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Das Hotel im Moor /Alles wird gut: Zwei Romane in einem Band [Taschenbuch]

Deborah Crombie , Mechtild Sandberg-Ciletti
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

7. April 2003
Gerade hat es sich Superintendent Duncan Kincaid mit ein paar Büchern in einem abgelegenen Hotel gemütlich gemacht, da fischt man einen toten Angestellten aus dem Pool. Alles spricht dafür, daß der Mörder unter den Hotelgästen zu finden ist. Kincaid schaltet seine Mitarbeiterin Gemma Hames ein, die verblüffende Verbindungen zwischen dem Opfer und den Verdächtigen zutage fördert. Doch da geschieht ein zweiter Mord... Als die schwerkranke Jasmine Dent stirbt, wundert sich niemand über ihren Tod - bis auf Superintendent Duncan Kincaid. Er ordnet eine Obduktion an, die eine Überdosis Morphium als Todesursache ergibt. Selbstmord, Sterbehilfe oder gar Mord? Zusammen mit seiner Assistentin Sergeant Gemma James nimmt Kincaid die Ermittlungen auf und stößt schnell auf eine Reihe von Verdächtigen...


Produktinformation

  • Taschenbuch: 576 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (7. April 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442131707
  • ISBN-13: 978-3442131709
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 12,6 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 432.933 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Deborah Crombie (*1952) ist in Texas aufgewachsen und studierte dort Biologie. Nachdem sie eine Weile mit ihrem schottischen Ehemann in Großbritannien gelebt hatte, schrieb sie 1993 ihren ersten Roman um Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James von Scotland Yard. Für weitere Romane der Reihe wurde sie u. a. mit dem "Macavity Award" ausgezeichnet. Der fünfte Band, "Das verlorene Gedicht", wurde 1997 von der "New York Times" zum besten Buch des Jahres gekürt und von den Independent Mystery Booksellers of America zu einem der besten hundert Krimis des Jahrhunderts gewählt. Die Autorin hat eine Tochter und lebt mit ihrem zweiten Ehemann im nördlichen Texas. Mehrmals im Jahr fliegt sie nach England, um für ihre Romane zu recherchieren.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Deborah Crombies höchst erfolgreiche Romane um das Scotland-Yard-Paar Duncan Kincaid und Gemma James wurden für den "Agatha Award", den "Macavity Award" und den "Edgar Award" nominiert. Die Autorin lebt mit ihrer Familie im Norden von Texas.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Duncan Kincaids Urlaub in Yorkshire fing verheißungsvoll an. Gerade als er in die schmale, von hohen Hecken eingefaßte Landstraße einbog, brach ein Sonnenstrahl durch die Wolken und erhellte, als hätte jemand einen himmlischen Scheinwerfer eingeschaltet, ein Stück sanft gewelltes Hochmoor.
Trockenmauern zogen sich wie blasse Runen über das leuchtende Grün der Weiden, auf denen lichtglänzende Schafe grasten, ohne sich um ihre Bedeutung für die Komposition zu kümmern. Die Szene schien aus Zeit und Raum herausgehoben, und er hatte den Eindruck, ein lebendes Bild vor sich zu sehen, das Bild einer fernen, unerreichbaren Welt. Die Wolken schoben sich wieder zusammen; so rasch wie sie aufgeleuchtet war, erlosch die Vision, und ein merkwürdiges Frösteln des Verlusts überlief ihn bei ihrem Verschwinden.
Das muß die Schufterei der letzten Wochen sein, dachte er und schüttelte das vage Gefühl dunkler Vorahnung ab. Offiziell verlangte New Scotland Yard von keinem seiner frischgebackenen Superintendenten, daß sie rackerten bis zum frühen Herzinfarkt, aber der August war in den September übergegangen, und die Überstunden hatten sich angesammelt. Irgend etwas war immer dazwischengekommen, und der letzte Fall war besonders scheußlich gewesen.
Eine ganze Serie von Leichen im ländlichen Sussex, lauter Frauen, alle auf die gleiche Weise verstümmelt - der größte Alptraum eines Kriminalbeamten. Sie hatten ihn schließlich gefaßt, einen Perversen übelster Sorte, aber es gab keine Garantie, daß die Beweise, die sie in mühsamer Kleinarbeit zusammengetragen hatten, einen Haufen pflaumenweicher Geschworener überzeugen würden. Und die Sinnlosigkeit des Ganzen machte den größten Teil der Befriedigung darüber, den Berg von Schreibarbeit bewältigt zu haben, zunichte.
»Einen amüsanteren Samstagabend könnte ich mir gar nicht vorstellen«, hatte Gemma James, Kincaids Sergeant, am Abend zuvor gesagt, als sie sich durch die letzten Akten geackert hatten.
»Sagen Sie das mal der Werbeabteilung. Ich glaube, der Gedanke ist denen noch gar nicht gekommen.« Kincaid lachte sie über den vollgepackten Schreibtisch hinweg an. Gemma mit dem vor Müdigkeit schneeweißen Gesicht und den dunklen Schatten unter den Wangenknochen wäre in diesem Moment keine Zierde für ein Werbeposter der Polizei gewesen.
Sie blähte die Wangen auf und blies zu den feinen roten Haarsträhnen hinauf, die ihr in die Augen hingen. »Sie haben's gut, Sie bekommen jetzt mal eine Woche lang nichts von allem zu hören und zu sehen. Schade, daß wir nicht alle Vettern mit schicken Ferienwohnungen haben.«
»Entdecke ich da eine Spur Neid?«
»Sie fahren ja morgen nur nach Yorkshire, während ich nach Hause fahre, um die Wäsche der letzten Woche zu waschen und mal wieder einzukaufen - wieso sollte ich da neidisch sein?« Gemma lächelte gutgelaunt wie meistens, aber als sie wieder sprach, lag ein Anflug von mütterlicher Besorgnis in ihrer Stimme. »Sie sehen echt fertig aus. Es ist wirklich Zeit, daß Sie mal Urlaub machen. Das wird Ihnen bestimmt guttun.«
Soviel Fürsorglichkeit von einer Frau, die zehn Jahre jünger war als er, amüsierte Kincaid, aber er fand sie neu und angenehm. Er hatte diese Beförderung mit großem Einsatz angestrebt, weil er gewußt hatte, daß der neue Posten ihm erlauben würde, endlich wieder vom Schreibtisch weg zur praktischen Arbeit zu kommen. Aber allmählich schien ihm, daß das Beste an dieser Beförderung Gemma James war, die man ihm als Sergeant zugeteilt hatte. Gemma war Ende Zwanzig, geschieden und hatte einen kleinen Sohn, den sie allein aufzog; hinter ihrem gutmütigen Naturell verbargen sich, wie Kincaid langsam entdeckte, ein scharfer Verstand und viel Ehrgeiz.
»Ich glaube nicht, daß es unbedingt mein Fall ist«, sagte er, während er die letzten losen Blätter in einen Hefter schob. »Ein timesharing-Apartment.«
»Und Ihr Vetter hat das für Sie organisiert?«
Kincaid nickte. »Seine Frau erwartet ein Kind, und der Arzt hat im letzten Augenblick entschieden, daß es doch besser ist, wenn sie nicht verreist. Und da haben die beiden an mich gedacht, weil sie die Woche nicht einfach sausenlassen wollten.«
»Fortuna«, konterte Gemma in scherzhaftem Ton, »hat wirklich eine Art, immer die zu beschenken, die es am wenigsten verdienen.«
Zu müde für den gewohnten Abstecher ins Pub, war Gemma an diesem Abend direkt nach Leyton hinausgefahren, und Kincaid hatte sich in seine Wohnung in Hampstead geschleppt und den traumlosen Schlaf des total Erschöpften geschlafen. Und nun - ganz gleich, ob er es verdiente oder nicht - war er entschlossen, aus diesem unerwarteten Geschenk das Beste zu machen.
Als er, immer noch unsicher, ob er sich auf dem richtigen Weg befand, auf einer Anhöhe anhielt, kam die Sonne ganz durch und brannte heiß auf das Verdeck des Wagens. Plötzlich war es ein vollkommener Septembertag, warm und golden und voller Verheißung. »Ein gutes Omen für einen Urlaub«, sagte er laut und spürte förmlich, wie ein Teil seiner Schlappheit von ihm abfiel. So, jetzt brauchte er nur noch Followdale House zu finden. Der Wegweiser für Woolseyunder-Bank zeigte direkt über eine Schafweide hinweg. Besser, er warf noch einmal einen Blick in die Karte.
Er hatte den Ellbogen im offenen Fenster des Midget und atmete bewußt den würzigen Duft der Hecken ein. Er fuhr langsam und hielt nach einem Anzeichen dafür Ausschau, daß er auf dem richtigen Weg war. Die Straße führte in Windungen an verstreut liegenden Bauernhöfen mit behäbigen, solide gebauten Häusern aus dem grauen Schiefer Yorkshires vorbei, und über ihnen zogen sich einladend Ausläufer bewaldeten Landes vom Hochmoor in die Weiden hinein. Kühle Nächte mußten diesem plötzlichen Auflodern spätsommerlichen Glanzes vorausgegangen sein, denn das Laub der Bäume färbte sich schon, Kupfer und Gold mit einem gelegentlichen Klecks Grün gesprenkelt. In der Ferne, oberhalb des Flickenteppichs von Feldern und Weiden und Moorlandschaft, stieg das Gelände steil zu einer hohen Wand an.
Als Kincaid die nächste Kurve umrundete, sah er sich plötzlich am Rand eines Bilderbuchdorfs. Kleine Steinhäuser, typische Cottages, säumten die Straße, und aus Töpfen und Kästen fielen Geranien und Petunien in farbigen Kaskaden zur Straße hinunter. Zu seiner Rechten stand ein wuchtiger Stein mit der Aufschrift »Woolseyunder-Bank«. Die hohe Steilwand, die jetzt direkt hinter dem Dorf in die Höhe zu ragen schien, mußte Sutton Bank sein.
Ein paar Meter weiter zeigte sich durch eine Lücke in der hohen Hecke ein steinerner Torpfosten mit einem eingelegten Messingschild. »Followdale« stand darauf, und unter dem Namen war eine voll erblühte Rose auf leicht gebogenem Stengel eingraviert. Kincaid stieß einen tonlosen Pfiff aus. Sehr vornehm, in der Tat, dachte er, als er den Wagen durch das schmale Tor lenkte und auf dem gekiesten Vorplatz anhielt. Er betrachtete Haus und Park überrascht und erleichtert. Er wußte selbst nicht recht, was er von einem englischen timesharing-Hotel erwartet hatte, verpflanzte Costa del Sol vielleicht oder prätentiöse viktorianische Wuchtigkeit. Ganz sicher nicht dieses georgianische Haus - elegant und beeindruckend in seiner Schlichtheit -, das in honigfarbenem Glanz im Licht des späten Nachmittags stand. Efeu nahm dem unteren Mauerabsatz die Strenge, und wilder Wein leuchtete in kräftigem Rot am oberen Teil des Hauses.
Bei näherem Hinsehen zeigte sich, daß der erste Eindruck trog - das Haus war nicht wirklich symmetrisch, wenn auch das von einem Giebelfeld gekrönte Portal rechts und links von je einem Seitenflügel flankiert war; die linke Seite des Hauses war geräumiger und ragte in den Vorplatz hinein. Er fand diese Illusion von Ausgewogenheit angenehm, nicht so streng im Anspruch wie echtes Ebenmaß.
Er nahm sich einen Moment Zeit, um seine Glieder zu strecken, ehe er aus seinem alten MG Midget stieg. Nur die Tatsache, daß die Sprungfedern im Fahrersitz schon Vorjahren den Geist aufgegeben... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast E.George 3. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der äußere Rahmen entspricht dem in den Büchern von Elizabeth George - nur ist der Inspector weniger adlig und wohlhabend, seine Assistentin weniger plump und hässlich. Allerdings kommt das Privatleben der Hauptpersonen kürzer - schade, gerade das macht Georges Bücher noch kurzweiliger.
Crombie versucht es, aber der Versuch endet in ständigem Bauchkribbeln des Inspectors bei fast jeder Frau die er trifft - enorm übertrieben und auf die Dauer langweilig.
Der Krimi selber wirklich gut und äußerst spannend, inklusive überraschendem Ende. Leider kommt die Erkenntnis des Inspectors am Ende aber so plötzlich und grundlos dass der Leser sie nicht nachvollziehen kann.
An Georges 5 Sterne kommt das Buch nicht heran, aber alles in allem ist es ein wirklich kurzweiliger und empfehlenswerter Krimi.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene britische Krimikost 28. Januar 2003
Format:Taschenbuch
Der Vergleich mit Elizabeth George oder Martha Grimes ist insofern gerechtfertigt, als es sich bei allen Büchern um brititsche Krimi-Serien handelt, in denen ein Inspektor die Hauptrolle spielt. Außerdem hat Duncan Kincaid, ebenso wie Inspector Linley bei E. George, eine Partnerin, hier aber nicht das häßliche Entlein, sondern den schönen Schwan (was der Geschichte in Zukunft vielleicht noch eine andere Richtung gibt?). Die Kriminalfälle an sich kann man natürlich nicht vergleichen, sie sind aber gut durchdacht und beide haben kein offensichtliches Ende genommen. Allerdings fand ich sie nicht übermäßig spannend, es sind eben gute britische Krimis. Die sympathischen Charaktere sind detailliert gezeichnet, die Nebenhandlung hat jedoch bei weitem nicht den Umfang wie bei E. George, was ich teilweise aber gut finde.
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
laut covertext vergleichbar mit elizabeth george. ich muss sagen, dass diese schriftstellerin absolut besser schreibt als e. george. sie schreibt spannend, humorvoll, mit vielen details, aber niemals langweilig. in bester englischer tradition ... im vergleich dazu sind die letzten buecher von e. george eine reine katastrophe, trist, grau, für depressive menschen nicht geeignet, mit unglaubwürdigen charakteren. nun aber zurück zu d. crombie: ich kann alle ihre buecher uneingeschränkt empfehlen. es handelt sich nicht um superanspruchsvolle literatur, aber um liebevoll und spannend geschriebene geschichten.
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5.0 von 5 Sternen Prima 21. Juni 2013
Von Sylvia R.
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Habe irgendwie erst jetzt D. Crombie entdeckt und da ich nicht genug von ihr bekommen kann, die Romane gebraucht gekauft. Mein Fazit - sehr günstig (die Portokosten sind höher als die Buchpreise :-)) Aber immer noch unter den Neupreisen und die Ware ist ok, natürlich nicht unbenutzt und neu, aber echt ok
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ARRAY(0xb29a4f84)

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