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Das Jahr der Seele: Anthologie
 
 
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Das Jahr der Seele: Anthologie [Taschenbuch]

Stefan George
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423127171
  • ISBN-13: 978-3423127172
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 11,9 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 661.346 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Stefan George haftet der Ruf des esoterischen Dichters an, dessen Poesie sich fremdartig raunend einem größeren Publikum verschließt. Seine berühmteste Sammlung von 1897 lehrt den vorurteilsfreien Leser das Gegenteil. »Komm in den totgesagten park und schau:« – möchte man mit der ersten Gedichtzeile allen zurufen, denn niemand sollte sich diese Höhepunkte deutschsprachiger Poesie entgehen lassen. In der typisch georgeschen Kleinschreibung mit eigenwilliger Interpunktion warten insgesamt 98 Gedichte auf ihre Neu- und Wiederentdeckung – erstmals in einer Taschenbuch-Einzelausgabe.

Stefan George (1868 – 1933) reiste studierend durch ganz Europa, traf die avantgardistischen Autoren Frankreichs und Englands. Ab 1900 lebte er überwiegend in Deutschland, seit 1903 in München. 1933 emigrierte er aus Protest gegen das Nazi-Regime nach Minusio bei Locarno.

Über den Autor

Stefan George (1868 - 1933) reiste studierend durch ganz Europa, traf die avantgardistischen Autoren Frankreichs und Englands. Ab 1900 lebte er überwiegend in Deutschland, seit 1903 in München. 1933 emigrierte er aus Protest gegen das Nazi-Regime nach Minusio bei Locarno.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Stefan Georges Gedichte gehören zum Erlesensten, was in deutscher Sprache hervorgebracht wurde. Es sind, wie der Verlag selbst schreibt, Höhepunkte deutschsprachiger Poesie, von gehobenem Geist und vergeistigtem Adel. Das Esoterische, das ihm bis heute aufgrund des Geheimnisvollen und Sektiererischen, mit dem er seine Person und sein ganzes Schaffen (für Außenstehende) umgab, anhaftet, erscheint heute in unserer sehr sekularen Welt mehr als je fremd und eigenartig, entspricht aber keineswegs der Bedeutung und Geltung, die seine Gedichte und vor allem seine Bild- und Sprachlichkeit verdienen müßte. Stefan George gehört daher neben Rilke (den einzigen, den ich zu nennen wage) und vielen anderen zu den ganz Großen der Poesie der Jahrhundertwende und damit zum Beginn der Moderne, von der wir noch heute, gerade auch in der Poesie, unerreicht zehren. Stefan George hätte es verdient, wieder entdeckt zu werden, diesmal aber ganz ohne den Geheimnis heischenden Deckmantel seiner Frühzeit; einfach aufgrund seiner vergeistigten, begeisternd-vergeisteten Bild- und Sprachlichkeit. Dieser Band in seiner schlichten Ausführung gibt einen nicht zuletzt kostengünstigen Überblick über wichtige Stationen seines Schaffens. Ein kleines und nicht weniger wichtiges Werk für die Westentasche. Für jeden, der Lyrik liebt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die gedichtsammlung gliedert sich in 3 Teile, den eigentlichen, der sammlung den namen gebenden teil " Das Jahr der Seele", dem der abschnitt "Überschriften und Widmungen" folgt. Die "Traurigen Tänze" schließen den band ab. Der zyklus "Das Jahr der Seele" gliedert sich in 3 Teile, und umfaßt die abschnitte "Nach der Lese", "waller im schnee" und "sieg des sommers". Es handelt sich nicht um naturlyrik im eigentlichen sinne: die in elegischem ton heraufbeschworenen künstlichen parklandschaften sind vielmehr, wie Hugo von Hofmannsthal sich ausdrückte, "träger eines anderen", ein ahnungsvolles andeuten von seelenzuständen einerseits, und ästhetischen Intentionen Stefan Georges andererseits. Die seelenwanderung beginnt im herbst mit bildern der hoffnung angesichts des mehr und mehr zunehmenden verfalls und sich immer mehr steigernder melancholie, die im 2. teil "Waller im Schnee" einen höhepunkt findet. Wendepunkt des triptychons ist der "Sieg des Sommers", in dem Georges prophezeiung von einer glänzenden wiedergeburt in der Kunst sich zu bewahrheiten scheint. Der abschnitt "Überschriften und Widmungen" beinhaltet selbstreflexionen Georges, aber auch gedichte über mitglieder seines Kreises, und ist von geringerer geschlossenheit als "Das Jahr der Seele". Erstmals präsentiert sich George hier als "seher", ein Anspruch, den er in seinen folgenden Werken konkretisiert. Der abschlußzyklus "Traurige Tänze" beinhaltet in strenger form komponierte kantilenen, in der George nicht nur den weltschmerz, sondern - wie F. Gundolf es formulierte, den "schmerz der welt" zum ausdruck brachte. Ingesamt stellt das "Jahr der Seele" einen höhepunkt im schaffen Georges dar, als er sich noch einem symbolismus und ästhetizismus im sinne Mallarmés verpflichtet fühlte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Stefan George 28. Oktober 2006
Von Dichtung&Kritik TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die in diesem Band zusammengefassten Verse Stefan Georges bilden einen jugendstilhaft-gotisch gepraegten Teil seines dichterischen Gesamtwerkes. In genau der hier vorliegenden Zusammenstellung liess George einst seine Gedichte unter eben demselben Titel auch erscheinen, allerdings legte George Wert auf dickes Papier, einen gewellten Rand und besonderen Druck, der in der hier vorliegenden Ausgabe verloren gegangen ist. Hier finden wir die Gedichte "anstaendig", artig gedruckt, gerade so, wie George es nicht gewollt haette, aber so, dass wir als moderne Leser ihn leicht rezipieren koennen (ich moechte mit dieser Anmerkung den besonders interessierten Leser darauf aufmerksam machen, dass man in Antiquariaten und manchmal auch auf dem Gebrauchtmarkt durchaus aeltere Ausgaben finden kann - bei einem Gedichtband ist es manchem vielleicht wichtig, den Ideen es Kuenstlers noch authentischer nachzuspueren).

In diesem Band finden sich Gedichte wie "Nach der Lese / Komm in den todgesagten Park und schau/..." oder das Gedicht vom Weg im Schnee oder dem Weg am Rande des Flusses, "Sieg des Sommers", "Blumen", "Rueckkehr" u.v.a..

Georges Gedichte sind duester, sie entsammen einer Zeit, in der George und sein Kreis einer Aristokratie des Geistes zustrebten und einen Weg zurueck zur Mystik und zur ernsten Schwere suchten, als Gegenpol zu einer aufkeimenden Uneigentlichkeit amerikanischer Schnellproduktionen.

Dieser Band ist meines Erachtens einer der schoensten Gedichtbaende Georges, es sind viele der Gedichte darin, die man heute noch besser kennt.

Lesenswert.
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