Die autobiographische Romantrilogie von Dieter Forte hat mich sehr bewegt. Mein Vater hat als Kind die Bombardierungen Düsseldorfs miterleben müssen und wieder und wieder davon erzählt, doch erst die Lektüre dieses Buches konnte den wirklichen Schrecken für mich begreifbar machen, auch wenn man als jemand, der dieses Trauma nicht selbst erlitten hat, natürlich nur einen Bruchteil der Gefühle des Autors nachempfinden kann.
Daneben erfährt man bei der Wanderung durch die Geschichte viel Wissenswertes und Amüsantes über Düsseldorf und die Mentalität der Bewohner. Schockierend fand ich die Erkenntnis, dass es während des Zweiten Weltkrieges in Düsseldorf über zweihundert Gefangenenlager, darunter auch KZ-Außenlager gab. Die Gefangenen mussten nach den Bombenangriffen Schutt räumen und Verschüttete bergen. Kein Düsseldorfer, der diese Zeit miterlebt hat, kann behaupten, er habe von den KZs nichts gewusst.
Nach der Lektüre des Buches weiß man, warum für Dieter Forte und alle anderen, die den Krieg als Kinder durchmachen mussten, die Zeit dort stehen geblieben ist und das "normale" Leben unwirklich erscheint.