Was der Südafrikaner Deon Meyer mit diesem Roman geleistet hat, ist nicht nur eine Verfolgungsjagd kreuz und quer durch das südliche Afrika, sondern auch eine Gesellschaftskritik zur Situation Südafrikas zehn Jahre nach Ende der Apartheid. Dabei bietet das Buch spannende Unterhaltung von der ersten Seite an.
Thobela war einst Freiheitskämpfer und gefürchteter Killer. Seit er dem Verbrechen abgeschworen hat, lebt er ein ruhiges, spießbürgerliches Leben, bis eines Tages die Tochter eines alten Weggefährten einen Hilferuf ihres Vaters übermittelt. Thobela soll eine Festplatte nach Lusaka bringen. Ohne zu wissen, was er da genau transportiert, macht er sich auf den Weg - und wird vom ersten Schritt an von einer aus allen Bevölkerungsschichten zusammen gestellen Spezialeinheit des Geheimdienstes verfolgt.
Aufregend, mitreissend, dramatisch, mit einem tragischen Helden, der sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert sieht und nicht weiß, weshalb er sein Leben riskiert. Und während er eine sichere Route nach Lusaka sucht, verfolgt ein ganzes Land seine Flucht mit unterschiedlichen Emotionen über die Medien. Abwechslungsreich erzählt, vereint "Das Herz des Jägers" Anspruch und Unterhaltung und entführt uns in die Seele der jungen Republik Südafrika.