Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungener, packender Auftakt der "Lazen" Reihe, 27. Januar 2008
Dorcas Slythe, Tochter von Matthew Slythe, einem strengen Puritaner, wächst in einem freudlosen Elternhaus auf. Ihre optische Schönheit, ihre aufgeschlossene Art und ihr freundliches, fröhliches Wesen missfallen dem gläubigen Vater sowie auch ihrem Bruder, dem verkrüppelten Ebenezer. Ebenezer beneidet Dorcas über alle Maßen und lässt keine Gelegenheit aus, um seiner schönen Schwester das Leben schwer zu machen und sie bei ihrem Vater anzuschwärzen.
Eine günstige Gelegenheit bietet sich ihm, als er Dorcas eines Tages beim heimlichen Nacktbaden im See erwischt. Erschwerend hinzu kommt, dass Dorcas beim Baden von einem weiteren Mann beobachtet wird, der sich allerdings kurz darauf zu erkennen gibt. Toby Lazen, ein Adeliger, ist überaus fasziniert von der jungen Frau und nachdem sie sich schamhaft angekleidet hat, führen beide eine unschuldige Unterhaltung.
Die beiden verabreden sich, doch Dorcas kann diese Verabredung nicht einhalten, weil sie für ihr, laut des Vaters Worten; hurenhaftes Verhalten, von ihm verprügelt und bestraft wird.
Einige Zeit später, Toby Lazen ist mittlerweile schon längst in London, sucht ein ebenso frömmelnder Puritaner wie ihr Vater, Dorcas Elterhaus auf- Samuel Scammell entpuppt sich als Bewerber um Dorcas Hand und ihr Vater zwingt ihr diesen Mann trotz ihrer anfänglichen Weigerung, als Verlobten auf. Dorcas ist verzweifelt, sind ihr doch die Hände gebunden und alle Hoffnung, Toby, den jungen Mann in den sie sich auf den ersten Blick verliebt hat, wiederzusehen, scheinen dahin zu sein.
Doch kurz vor der Hochzeit stirbt ihr Vater plötzlich und als Dorcas von ihrem Verlobten erfährt, dass sie durch einen geheimnisvollen Bund, der vor vielen Jahren geschlossen wurde, reich sei, versucht sie, mittlerweile neugierig geworden, mehr darüber herauszufinden. Wichtig scheint ihrem Bruder und Scammell vor allem ein Amulett; ein Siegel, zu sein, dass ihr Vater irgendwo im Haus versteckt hat. Dorcas gelingt es schließlich dieses Siegel zu finden und aus Briefen, die sich ebenfalls in dem Versteck befinden, geht hervor, dass sich die meisten Antworten auf ihre Fragen wohl nur in London aufklären lassen und so fasst Dorcas den kühnen Plan, ihrem Verlobten und ungeliebten Bruder zu entfliehen.
In London angekommen, kommt sie jedoch nicht nur ihrem Anliegen ein Stückchen näher und trifft Toby wieder. Ihre Ankunft setzt auch eine Reihe von negativen Ereignissen in Gang, die Dorcas, Toby und auch Tobys Familie in Lebensgefahr bringen, denn in London befindet sich außerdem ein geldgieriger, skrupelloser Widersacher, der ebenfalls von dem geheimnisvollen Bund weiß, eine große undurchsichtige Rolle darin spielt und Dorcas Vermögen an sich reißen will. Doch dazu braucht er um jeden Preis das Siegel. Als es ihm mit Hilfe eines machthungrigen Priesters und Dorcas grausamen Bruder Ebenezer gelingt, Dorcas in seine Gewalt zu bringen, ihr durch eine verleumderische Intrige einen Mord anzuhängen, den sie nicht begangen hat und sie als Hexe anklagt, scheint Dorcas Leben verwirkt zu sein. Kann es noch Hoffnung für die junge Frau geben?
Meine Einschätzung:
Dieser historische Roman und gleichzeitig erste Teil einer Serie um die adelige Familie Lazen, wurde von Bernard Cornwell, einem bekannten Autor von historischen Romanen zusammen mit seiner Ehefrau , unter dem Pseudonym Susannah Kells geschrieben.
Die Handlung spielt zur Zeit Charles I. von England und beleuchtet auf interessante und spannende Weise die Zeit des Glaubenswandels. Die Heldin des Buches, Dorcas, ist ein junges Puritanermädchen, das sich zwischen fanatischen Priestern, frömmelnden Puritanern und Royalisten behaupten muss und bei ihrem Abenteuer auf ihre große Liebe trifft.
Die Suche nach Wahrheiten und vor allem nach der Bedeutung des Bundes" und des Siegels, das sich in ihrem Besitz befindet, ist sehr packend vom Autorenpaar in Szene gesetzt worden. Man leidet als Leser mit der sympathischen Heldin, der die Zwänge ihrer Zeit aufgedrückt werden, mit und die bildhafte Schilderung des alten Londons, vermochte mich als Leser sehr in ihren Bann zu ziehen, so dass die immerhin 590 Seiten sich für mich wie im Flug lesen ließen.
Obwohl die Bösewichte" des Romans etwas klischeehaft geraten sind, möchte ich trotzdem keinen Punktabzug geben, denn dieser historische Roman bietet Unterhaltung pur und Cornwells/Kells Schreibstil ist gewohnt gut und sehr eingängig.
Fazit: Ein gelungener, spannender Auftakt zur Lazen Reihe", mit interessanten, geschichtlichen Hintergründen und einem sympathischen Heldenpaar. (NG)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mittelmässig..., 10. Juli 2008
Da ich sehr gerne historische Romane lesen, habe ich mir dieses Buch zugelegt. Der Klappentext und die Leseprobe versprachen einiges und das Buch schien ganz nach meinem Geschmack zu sein.
Das erste Drittel des Buches hatte ich sehr schnell gelesen und es gefiel mir auch erstmal recht gut. Doch dann hatte ich immer weniger Lust weiterzulesen. Mir fehlte einfach das Mitfühlen und Mitfiebern mit der Hauptperson(Campion), das wollte sich einfach nicht einstellen bzw. ging nach dem 1. Drittel verloren. Die Geschichte um das Siegel zog sich immer mehr in die Länge und die Liebesbekundungen zwischen Toby und Campion wurden mit der Zeit auch nur noch nervig, da immer diesselben Sätze usw. Die letzten Seiten hab ich dann nur noch grob überflogen um rauszufinden, ob ich mit der Vermutung über das Ende recht behalte und so war es dann auch.
Die Grundidee nicht schlecht, aber die Umsetzung lässt meiner Meinung nach ein bisschen zu wünschen übrig. Am Anfang noch gut und interessant, was aber leider nicht das ganze Buch über konstant bleibt. 200 Seiten weniger hätten es auch getan, um die Geschichte zu erzählen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Eine Zumutung!, 28. Juli 2008
Für gewöhnlich halte ich mich mit Rezensionen zurück, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Dieses Buch allerdings empfand ich als Unverschämtheit und es taugt weder etwas als Liebes- noch als historischer Roman, und von Gefühl oder gar mitfiebern kann schon gar keine Rede sein.
Die Charaktere sind mehr als klischeehaft und unsympathische Charaktere werden dann auch sofort mit betonter oder sogar grotesker Hässlichkeit ausgestattet.
Die Dialoge sind flach und passen meiner Meinung nach überhaupt nicht in eine Zeit von 1650 sondern eher in einen modernen Teenager-Roman und Liebesbeteuerungen werden auch durch ständiges wiederholen nicht gefühlvoller.
Eine Belagerung erinnert anfänglich noch eher an einen gemütlichen Kaffeeklatsch und als dann blutiger Ernst daraus wird, hat man den Eindruck, das die liebende Ehefrau den Tod des Gatten mit einem Schulterzucken abtut.
Der Konflikt zwischen Royalisten und Parlamentariern wird auch immer mal wieder nur nebenbei erwähnt und man wird das Gefühl nicht los, dass sich beide Seiten mehr schlecht als recht irgendwie durchmurksen und von den Puritanern und Katholiken bekommt man eigentlich auch nur mit, dass man sich gegenseitig nicht mag.
Und dann wirkte dieser Roman auf mich doch arg lieblos zusammengestückelt und das gipfelte sogar darin, dass die Autoren scheinbar selber nicht mehr wussten, was sie eigentlich geschrieben haben. Auf Seite 468 wendet sich Campion mit der Frage an die Romanfigur Vavasoeur, ob er ihren Vater gekannt habe, was dieser bejaht!. Keine 100 Seiten später, auf Seite 557 wendet sich Campion mit exakt der gleichen Frage erneut an Vavasoeur und erhofft von ihm zu erfahren, was sie einige Kapitel zuvor bereits erfahren hat! Auch wenn die Romanfiguren scheinbar unter Amnesie leiden, trifft das auf mich als Leser nicht zu und ich muss sagen, dass ich mir an diesem Punkt wirklich veralbert vorkam. Das solch ein Buch dann auch noch mit einem Aufkleber "Bestseller" versehen wird ist schlicht und ergreifend eine Frechheit!
Zum Rest des Buches kann ich nicht mehr viel sagen, da ich nur noch die Dialoge überflogen habe um den Ausgang der Geschichte zu erfahren, den ich übrigens zu ca. 95% bereits genauso vorausgesehen hatte. Und ich möchte noch hinzufügen dass mich das Verhalten von Vavasoeur seit seinem ersten Auftauchen im Buch sehr befremdet hat und ich eigentlich keine Sympathie für ihn entwickeln konnte!
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