In diesem Buch sind drei kurze Erzählungen versammelt, allesamt unterschiedlich in der Stimmung und im Erzählstil, aber alle typisch P.S. Beagle.
In der ersten, "Professor Gottesmann und das indische Nashorn", bezieht ein sprechendes Nas(oder Ein-?)horn die Wohnung des Philosophieprofessors Gottesmann, in "Leila die Werwölfin" entdeckt ein junger Mann, daß seine Freundin eine Werwölfin ist, und in der dritten, "Komm, Lady Tod", lädt eine Witwe den Tod auf eine ihrer Gesellschaften ein, der daraufhin in Gestalt einer jungen, bezaubernden Frau erscheint.
Sicher sind diese Geschichten keine literarischen Meisterwerke, aber schlicht und einfach schön zu lesen: Sprachlich verfügt Beagle über weitaus mehr Talent als die meisten seiner Kollegen aus der Fantasy-Zunft, die Personen sind interessant und liebevoll beschrieben und schließlich verfügt jede der originellen Geschichten über ihren bestimmten, stimmungsvollen Touch. Während die erste Geschichte vor allem ironisch und wehmütig ist, setzen Nr. zwei und drei mehr auf Spannung, ohne daß aber "Komm, Lady Tod" das eher düstere Ende mit "Leila, die Werwölfin" teilt.
Eine durchweg gelungene Zusammenstellung.