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Produktinformation
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Das Buch gliedert sich in drei Teile: Im ersten Teil zeichnet der Autor die wesentlichen Etappen der historischen Entwicklung des Interviews von der Befragung zur journalistischen Darstellungsform nach und skizziert anschließend Interviewtrends der letzten Jahrzehnte, insbesondere der 90er Jahre. Haller bezieht sich dabei zum großen Teil auf Interviews aus dem „Spiegel" und der „Zeit", für die er selbst jahrelang als Redakteur tätig war.
Der Einleitung folgt „Die Praxis des Interviewens", welche im Buch zunächst mit viel Theorie, in Form von Herleitungen, Definitionen und Abgrenzungen, beginnt. Diese bilden für die folgenden praktischen Hinweise keine zwingende Grundlage, helfen reinen Praktikern jedoch, sich zu vergegenwärtigen, was das journalistische Interview im Detail ausmacht und wo seine Grenzen liegen. Im praktischen Teil des Buches, geht es dann zunächst um die geeignete Themenwahl, mögliche Interviewpartner und die passende Präsentationsform. Die Beispiele zu den verschiedenen existierenden Interviewformen finden sich jedoch nicht direkt im Anschluss an deren Charakterisierung, sondern bilden ein eigenes Unterkapitel, was die Übersichtlichkeit erschwert.
Anschließend widmet sich das Buch ausführlich der Vorbereitung und Durchführung eines Interviews und geht detailliert auf psychologische Aspekte bei der Interviewführung ein. Auch noch in den Praxisteil integriert sind das Kapitel „Medienrecht", sowie Betrachtungen über die Besonderheiten des Printinterviews im Vergleich zu Interviews in elektronischen Medien.
Den dritten und abschließenden Buchteil bildet eine so genannte „Interview- Werkstatt" oder wie der Autor es auch bezeichnet hat: „Interviews mit Interviewern über deren Interviews" Dieser Bereich kann angesichts der umfangreichen Lektüre als fakultativ betrachtet werden oder auch einfach als Bonbon für den geneigten Leser. Im Buchanhang finden sich eine umfangreiche und sehr gut sortierte Literaturliste, sowie ein Personen- und Sachregister.
Insgesamt lässt sich sagen, dass es sich bei diesem Fachbuch um eine große Rechercheleistung des Autors handelt, die keine Informationswünsche offen läßt. Insbesondere wegen seines Umfanges verlangt das Buch dem Leser aber auch einiges an Konzentration und vor allem an Zeit ab. Einige Themen ließen sich wahrscheinlich ebenso aussagekräftig in weniger Worte fassen.
Wie der Titel bereits verrät, handelt es sich in erster Linie um ein „Handbuch für Journalisten", also für Interviewer, die bereits über einige Erfahrung verfügen. Ein Anfänger wäre zunächst mit einfacherer und vielleicht auch oberflächlicherer Lektüre besser beraten.
Juliane Schoenherr, Deutscher Fachjournalisten-Verband e. V. (2004)
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