Graugänse wurden zu Lorenz bevorzugten Studienobjekten sie folgten dem Forscher, sie schwammen mit ihm, und anscheinend kommunizierten sie sogar mit ihm. Lorenz beobachtete über Stunden und Tage hoch konzentriert seine Tiere und protokollierte jede noch so kleine Geste direkt auf Tonband. Ganze Gänselebensläufe wurden so über Jahrzehnte dokumentiert. 1936 war auf diese Art und Weise Martina, die wohl prominenteste Gans, geschlüpft. An ihr und anderen Gänsen beobachtete Konrad Lorenz ein Verhalten, für das er den Begriff Prägung fand. Wenn Sie eine junge Gans in Obhut des Menschen aus dem Ei schlüpfen lassen, so dass der Mensch das erste Lebewesen ist, das ihm begegnet, dann fixiert die junge Gans in nicht mehr rückgängig zu machender Weise ihre kindliche Anhänglichkeit an den Menschen, dem sie als erstes begegnet ist, und folgt ihm während ihrer ganzen Jugend so getreu nach, wie sie normalerweise den Eltern nachfolgen würde.