Empfehlenswerte, traditionelle Space-Saga
Gute Unterhaltung ohne große Schwächen, aber auch ohne besonders
kreative neue Ideen.
Insgesamt war ich vom ersten Teil dieser Saga positiv überrascht;
für Fans des Genres und auch solche SF-Interessierte, die weder zu
realistisch (oder technokratisch) orientierte SF noch zu fantasy-lastige Zyklen
bevorzugen, kann "Das Imperium" als gute Unterhaltung empfohlen werden.
Der Autor liefert einen unterhaltsamen Einstieg in seine Space-
Saga. Die parallelen Handlungsstränge bleiben überschaubar, so
dass der Leser durchaus bereits im ersten Teil einen Überblick
über das "Universum" des Autors erhält.
Dies bewerte ich im Sinne unterhaltsamer SF-Literatur positiv,
da die Geschichte lesbar wird - auch ohne schon im dritten
Teil der Saga angelangt zu sein.
Hierzu eine gute (stilistische) Idee des Autors: An Stelle von
Kapitelbezeichnung sind diese durch die Namen der jeweiligen
Hauptpersonen gekennzeichnet - auch dies erleichtert dem Leser
die Handlungsabschnitte einzuordnen.
Wer andererseits spektakuläre neue Ideen erwartet, wird allerdings
enttäuscht werden - inhaltlich kennt man alles schon in dieser
oder jener Form.
Die Inhalte entsprechen einem traditionellen Standard - aber dieser
wird handwerklich gut umgesetzt - weder die Charaktere, noch die
Technologien, noch die Handlung selbst sind zu spekulativ noch zu
realitätsorientiert.
Dar Autor macht auch nicht den Fehler bestimmte Gegebenheiten in
(pseudo-)wissenschaftlicher Form zu begründen oder zu erklären -
gewisse Elemente (z.B. der Weltwald und dessen Kommunikationsnetz)
sind eben innerhalb der Saga ein Faktum - dies ist besser, als der
Versuch, sich in Erklärungen zu verstricken, die selten logisch
durchgängig bleiben.
Fazit: Gute traditionelle Unterhaltung - besser als vieles auf dem
SF-Markt - die 500 Seiten lesen sich flüssig und ohne große
Längen - aber wie gesagt, kein Feuerwerk an Kreativität.