Kate Forsyth erzählt in diesem dritten Band um Rhiannon abermals von ihrer außergewöhnlichen, magischen Welt Eileanan, von Figuren, die berühren und einer Geschichte, die sofort mitreist.
Rhiannon, die nur durch ihre Freunde, dem Tod entkommen ist und nun im Dienst der neuen Banrígh, Bronwen, steht, macht sich auf die Suche nach den königlichen Zwillingen Owein und Olwynne. Die beiden zurückzubringen, hat sie Lewen, ihrem Liebsten, versprochen. Währenddessen machen sich Isabeau und eine handvoll Zauberer mithilfe der Celestine auf die Alten Wege in die Vergangenheit, denn der älteste Sohn Lachlans, Donncan - jetzt Rígh - wurde auf diese Wege entführt. Schuld ist der kaltblütige Zauberer Brann, der einst vor tausend Jahren starb. Sein Zauber, heimlich versteckt im Buch der Schatten, zwingt alle, die den Spruch lesen, den Magier wiederzuerwecken. Johanna, die Heilerin, ist diesem Zauber erlegen und plant nun, Donncan für den mächtigen Brann zu opfern. Auch Isabeau steht unter Branns Zwangszauber und doch ist sie fest entschlossen ihren Neffen zu retten. Iseult, halb wahnsinnig vor Kummer, die nicht nur ihren geliebten Lachlan, sondern auch ihre Kinder verloren glaubt, hat sich unterdessen in sich selbst zurückgezogen. Erst ihr Vater kann sie dazu bringen, sich selbst auf die Suche nach ihren jüngsten Kindern zu begeben. Von nun an ist Iseult wieder ganz die narbige Kriegerin, zu allem bereit um Owein und Olwynne zu retten ...
Kate Forsyth hat ein außerordentliches Erzähltalent. Sie schafft es nicht nur eine magische Welt zu erschaffen, in der man sich sofort wohl fühlt und die einem schon bald wie ein zweites Heim vorkommt, sondern auch Figuren, die man fest ins Herz schließt und von denen man sich kaum trennen möchte. Mit sicherem Gespür erzählt die Autorin in diesem Buch mehr über die Geschichte und farbenfrohe Mythologie Eileanans. So werden wir in diesem Buch neben Isabeau und ihren Freunden, die eintausend Jahre in der Zeit zurückgereist sind, Zeuge wie der erste Hexensabbat einst in Eileanan eintraf.
Natürlich tragen auch die Figuren nicht zuletzt dazu bei, dass man "Das Herz der Sterne" geradezu verschlingt. Seien es Isabeu, Iseult und ihr Freunde, die ich schon aus der Reihe "Der magische Schlüssel" kannte, und schon damals ins Herz geschlossen habe oder all die anderen, die ich erst in der Reihe "Rhiannons Ride" kennengelernt habe - sie alle sind mittlerweile zu Freunden geworden.
"Das Herz der Sterne" überzeugt durch einen dichtgewebten Plot, rasant und meisterhaft erzählt; mit starken Figuren, die beeindrucken. Die Autorin hat wieder einmal eine magische Geschichte geschrieben, die einen sofort in seinen Bann zieht und aus der man erst nach langer Zeit wieder aufzutauchen vermag und feststellt, dass viele, viele Stunden vergangen sind.