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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine nette Familiensaga für Abende am Kamin, 26. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in den Wolken: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beginnt, wie viele Groschenromane oder Kinofilme (z.B. Pretty Woman) beginnen: Reicher Mann trifft arme Frau und verliebt sich in sie. Wer jetzt das Schlimmste fürchtet, wird von der Autorin angenehm überrascht. Der wohlhabende Geschäftsmann Richard Finborough ist ein Frauenheld. Umso erstaunter ist er, als er bei einer Autopanne die schöne, aber unnahbare Isabel kennen lernt. Vielleicht ist es für ihn nun der besondere Reiz, um diese kühle Schönheit zu werben. Auch ihre gesellschaftliche Herkunft als Dienstmädchen kann ihn nicht davon abhalten, sie unbedingt heiraten zu wollen. Was in anderen Romanen schon ein Happy End wäre, steht hier am Anfang: Richard und Isabel heiraten. Wie wir Leser es von einer anständigen Familiensaga erwarten können, folgen nun einige eher harmonische Jahre mit der Geburt dreier Kinder. Als Richard sich nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Freiwilliger meldet, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Seine Kriegsverwundung, die Aufnahme einer Pflegetochter und ein dunkles Geheimnis aus Isabels Vergangenheit führen zu Lebenswegen der Familienmitglieder, die etwas die schicksalgebeutelten Buddenbrooks erinnern. Doch Richards Familie hat eher die Fähigkeit, selbst in schwierigen Zeiten aufeinander zuzugehen und miteinander zu sprechen. Dieser Liebes-, Familien- und Schicksalsroman las sich mitunter fast wie ein Krimi. Die Erzählperspektive ist gut gewählt, mit einem Ich-Erzähler wäre es deutlich platter ausgefallen. Judith Lennox hat mit diesem Roman eine stimmige Geschichte erzählt - mit einer großen Vielfalt an Gefühlen wie Liebe, Hass, Verlangen, Sehnsucht, Gleichgültigkeit, Schuld und Abhängigkeit. Die Handlungszeit ist gut gewählt, die beiden Weltkriege konnten so prima als Handlungsrahmen genutzt werden. Die Beschreibungen des Handlungsortes sind nicht nur geografisch korrekt, sondern so liebevoll geschrieben, dass ich beim Lesen am liebsten meine Koffer gepackt hätte und mich auf den Weg auf die Britischen Inseln gemacht hätte. Sogar das Cover passt, es könnte Isabel auf dem Weg zu ihrem Haus zeigen.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine wunderschöne Familiensaga, 9. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in den Wolken: Roman (Gebundene Ausgabe)
Judith Lennox Roman "Das Haus in den Wolken" umfasst den Zeitraum von 1909 bis 1940 und beschreibt die Geschichte von Richard Finborough, einem wohlhabenden Geschäftsmann und Isabel Zeale, einem Dienstmädchen. Richard verliebt sich in Isabel und erobert schließlich ihr Herz. Und das Schöne an den Büchern von Judith Lennox: Wo andere Geschichten meistens aufhören, fängt diese erst richtig an. Es wird sowohl das weitere Leben von Richard und Isabel erzählt, als auch das ihrer drei eigenen Kinder Philip, Theo und Sara und ihrer Pflegetocher Ruby. Und irgendwann holt Isabel ein altes Geheimnis wieder ein... Judith Lennox gelingt es, sowohl die Zeit sehr eindringlich zu beschreiben als auch die einzelnen Personen. Die Perspektiven wechseln häufig, es ist aber keiner Stelle schwierig, die einzelnen Erzählstränge auseinander zu halten. Langeweile kam ebenfalls keine auf, wie bei Liebesgeschichten üblich, hat man zwar immer mal wieder einen Verdacht, wie es weitergehen könnte, aber auch das ist ein Markenzeichen von Judith Lennox: Man behält nicht immer Recht. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ein richtig toller Schmöker für verregnete Herbsttage!
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein fesselnder Familienroman, 13. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in den Wolken: Roman (Gebundene Ausgabe)
Judith Lennox hat es geschafft eine besondere Familie in einer besonderen Zeit aufleben zu lassen, eine Familie, die den Leser sofort in ihren Bann zieht und ihn nicht wieder loslässt. England im Jahre1909: Der vermögende Industrielle Richard Finborough hätte nicht gedacht, dass er in dem entlegenen Küstendorf Lynmouth der Liebe seines Lebens begegnen würde. Doch genau dies geschieht als er die junge Isabel Zeale vor dem wind- und regengepeitschten Meer am Hafen entdeckt. Ihre Zurückweisung trifft ihn hart und doch kann er sie schließlich für sich gewinnen. Zurück in London vergehen die Jahre wie im Flug und die Kinder Philipp, Theo und Sara werden geboren. Während Isabel in ihrer Mutterrolle voll und ganz aufgeht, weiß Richard seine Firma mit viel Geschick zu führen. Als Isabel ihrer Vergangenheit wegen erpresst wird, droht ihre Ehe zu zerbrechen. Die Autorin versteht es ihren Figuren echtes Leben einzuhauchen und diese so detailreich zu gestalten, dass man manchmal schlicht und einfach vergisst, dass es sich nur um Romanfiguren handelt. Vielmehr werden sie während des Lesens zu Freunden und engen Vertrauten, deren Leben man gebannt verfolgt. Dabei erlebt man so einiges: Isabel und Richard, die sich zwar leidenschaftlich lieben, sich gegenseitig aber auch tief verletzen können. Philipp, Sara und Theo, die nach und nach die Liebe entdecken. Die Familientragödie der angenommenen Tochter Ruby, deren Vater seit Jahren verschollen scheint. Auch Angst und Schrecken der beiden Weltkriege, die nicht nur Europa erschütterten, bleiben dem Leser nicht fern. Und so ist "Das Haus in den Wolken" nicht nur Familienroman und Sittengemälde sondern auch Geschichtsbuch. Wir lesen von einer Zeit im Wandel, von zwei Generationen, die unterschiedlicher und gleicher nicht sein könnten, von einer Familie, die echten Zusammenhalt erst lernen muss und von vielen starken Charakteren, die dieses Buch mit Farbe und Leben füllen, und es dabei zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis machen. Judith Lennox hat neben beeindruckenden Charakteren auch eine eindrückliche Kulisse geschaffen, die den Leser mindestens ebenso in seinen Bann schlägt. Hier wird von London, Irland und Frankreich sowie der Westküste Englands in farbigen Bildern erzählt. Einziges Manko für mich - für andere vielleicht Highlight - ist die detailreiche Schilderung der Geschehnisse des zweiten Weltkrieges. Diese sind mitunter zu lang, geben jedoch einen guten Einblick in ein erschreckendes Stück echte Geschichte. Als Leser hat man den Eindruck man wäre mittendrin, erlebe es am eigenen Körper, was literarisch gesehen beeindruckend, menschlich jedoch verstörend ist. Eine solch ausgefeilte Schilderung der Ereignisse habe ich persönlich in einem Familienroman nicht erwartet. Und doch trägt dies zum Charakter des Buches bei. Es macht die Wandlung der Zeit deutlich, gibt Einblick in das Leben der verschiedensten Menschen während dieser grausamen Jahre und verbindet den Leser noch enger mit den Figuren. Fazit: Ein fesselnder Roman, der nicht nur durch eine sensible Familiengeschichte überzeugt, sondern auch die damalige Zeit und ihre Ereignisse widerspiegelt. Beeindruckend!
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