Mit großer Freude habe ich angefangen das neue Buch von Elisabeth Gilbert zu lesen und wurde restlos enttäuscht! Die Einleitung und das erste Kapitel waren noch sehr gut und ich dachte, ich erfahre wie es mit ihr und ihrem Freund Felipe, den sie in "Eat,Pray, Love" auf Bali kennengelernt hat, weitergeht. Nun, man erfährt es auch, allerdings war es das dann auch schon.
Gezwungen durch das Amt für Heimatschutz müssen sich die beiden zu einer Heirat entschliessen und so beginnt die Autorin über die Ehe nachzudenken... und ich hatte plötzlich das Gefühl in einem Sachbuch gelandet zu sein! Es werden die verschiedensten Betrachtungsweisen der Ehe dargestellt, von Völkerstämmen, Glaubensrichtungen, Philosophen, Dichtern und Denkern usw. Dazwischen immer eingestreut die eigenen Gedanken von Elisabeth Gilbert, die so auch nicht wirklich hilfreich sind.
Dieses Buch läßt sich nicht mit "Eat, Pray, Love" vergleichen und ich denke, die Autorin hätte sich und ihrer Leserschaft dieses Buch ersparen können. Allerdings halte ich ihr zugute, das sie sich genau darüber wochenlang in ihrem Garten beim Anlegen eines Tomatenbeetes Gedanken gemacht hat und in einer langen Einleitung schreibt über den Druck wieder einen Bestseller abliefern zu müssen und ihre Ideenlosigkeit dazu. Aber das möge bitte jeder Leser für sich selbst entscheiden.
2 Sterne für einen soliden Schreibstil und ein Thema aus dem man mehr hätte machen können.