...aber bei diesem Roman stimmt irgendwie nichts. Die Akteure wirken allesamt künstlich und blass. Insbesondere die Hauptperson, Sergeant Decker ist für mich derart klar als Produkt eines weiblichen Hirns ('tschuldigung für die Ausdrucksweise, aber irgendwie muss man es in Worte fassen) zu erkennen, dass ich nur hoffen kann, dass es Frauen beim Lesen von von Männern erdachten Romanen nicht umgekehrt genau so geht.
Das Romanschreiber ihre Wissensgebiete und Professionen in die Geschichte einbauen, ist üblich. Das aber ein Kriminalfall mit mehreren Toten fast komplett über zahnärztliche Untersuchungen geklärt wird, ist jedoch öde.
Ich habe es eigentlich nur wegen der Einblicke in das orthodoxe amerikanische Judentum, die gut recherchiert scheinen, bis zum Ende gelesen. Der Hintergrund des Romans, die Snuff-Videoszene wirkt dagegen so, als wollte die Autorin sich eigentlich gar nicht mit diesem abstoßenden Thema befassen.
Ich denke, es gibt genug bessere Autoren. Deshalb werde ich nicht noch einmal ein Buch von Faye Kellermann lesen. Dafür ist mir meine Zeit einfach zu schade.