Entgegen anderen Äußerungen ist es Unter-25-jährigen sehr wohl möglich diesen Roman zu verstehen, sich von ihm in andere Sphären treiben und mitreißen zu lassen. Denn der Punkt, worauf es ankommt, ist nicht das jeweilige Geburtsjahr sondern dass man Gefühle, wie Thommy Bayer sie beschreibt, nachvollziehen kann. Die erste große Liebe, das langsame Herantasten, der Schmerz und die Leere, wenn sie plötzlich nicht mehr da ist... und dass sie einen auch Jahre später nicht loslässt - das ist es, was der Autor ohne Schnulz und Kitsch herüberbringen vermag. Man fühlt sich zurück versetzt in seine eigene „Erste große Liebe", sieht plötzlich ganz klar, wie sehr sie einen prägte und wie sehr man diesem einen Menschen, mit dem man sie erlebt hat, heute noch verbunden ist. Meine Empfehlung: unbedingt lesen!