Wer befand sich nicht schon einmal in der Situation,dass man ein Buch nur wegen seines Endes las.Nun,mir ist es schon häufig so gegangen,besonders bei anderen Romanen von W.Hohlbein.Das soll nicht heißen,das dies schlimm sein muß,aber oft verliert man das Wesentliche dabei aus den Augen.Die Geschichte.
"Das Jahr des Greifen" ist ein Phantasieroman dessen Handlung in der Welt des Schwarzen Auges spielt.Diese Tatsache ist allerdings nicht besonders relevant,denn auch Leser,die mit Rollenspielen wie dem Schwarzen Auge keine Erfahrungen haben und sich auch nicht die etwas langweilige,aber informative,Einleitung durchlesen wollen,kommen sicherlich auf ihre Kosten.
Um nicht zuviel zu verraten umreiße ich die Geschichte nur Kurz.
Es geht um den Kampf der Menschen gegen die Orks und die Belagerung der strategisch wichtigen Stadt Greifenfurt.Es geht um den Kampf Martians,eines Inquisitors,gegen den Vampir Zerwas.Ihr begegnet Elfen,Feen,Zwerge und besucht parallele Welten voller Gefahren und Mystik.
Wie zuvor schon angedeutet steht bei diesem Buch die epische Geschichte im Vordergrund.Zu keinem Zeitpunkt fragt man sich wirklich wie das Buch zuende geht,sondern eher,ob die jeweilige Situation ein gutes Ende nimmt.Die Geschichte fixiert sich nicht auf nur einen Charakter und es wird keine klare Linie zwischen Gut und Böse gezogen.Man erhält Einblicke in die Gedanken der Orks,wie auch in die Gedanken der "Helden" aber keine Angst,man kann der Handlung jederzeit leicht folgen und sie ist keineswegs mit Charaktern überladen.Ihr solltet allerdings auch keine keine liebe,nette Heldengeschichte erwarten.Für einen Phantasieroman möchte ich mal sagen trieft das Buch nur so von Blut.Es wird nichts beschönigt und jeder Kampf wird recht schonungslos beschrieben.
Alles in Allem ein Muß für jeden Fan anspruchsvoller Abenteuer.
Hart,blutig und extrem realistisch,soweit man das bei Phantasieromanen überhaupt sagen kann,aber auch das Beste,was ich je gelesen habe.