Pressestimmen
Ein Selbstgespräch von schonungsloser Radikalität und betörender Musikalität, dessen stakkatohafter Rhythmus an Rap-Songs erinnert ... Nicht in seiner politischen Botschaft liegt die Stärke dieses kongenial übersetzten Romans, sondern in der Stilsicherheit des Autors, der komplexe Sachverhalte einfach darzustellen und, unbekümmert um literarische Konventionen, mitreißend zu erzählen versteht. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Kurzbeschreibung
»Wer bist du? Wo kommst du her? Warst du gut in der Schule? Wie ist dein Land?« Ein Roman, der den Erfahrungen einer neuen Generation von Migranten eine literarische Stimme gibt.
»Fragen über Fragen, der hört gar nicht mehr auf! Er brüllt auf mich ein, der Kommissar, mein Kopf kriegt das alles nicht richtig mit. Und in dem Nebel plötzlich die Gestalt meines Ahnen, außer sich: Dafür bist du nicht nach Frankreich gekommen, mein Sohn!« Zusammengeschlagen und eines Verbrechens angeklagt, an das er sich kaum erinnert, findet sich ein junger Farbiger auf einer Polizeiwache wieder. In der Verlassenheit und tiefsten Erniedrigung einer Gefängniszelle überfällt ihn eine Flut von Erinnerungen: an Mireille und die leidenschaftliche Liebe zu ihr; die hellhäutige Mireille, die ihn verlassen hat, um aus der Hoffnungslosigkeit der Vorstädte zu fliehen. An Drissa, seinen Blutsbruder, der die Gewalt gegen sich selbst kehrt; an Kamel, der zum Fanatiker geworden ist. Und immer wieder werden die Stimmen der Ahnen lebendig, die von Ehre, Stolz und magischen Kräften künden. Ein Afrika beschwören, das für die an der Bruchlinie zweier Kulturen aufgewachsenen »Leopardenkinder« nur
noch ein ferner Mythos ist. In einem kurzen Roman von unerhörter Musikalität und sprachlicher Ausdruckskraft erzählt Wilfried N Sondé von einer zärtlichen, verzweifelten Liebe und gibt zugleich der Geschichte und den Problemen seiner Generation eine neue Stimme.
»Fragen über Fragen, der hört gar nicht mehr auf! Er brüllt auf mich ein, der Kommissar, mein Kopf kriegt das alles nicht richtig mit. Und in dem Nebel plötzlich die Gestalt meines Ahnen, außer sich: Dafür bist du nicht nach Frankreich gekommen, mein Sohn!« Zusammengeschlagen und eines Verbrechens angeklagt, an das er sich kaum erinnert, findet sich ein junger Farbiger auf einer Polizeiwache wieder. In der Verlassenheit und tiefsten Erniedrigung einer Gefängniszelle überfällt ihn eine Flut von Erinnerungen: an Mireille und die leidenschaftliche Liebe zu ihr; die hellhäutige Mireille, die ihn verlassen hat, um aus der Hoffnungslosigkeit der Vorstädte zu fliehen. An Drissa, seinen Blutsbruder, der die Gewalt gegen sich selbst kehrt; an Kamel, der zum Fanatiker geworden ist. Und immer wieder werden die Stimmen der Ahnen lebendig, die von Ehre, Stolz und magischen Kräften künden. Ein Afrika beschwören, das für die an der Bruchlinie zweier Kulturen aufgewachsenen »Leopardenkinder« nur
noch ein ferner Mythos ist. In einem kurzen Roman von unerhörter Musikalität und sprachlicher Ausdruckskraft erzählt Wilfried N Sondé von einer zärtlichen, verzweifelten Liebe und gibt zugleich der Geschichte und den Problemen seiner Generation eine neue Stimme.
Über den Autor
Wilfried N'Sondé, geb. 1968 in Brazzaville, Kongo, kam als Kind mit seiner Familie nach Paris. Er studierte Politologie an der Sorbonne. Nach ausgedehnten Reisen hat er sich in Berlin niedergelassen, wo er als Musiker, Autor und Komponist arbeitet und Projekte mit sozial benachteiligten Jugendlichen betreut.