untertitelt sind) oder in der englischen Originalfassung. Ich finde hier, wie auch bei allen anderen Beiträgen, den eingesprochenen Text eine gute Lösung, die entspanntes Zusehen garantiert.

-- DVD 2
Yang & Yin: Das Spiel der Geschlechter im chinesischen Kino. Ein Film von Stanley Kwan, 79 min.
Davon abgesehen, das das Thema des Films die Geschlechterrollen umkreist und deshalb leider etwas eingeschränkt ist, hält es überraschende Einblicke in eine exotische Kinokultur bereit. Dieser Beiträg ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. (4 von 5 Sternen)

100 Jahre japanisches Kino. Ein Film von Nagisa Oshima, 52 min.
Schon deshalb nett, da dieser Beitrag im Gegensatz zu den meisten anderen einen chronologischen Überblick bietet, der mit 52 min. natürlich nur zu kurz ausfallen kann. (3,5 von 5 Sternen)

Korea - Kino im Aufbruch. Ein Film von Jang Sun-Woo, 52 min.
Sehr zähe Dokumentation, die, zu Recht, auf die politischen Umstände im Lande eingeht, diesen aber meiner Meinung nach zuviel Gewicht gibt. (2,5 von 5 Sternen)

-- DVD 3
Typisch britisch - ein Film von Stephen Frears. 52 min.
Stephen Frears (Mein wunderbarer Waschsalon) im Gespräch mit Alexander Mackendrick (Sweet smell of success, Ladykillers), Gavin Lambert, Michael Apted (Gorky Park, Gorillas im Nebel) und Alan Parker (Birdy, Angel Heart). Eine entspannt lockere Runde, die sich durch die britische Filmgeschichte plaudert. Die Herren haben dem britischen Kino selber entscheidende Impulse verliehen und garnieren ihre Einsichten mit Filmausschnitten. Teiweise etwas betulich, aber sehenswert. (4 von 5 Sternen)

Irland: Sind wir allein? Ein Film von Donald Taylor Black, 52 min.
Das ist nicht schlecht, das reißt einen aber auch nicht mit. (3 von 5 Sternen)

2x50 ans de cinéma français. Ein Film von Jean-Luc Godard und Anne-Marie Mièville, 52 min.
Es ist in Ordnung, dass Godard kein Freund der seichten Unterhaltung ist, aber musste dabei unbedingt ein völlig unverdaulicher Beitrag herauskommen? Godard beschwert sich darüber, welch wichtige Namen aus der Frühzeit des Kinos alle in Vergessenheit geraten sind. Statt uns mit ein paar dieser Personen bekannt zu machen, serviert er eine wilde Collage aus Texten, Bildern und Filmausschnitten, die spröde an einem vorüberzieht und nach 50 Minuten keine verwertbaren Informationen beim Zuschauer hinterlässt. Dazwischen gibt es alberne Spielszenen mit Michel Piccoli. Godards gekünstelte Selbstbeweihäucherung hat mir das französische Kino keinen Deut näher gebracht. (1 von 5 Sternen)

-- DVD 4
Die Nacht der Regisseure. Ein Film von Edgar Reitz, 87 min.
Ja, ja, die Deutschen als Dichter und Denker: gedankenschwer und zäh, so präsentieren Edgar Reitz und eine illustre Schar deutscher Regisseure und Regiseurinnen den deutschen Film. Fast über die Hälfte der spielfilmlangen Dokumentation fühlt man sich in ein Seminar über den politischen Film versetzt. Die unschöne Videoästhetik reißt leider auch nichts raus. Selbst für den Kinointeressierten nur leidlich spannend. (2,5 von 5 Sternen)

Polen - 100 Years of Polish Cinema. Ein Film von Pawel Lozinski, 61 min.
Lozinski geht mit seinem Beitrag den entgegengesetzten Weg von Reitz. Statt dröger Seminaratmosphäre hat man hier das wahre Leben vor sich, nämlich filmbegeisterte Leute von der Straße, die über ihre Kinoerlebnisse berichten. Sie haben sicher nur einen Bruchteil an Kinowissen, verglichen mit den Profis des deutschen Beitrags, aber ihre Erzählungen, wie das Kino ihr Leben begleitet und manchmal auch verändert hat, ist um vieles eindrucksvoller und aussagekräftiger. Von den Anfängen des Kinos bis etwa in die 80er Jahre reicht der Reigen. Leider sind keine Filmtitel oder Jahreszahlen eingeblendet, aber der durchweg lebendige Überblick unterhält bis zur letzten Minute. (4 von 5 Sternen)

-- DVD 5
Russland - The Russian Idea. Ein Film von Sergej Selyanov, 52 min.
Ein leidenschaftlicher Rundblick auf die bilderstürmerischen Anfangsjahre des russischen Kinos. Vor allem die 1920er und 1930er Jahre sind hier im Fokus. Diese Dokumentation funktioniert von allen anderen am ehesten als Film, da es keine gefilmten Interviews gibt. Der Bildteil besteht ausschließlich aus kommentierten Filmausschnitten. Das russische Kino wollte nicht unterhalten, sein Ziel war, die Welt zu verändern, der Beitrag wird dem Zitat in jeder Minute gerecht. (5 von 5 Sternen)

Indien - And the Show goes on. Ein Film von Mrinal Sen, 56 min.
Auch aus dem Land mit der weltweit größten Filmproduktion kommt ein lauwarmer Beitrag, der uninspiriert Filmausschnitte und Interviews aneinander reiht. Abgesehen von etwas durchgedreht tanzenden Indern in technicolor, die sehr erheiternd sind und der Erkenntnis, wie wichtig die Musikeinlage im indischen Film ist, bleibt nicht viel hängen. Im TV hätte ich den Beitrag wahrscheinlich nach 20 min. ausgeschaltet. (3 von 5 Sternen)

Lateinamerika - Kino der Tränen. Ein Film von Nelson Pereiro dos Santos, 52 min.
Aus den Infos zum Film: Ausgangspunkt ist die Begegnung des jungen Studenten Yves mit dem berühmten alternden Schauspieler-Regisseur Rodrigo Ferreira und ihre gemeinsame Reise zum Mexikanischen Filminstitut. Die Recherche ist eine persönliche Suche Rodrigos: als er vier Jahre alt war, starb seine Mutter in der Nacht, in der sie in Tränen aufgelöst von einer Kinovorstellung nach Hause kam. Welchen Film hatte sie gesehen, bevor sie starb?
Die recht spannende Frage lässt den Film interassant beginnen und melodramatisch enden. Dazwischen ist er zum Teil leider so schmonzettig, wie die uns gezeigten Filmausschnitte aus mexikanischen (?) Filmen der 1940er (?) Jahre. Die Fragezeichen stehen dort, da keine Informationen zu den Ausschnitten eingeblendet werden. (2,5 von 5 Sternen)

-- DVD 6
Skandinavien - Kino der Neugier. Ein Film von Stig Björkman, 50 min.
Ein Patchwork aus Interviews und Filmausschnitten, heißt es sinngemäß im Textteil der DVD. Und genau das ist es, ein Sammelsurium von Themen und Menschen ohne jeglichen roten Faden und mit konfusen Schnitten. Um das Ganze noch zu steigern, laufen sämtliche Filmausschnitte ohne Titeleinblendung und auch die Namen der Interviewpartner werden nicht eingeblendet. So geht der Informationsgehalt gegen Null, obwohl Skandinavien immerhin mit Regiegrößen wie Carl Theodor Dreyer, Ingmar Bergman, Lars von Trier und Aki Kaurismäki aufwarten kann. In der Schlusssequenz sehen wir Aki Kaurismäki mit einem unbekannten Menschen, beide beschimpfen sich derb, in einer offensichtlich gestellten Szene. Wäre Björkman (der Macher des Beitrags) nicht 1938 geboren, könnte man ihn für einen amoklaufenden Filmtstudenten halten. (1 von 5 Sternen)

Australien - 40.000 Years of Dreaming. Ein Film von George Miller, 67 min. Lesen Sie weiter... ›
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Filmgeschichte Weltweit 22. Juli 2009
Ganz guten Übersicht in die weltweite Filmgeschichte bis ungefähr 2000. Schade dasz keinen Englischen untertiteln gegeben sind un ein ganz merkwürdiges (und mangelhaftes) System um in die einzelne Programmen zu kommen. Inhaltlich vorzüglich, technische Gestaltung mangelhaft und überholt.
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