Petra verbringt ihre Ferien mit den Eltern und ihrem 16jährigen Bruder Piers auf Mallorca. Gemeinsam mit Rosalito, der Tochter ihrer Gastgeber, und Will, einem Engländer, durchstreifen sie die Insel. Zwischen Piers und Rosalito beginnt eine Liebesgeschichte. Eines Abends kehren die beiden von einem Spaziergang nicht zurück.
Zu ausführlich für eine Erzählung, zu wenig für einen Roman, nicht nur bezüglich der Seitenzahlen. Ein dürftiges Werk, das die meiner Meinung nach beste lebende Krimiautorin Großbritanniens hier geschrieben hat. Es gelingt ihr nicht, eine Spannung aufzubauen oder eine Geschichte zu entwerfen, die fesselt. Statt dessen erzählt die Protagonistin seitenlang über ihr merkwürdiges einzelgängerisches Wesen, das Misstrauen gegenüber anderen Menschen und ihre Bindungsscheu. Ein Charakter, der weder abstößt noch anzieht, wie man es von anderen Figuren Rendells kennt. Auch kann nicht glaubhaft vermittelt werden, wieso die unerquickliche Beziehung zu dem unsympathischen Will über 40 Jahre fortgesetzt wird.
Unbefriedigend auch der Schluss. Zwar sind die Beweggründe der Protagonistin ausreichend erklärt, aber zuviel vom eigentlichen Rätsel bleibt offen.
Ein Buch nur für eingefleischte Rendell-Fans, die sich durch eine schwächere Leistung der Autorin nicht schrecken lassen. Als Einstieg in Rendells Werk gänzlich ungeeignet.