Ein fast schon lyrisches Bilderbuch wurde uns da auf so schöne Weise aus dem Französischen ins Deutsche übertragen.
Wovon handelt diese mit sandig-warmen Farben illustrierte Geschichte?
Ein Reisender findet sich irgendwo an einem Ende der Welt und beschließt, ein Haus zu bauen. Hierbei wird aus dem Reisenden - fast schon nebenbei bemerkt - ein Mann, der sesshaft wird. Nicht mehr unterwegs zwischen den Welten, sondern am zusammenfließenden Horizont, wo sich Himmel und Erde im Meer begegnen...
Der sorgfältig ausgeführte Hausbau des ehemals Reisenden findet aber nicht den Wohlgefallen von drei Vögeln.
Sie haben eine andere Sichtweise auf das Haus; finden es zu klein, zu niedlich, zu unsichtbar, zu lachhaft...
Zunächst passt sich der Mann den Vorschlägen und Einwürfen der Vögel an und nimmt verschiedene Änderungen am haus vor, bis er schließlich von seiner ganz eigenen Kreation träumt und überzeugt ist.
Ein Buch voll von Eigenwille und Anpassung, von Realitätssinn und Träumerei, eine Geschichte, die das ureigene Menschsein erzählt und glücklich schließt.
Das Wesentliche dieser kleinen Erzählung steht zwischen den Zeilen und in den Details der Bilder, die ohne dramatische Farb- und Formgebungen auskommen; sondern vielmehr von den weiträumigen Farbflächen leben, welche ein Stück Orient in die Welt der Kinder und Erwachsenen hineingeben.
Das Buch ist geradezu prädestiniert für die heutige Zeit mit vielen kulturellen Umbrüchen.
die Feinheiten dieses Buches erschließen sich aber oftmals erst nach mehrmaliger, genauer Lektüre.