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Das Jagdgewehr: Liebesgeschichte in drei Briefen Audio-CD – Audiobook, Mai 2005


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Audio-CD, Audiobook, Mai 2005
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: KULTourWERK; Auflage: 1 (Mai 2005)
  • ISBN-10: 3000165789
  • ISBN-13: 978-3000165788
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.333.298 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 17. November 2005
Format: Audio CD
Dieses Kultbuch, von einem der bedeutendsten japanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, ist über 60 Jahre alt. Aus dieser literarischen Kostbarkeit ist nun im kleinen Schweizer Verlag Kain & Aber ein Hörbuch entstanden.

Zum Plot. Es geht um einen Jäger und drei Frauen. Christian Kracht liest zunächst quasi als Einstimmung 'Die letzte Nummer des Jägerfreundes', den befremdlichen Artikel eines Autors für die aktuelle Ausgabe einer Jagdzeitung. Und dieser Autor erhält nun neben dem Lob über seinen Artikel, vom Jäger Misugi auch drei Briefe zur Begutachtung.

Und es sind drei Frauen, die das Leben des Jägers bestimmten: seine Ehefrau, seine heimlich Geliebte, Cousine der Ehefrau, und deren Tochter.
Dabei hat dieser Misugi eine mittelalterliche Art seine Gefühle auszudrücken.

In drei sehr unterschiedlichen Abschiedsbriefen, aus drei sehr verschiedenartigen Perspektiven, erzählen diese Frauen die Geschichte des Jägers. Die Geschichte seines eigentlich immer einsamen Lebens.

Zunächst der sehr offene Brief von Shoko, Tochter von des Jägers heimlicher Geliebten, an den 'Onkel', wie sie ihn liebevoll nennt. Sie spricht von dem rätselhaften Tod der Mutter, der Traurigkeit und der unendlichen Einsamkeit der Erwachsenen. Die Mutter empfand die 'verbotene Liebe' als großes Verbrechen und nahm das Geheimnis mit in den Tod. Gelesen von Mavie Hörbiger.

Es folgt der Brief der Ehefrau Midori. Sehr devot, altmodisch, sehr japanisch. Sie hatte bis zu dem Tag, an dem sie das Verhältnis ihres Mannes mit der 6 Jahre älteren Saiko entdeckte, Ehestiftern gleich, Skandale verhindernd, die Ehebeziehung aufrecht erhalten.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Andreas Gryphius am 16. Mai 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Das Buch hat mich inhaltlich sehr berührt und ich kann es jedem empfehlen, der sich nicht gerne mit einfachen Parolen über das Leben zufrieden gibt und dem Gedanken über die Vielschichtigkeit in "Liebe Leben Tod" nicht fremd sind. Auch formal betrachtet nötigt es einem Respekt ab. Die Rahmengeschichte macht schon einen Umweg über den Dichter und sein Poem, und wirkt zunächst eher wie die ruhige Rückschau eines alt gewordenen Mannes, der nach dem wirtschaftlichen Erfolg sein Leben mit einsamen Gedanken auf der Jagd verbringt. Die Geschichte des Mannes wird dann in drei Briefen vor dem Leser ausgebreitet: Die Tochter seiner Geliebten, seine Frau und die Mätresse selbst. Was Yasushi Inoue hier zustande bringt, finde ich ganz einfach genial, denn die kollektive Gesellschaft Japans und die Etikette verbieten es, dass dieses Thema in der direkten Konfrontation ausgebreitet wird, schon gar nicht 1949, als das Buch veröffentlicht wurde. Die Briefe sind ein veritabler Kunstgriff, um diesen Spagat zu schaffen. Man sieht in die Emotionen der drei Frauen hinein, wie wenn sie dir am Küchentisch gegenüber sitzen und ihre Geschichte erzählen würden. Toll! Diese Briefe kehren alles was man über derartige Konstellationen im Leben so gemeinhin denkt, auf den Kopf. Ungeheuer spannende Lektüre, über die ich nicht mehr verraten möchte, nur soviel: Dieser strahlende Mann, der auf ein erfolgreiches Leben zurück blicken kann, ist am Ende seelisch bar und bloss und wirklich einsam, mit den Mitteln der Sprache demontiert. Grosse Literatur!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M.M. am 14. Juni 2003
Format: Gebundene Ausgabe
"Das Jagdgewehr", eine kurze aber süße Kostbarkeit Inoue Yasunaris, ist das Buch (mit solch irreführenden Titel) das mich von diesem Autor am tiefsten zu Bewegen vermochte. Nach meiner Überzeugung ein Muss in jeder gut geordneten Japan Sektion heimischer Bücherregale. Eine melancholische Liebesgeschichte, erzählt in drei Briefen, aus drei verschiedenen Blickwinkeln. Eine junge Frau findet nach dem Tod der Mutter das Tagebuch, indem eine Jahrzehnte währende Affäre beschrieben wird. Ein Schock für die Tochter die ein idealisiertes Bild der Mutter entwickelt hatte. Nach der Trennung vom Vater war sie für die Tochter stets eine Heilige, keusch lebenden Nonne. Sie ahnte nichts von der Liebesbeziehung die schon während der Ehe mit dem Vater begann, immer im Schatten verborgen, auch nach der Ehe. Denn der Liebhaber war ebenfalls verheiratet und wagte es nicht die emotional schwache Frau zu verlassen. Ein Grundmotiv das dem in "Bittersüße Schokolade" ähnelt, ohne dabei dessen sinnliche Lebensfreude zu vermitteln (auch formal und stilistisch ganz anders verarbeitet). Die Tragik der unerfüllbaren, da durch eigene (und gesellschaftliche) emotionale und moralische Schranken geächteten Liebe, hinterlässt eine wohlige Trauer, und der Leser bedauert das diese schmerzhaft zarte Köstlichkeit schon so schnell zuende ist.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von A. Wolf am 9. April 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Yasushi Inoue (06.05.1907 - 20.01.1991) hat seinen Platz im Olymp der großen japanischen Autoren sicher. Auch wenn er den Nobelpreis nie gewonnen hat, ist es weit mehr als nur legitim, ihn in einer Reihe mit Kenzaburo Oé und Yasunari Kawabata zu nennen. 1950 entstand die Erzählung "Das Jagdgewehr", welche wohl sein populärstes Werk ist.

"Das Jagdgewehr" ist trotz der Knappheit eine ausgesprochen vielschichtige Erzählung. Sie beginnt mit der Rede eines Erzählers. Dieser ist Dichter und hat ein Prosagedicht in einer Fachzeitschrift für Jäger publiziert. Sprachlich sieht dies dann etwa so aus:

"Seit diesem Tag,

auf Großstadt-Bahnhöfen und spät in der

Nacht in Amüsierlokalen,

überfällt mich unversehens

ach, der Wunsch, wie dieser Jäger dahin-

zugehen,

gemächlich, ruhig und kalt.

In solchen Augenblicken sehe ich immer,

was hinter dem Jäger sich breitet:

nicht etwa die frühwinterliche Landschaft

des Amagi-Bergs,

sondern ein verödetes, weißes Flußbett. (...)"

Wenig begeistert über das Resultat eines poetischen schwermütigen Textes in einem Jägerblatt - und sich dem süßen Vergessen auch schon zugewendet - erhält der Erzähler zwei Monate nach dem Erscheinen urplötzlich einen Brief. Der Verfasser, ein gewisser Josuke Misugi, glaubt in dem Gedicht sich und sein Leben wie in einem Spiegel zu erkennen.
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