Colin Forbes - der Name klingt schon mal gut. Vor "Inferno" habe ich diesen Autor nicht gekannt, anscheinend aus gutem Grund.
Das "Inferno" ist das schlechteste Buch, das ich je angelesen habe. Verwöhnt von Christie, Mankell und Cornwell ist mir vor allem die platte Voraussehbarkeit und die schlampige (nicht existente?) Recherche aufgefallen. Die Protagonisten recherchieren nicht, sie "haben eine Idee". Da wird beispielsweise die Schwester einer Akteurin erschossen. Ein Kommissar erwähnt das beiläufig im Büro der Spezialtruppe. Jetzt kommt "die Idee" auf, dass es der Mörder eigentlich auf die andere Hälfte des Geschwisterpaars abgesehen haben könnte. Super, dann können wir ja den Mord abhaken! Die tote Schwester wird beiseite geschoben und nicht weiter beachtet, weil ja jetzt klar ist, dass jemand anders gemeint war.
Dies nur eines von unzähligen Beispielen von Zufällen und Ideen der Truppe. Meine Idee dazu: Der Autor ist zu faul. Könnte hinhauen?
Es ist mir unverständlich, wie jemand so ein Buch zu Ende lesen kann. Ich habe in Ermangelung eines Besseren zwei Mal versucht, das Buch zu lesen, und ich habe mich beide Male aufgeregt und das Buch zur Seite gelegt. Noch einmal werde ich es nicht versuchen. Prädikat: Grottenschlecht.