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Das Haus auf dem Dach Taschenbuch – 14. August 2007

3 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Himmelstürmer; Auflage: 1., Aufl. (14. August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934825869
  • ISBN-13: 978-3934825864
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 1,7 x 22,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das Haus auf dem Dach bot gerade genug Platz für einen Raum, der eben hoch
genug war, um aufrecht darin zu stehen, ohne sich den Kopf an den Holzstreben, auf denen
das Dach ruhte, zu stoßen. Die Luft darin war so heiß wie in einem Backofen. Auf dem Boden
lag eine große Matratze mit frischem Bettzeug und daneben stand ein schiefes Regal, in dem
einige alte Zeitschriften, Bücher und ein Radio standen und das so wackelig war, dass es bei
der geringsten Mehrbelastung zusammenzubrechen drohte. Sonst gab es nichts in dem Raum.
"Wirklich fürstlich." "Nicht wahr. Das Beste ist: Man hat seine Ruhe und ist völlig ungestört."
Annas kramte in seiner Reisetasche und beförderte ein Päckchen Zigaretten und Papers ans
Tageslicht. Aus seiner Hosentasche zog er ein Stück Hasch hervor. "Raoul hat mir ein kleines
Willkommensgeschenk dagelassen. Ich dachte, du hast vielleicht Lust, noch einen zu
rauchen?" Und ohne meine Antwort abzuwarten begann er einen Joint zu bauen. "Warum
eigentlich nicht." "Warum eigentlich nicht", äffte er mich nach und fuhr mit seiner Zunge über
die Gummierung und klebte den Joint zusammen. "Ein bisschen mehr Begeisterung, wenn ich
bitten darf. Das ist immerhin erstklassige Ware. Ökologisch, direkt vom Hersteller. Komm, hilf
mir die Matratze rauszutragen, hier drinnen erstickt man ja." Er warf das Kissen achtlos auf
den staubigen Boden und wir zerrten die Matratze vor die Tür. Wir warfen uns darauf, den
Rücken an die Mauer gelehnt, und Annas hantierte mit dem Feuerzeug, bis er die erste
Rauchwolke genüsslich ausstieß. "Das war dringend fällig", seufzte er und sog tief den Rauch
ein. "Verlang nur keine philosophischen Gespräche von mir", warnte ich ihn. "Kann ich nicht
versprechen", sagte er bedauernd. Er reichte mir den Joint, wobei er mir mit seinem
Handrücken leicht über meine Brust streifte. Eine wohliger Schauer lief mir über den Bauch.
Ich betrachtete ihn von der Seite, aber er schaute geradeaus in den Nachthimmel. Ich nahm
einige tiefe Züge. Langsam begann die Matzratze zu schaukeln. "Ich will auch mal wieder." Ich
gab den Joint zurück. Während die Matratze zu immer waghalsigeren Schwüngen ausholte,
lag ich da und gab mich meinen unzusammenhängenden Gedankenfetzen hin, die in meinem
Kopf Purzelbäume schlugen."Du hast ja mächtigen Eindruck auf Jihane gemacht", meinte
Annas. "Leider spielen wir nicht in der gleichen Liga", kicherte ich albern. "Was?" "Ich stehe auf
Männer, schon vergessen?" "Ach so, ja. Klar", schob Annas das Thema kurzangebunden von
sich. Es schien ihm nicht angelegen zu sein, darüber zu sprechen. "Hast du es denn nie mit
Frauen probiert." Die Frage kam ihm zwar nur schwer über die Lippen, schien ihn trotzdem zu
beschäftigen. "Doch, mehrmals." "Und? Wie war das?", wollte er fast ängstlich wissen.
"Chaotisch, würde ich sagen. Ich habe meine Jugendfreundin entjungfert." Ich musste wieder
furchtbar lachen. "Ist nicht wahr?" "Doch. Allerdings eher aus versehen. Ihre Eltern waren in
Urlaub und wir haben bei ihr Fern gesehen. Irgendwann begannen wir, uns zu küssen. Eines
kam zum anderen und irgendwann waren wir nackt und fummelten. Plötzlich fing sie zu bluten
an. Das ganze Sofa war versaut. Wir haben einen riesigen Schreck bekommen, doch waren
wir erst einmal damit beschäftig, das Sofa wieder sauber zu bekommen. Danach wurde uns
erst klar, was wir gemacht hatten. Wir lachten ein wenig, wir weinten ein wenig." Ich machte
eine vage Geste in die Luft. "Wart ihr zusammen?" "Nein, wir sind immer noch befreundet,
aber richtig zusammen waren wir nie." "Und hattest du mal eine Freundin?" "Ja, auch." "Und
wie war das?" "Wie war das, wie war das? Was möchtest du denn hören? Wie soll ich denn
das so einfach beantworten?" Meine Zunge wurde immer schwerer und ich hatte keine Lust
mehr zu sprechen. "Habt ihr euch gut verstanden, hattet ihr Sex, wieso habt ihr euch getrennt.
Wie hast du gemerkt, dass du auf Jungs stehst?" "Wieso willst du das denn wissen?" Ich fühlte
mich gut, wie ich so dalag und das letzte was ich jetzt wollte, war eine mich einer Zeit zu
erinnern, die weder besonders glorreich noch einfach für mich gewesen war. "Ich weiß nicht.
Ich kenne nicht so viele wie dich. Und es interessiert mich eben." Ich atmete hörbar aus. Seine
Worte hatten mir einen Stich versetzt. Er war mir so nah, dass ich die Wärme seines Körpers
spüren konnte, so nah, dass ich nur ein wenig meine Hand bewegen musste, um ihn zu
berühren. Trotzdem hatte ich das Gefühl, er hätte mit seiner letzten Bemerkung einen Abgrund
zwischen uns aufgerissen. So einer wie ich. Diese Worte trennten uns. Ich fühlte mich wie ein
bunter Hund, wie ein bizarres Insekt oder eine exotische Pflanze, die man zwar bestaunt sie,
die aber immer unheimlich und fremd bleiben. Als ich schwieg, drehte sich Annas auf die Seite
und sah mich an. "Was ist, wieso bist du so still?" "Solche wie ich", stieß ich zwischen den
Zähnen hervor. "Glaubst du, ich sei anomal? Da muss ich dich enttäuschen, denn es gibt viele
Solche wie ich, die genau das Gleiche erlebt haben, wie ich." "Das weiß ich schon, aber ich
kenne eben nicht so viele Anomale", kicherte Annas und setzte sich auf. Ich gab ihm unsanft
einen Tritt. "Aua! Gewalttätig wird er auch noch. Ich glaube, wir müssen noch einen rauchen,
das löst die Zunge." "Und baut die Hemmungen ab", meinte ich zweideutig. Wenn er meine
Anspielung verstanden hatte, ließ er es sich nicht anmerken, denn er sah nicht von seinen
Händen auf, die geschickt den Tabak zusammenrollten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von F. Piotraschke am 21. August 2007
Format: Taschenbuch
Als Armin auf dem Flug nach Marokko den attraktiven Annas kennenlernt und der Ihn auch gleich einlädt, seinen Urlaub bei ihm zu verbringen, scheint einem entspannten Urlaub inklusive handfestem Flirt nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die Enge im Haus von Annas' Eltern und dessen undurchsichtiges Verhalten machen eine Beziehung der beiden Männer unmöglich. Bald bricht Armin aus dieser erstickenden Atmosphäre aus und irrt plan- und ziellos durch das exotische Marokko. Lässt sich von der Stimmung dieses geheimnisvollen Landes tragen und lässt sich auf manches nicht ganz ungefährliche Spielchen ein, bis er endlich einen neuen Zugang zu Annas findet, der die Möglichkeit zu einer ehrlichen Gemeinsamkeit bietet.
Man merkt Theo Rauchs Erstling an, dass er eine Weile in Marrakesch gelebt hat. In einer plastischen und sehr bildhaften Sprache entsteht vor dem Auge des Lesers ein farbenprächtiges und verlockendes Bild Marokkos, dass einen mit seiner Atmosphäre, seinen Düften und Männern, die immer ein wenig begehrlich wirken, gefangen nimmt. Glaubhafte Charaktere und eine spannende Geschichte lassen einen nicht mehr los, so dass man das Buch in einem Stück verschlingt.
Mit das spannendste, intelligentste und prickelndste Buch, dass ich seit langem gelesen habe.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Heiko am 21. September 2007
Format: Taschenbuch
Zuerst muß man einmal sagen, daß man sich bei diesem Buch nicht vom Cover abschrecken lassen sollte. Der Klappentext hat mich angesprochen, aber nach der Aufmachung habe ich zuerst sehr gezögert. Dann habe ich es doch gelesen und war völlig überrascht.

Armin, der Ich-Erzähler des Buches, ist ein charmanter Chaot, ein wenig der Typ des flatterhaften Bruders aus dem amerikanischen Kino, in den Mom und Dad alle Hoffnung gesetzt haben, aber bei dem im entscheidenden Moment immer etwas daneben geht. Deshalb ist seine Beziehung mit seinem Ex auch in die Binsen gegangen, deshalb sitzt er wie ein Teenie im Flugzeug und deshalb weiß er auch gar nicht so recht, wo die Reise hingeht.

Zum Glück trifft er Annas, der es versteht, nach außen hin ein selbstsicheres Wesen zu zeigen, jedoch innerlich, wie man im Lauf des Buches erfährt, genauso unsicher und verletzlich ist wie Armin. Kein Wunder also, daß es zwischen ihnen funkt. Eigentlich ist das die Geschichte, wie jeder sie, egal ob Mädchen oder Jung, ob schwul oder hetero, irgendwann in der Pubertät einmal erlebt. Nur sind die beiden Protagonisten schon Mitte zwanzig. Daraus ergibt sich natürlich schon eine gewisse Tragikomik.

Armin ist unsicher in dem fremden Land, kann sich unter den wachsamen Augen von Annas' Verwandtschaft nicht so verhalten, wie er es möchte. Annas kann sich zuerst seine Gefühle für Armin nicht eingestehen, ist hin- und hergerissen zwischen der Erziehung seiner dominanten Mutter und seinen Gefühlen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Alexander Ruppert am 12. Januar 2008
Format: Taschenbuch
Ein sehr realistisch geschriebener Roman,über die Beziehungsproblematik zwischen "geoutet und ungeoutet". Leider zieht sich der Text anfangs etwas, später wird man aber durch Spannung, Liebe, Sehnsucht, Erotik und die allzu realistische Angst vor dem Verlassenwerden belohnt.4 Sterne Lesen!
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