"Das Tal der Issa" erzählt, wie die Kurzbeschreibung bereits sagt, die Geschichte der Kindheit des Thomas Dilbin. Der Junge wächst bei seinen Großeltern auf, während seine Eltern im Krieg dienen(die Mutter begleitet den Vater), lernt die Eigenarten der ländlich-bäuerlichen Welt kennen, zeigt, wie eben Kinder sind, jedes Jahr Interesse für etwas ganz Neues und fechtet schwere Kämpfe mit sich selbst, weil er die (pubertäre) Wandlung seines Körpers nicht versteht. Sein größter Wunsch ist es zunächst Jäger zu werden, aber er merkt schon schnell, dass er anders als die anderen Menschen um ihn herum ist und zu etwas anderem berufen, nur was? Vielleicht das Pfarramt? Mit 13 Jahren wird er von seiner Mutter heimgeholt.
Das Buch ist, wie mein Titel bereits andeutet, eine wirklich schöne Erzählung, die weder mit den Glanz-, noch mit den Schattenseiten des Lebens geizt und noch dazu detaillierte Beschreibungen über Land und Leute bietet. Allerdings ist "Das Tal der Issa" ein typisches belletristisches Werk der Moderne und Postmoderne, d.h. wer Dialog- und Handlungsreichtum sucht, ist hiermit eher nicht bedient. Es ist wirklich gehobene, angenehme, leicht verständliche und schöne Literatur für Fans von z.B. Literaturnobelpreisträgern!