Das Herz-Sutra ist die wohl bekannteste Mahayana-Sutra (spätere Entwicklung des Buddhismus, ca 100 v.Chr.), es ist 'die Essenz des erhabenen Hinübergelangens' oder das jenseitige Ufer der Weisheit. Es hat besonders im Zen seine wesentliche Anwendung gefunden. Ihr Kernsatz:'Form ist Leere, Leere ist Form' ist oft als Nihilismus verstanden worden, spricht jedoch eigentlich von der Freiheit von Anhaftung, die Mitgefühl erzeugt.
Wenn der 'mind', das Gemüt, manche nennen es Geist, zum Stillstand gekommen ist und nicht mehr daran interessiert ist irgendetwas zu erringen, nichts mehr will oder nicht will, fällt er in das eigene Sein. Er ist einfach.
Auch hier nutzt Osho in seiner unnachahmlichen Art, dieses zentrale buddhistische Sutra um das größte Hinderns auf dem Weg zur Bewusstheit klar zu beschreiben. Es ist das Anhangen, das Verhaftet-sein an jede Form von Identifikation, die abgestreift werden muss.
Beispielhaft ist seine Darlegung der sieben Chakren in Bezug zu den diversen Schulen der Psychologie (z.B. Freud entspriocht dem zweiten Chakra der sexuellen Energie).
Gegangen, gegangen, hinübergegangen, ganz hinübergegangen, Weisheit, so ist es.