Pressestimmen
Faszinierende Entdeckungsreise ins halbdunkle Reich der Psyche auf den Spuren des Symbols Haus. Aus dem Reservoir verschiedener psychoanalytischer Schulen schöpfend und zahlreiche beeindruckende Zitate aus Literatur, Film, Kunst, Träumen und der Therapie einbeziehend, demonstriert der Psychoanalytiker, welch ambivalente und vielschichtige Bedeutungen das Symbol Haus annehmen kann. (ekz-Informationsdienst)
Bereits Sigmund Freud weist in seiner »Traumdeutung« auf die symbolische Bedeutung des Hauses für den Menschen und sein Selbstbild hin, doch schon weit vor ihm hat es sich als literarisches und künstlerisches Motiv jenseits seiner Denotation situiert. Vom Merkmal der Zivilisierung der Menschengattung über Bedeutungen für Familiengenealogien (»Elternhaus«) bis hin Sinnbildern von Geborgenheit, Mutterleib und Körper reichen seine Verwendungs- und Verständnisarten in der Kunst. Der Psychoanalytiker Mathias Hirsch widmet dem Haus nun eine ganze Monografie, in der er diese Bedeutungsvarianten untersucht. »Ist man erst einmal auf die vielfältige, ubiquitäre Verwendung des Hauses als metaphorisches Bild aufmerksam geworden, begegnet man ihm auf Schritt und Tritt«, konstatiert er und setzt sich und seiner Untersuchung das Ziel, die Haus-Metaphoriken zu strukturieren und zu gruppieren und Interpretationsansätze dazu zu versammeln. Heraus kommt ein hoch interessanter Beitrag über ein allgegenwärtiges Motiv in Literatur, Film und anderen Künsten, das gedankt der vornehmlich psychologischen Herangehensweise des Autors durch seine Verwendung Rückschlüsse auf den Verwender, seinen historischen und psychologischen Kontext zulässt. Jedoch wird hier keineswegs eine Art »Lexikon der Hausbedeutungen« aufgestellt, sondern kontextsensibel vorgeschlagen, welche Bedeutungsnuancen Haus-Metaphern annehmen können. Mit viel Humor, Kunst- und Sachkenntnis wird der Leser hier im teilweise vierfarbig bebilderten Band für die Mythologie, Soziologie, Kulturgeschichte, Anthropologie und Psychologie des Themas sensibilisiert. Für Filmwissenschaftler ist es nicht nur vom Thema her, sondern auch wegen seiner Auseinandersetzung mit Einzelwerken (von Lynchs »Mulholland Drive« bis Tarkowskijs »Opfer«) lesenswert. (FilmPresse.net)
Bereits Sigmund Freud weist in seiner »Traumdeutung« auf die symbolische Bedeutung des Hauses für den Menschen und sein Selbstbild hin, doch schon weit vor ihm hat es sich als literarisches und künstlerisches Motiv jenseits seiner Denotation situiert. Vom Merkmal der Zivilisierung der Menschengattung über Bedeutungen für Familiengenealogien (»Elternhaus«) bis hin Sinnbildern von Geborgenheit, Mutterleib und Körper reichen seine Verwendungs- und Verständnisarten in der Kunst. Der Psychoanalytiker Mathias Hirsch widmet dem Haus nun eine ganze Monografie, in der er diese Bedeutungsvarianten untersucht. »Ist man erst einmal auf die vielfältige, ubiquitäre Verwendung des Hauses als metaphorisches Bild aufmerksam geworden, begegnet man ihm auf Schritt und Tritt«, konstatiert er und setzt sich und seiner Untersuchung das Ziel, die Haus-Metaphoriken zu strukturieren und zu gruppieren und Interpretationsansätze dazu zu versammeln. Heraus kommt ein hoch interessanter Beitrag über ein allgegenwärtiges Motiv in Literatur, Film und anderen Künsten, das gedankt der vornehmlich psychologischen Herangehensweise des Autors durch seine Verwendung Rückschlüsse auf den Verwender, seinen historischen und psychologischen Kontext zulässt. Jedoch wird hier keineswegs eine Art »Lexikon der Hausbedeutungen« aufgestellt, sondern kontextsensibel vorgeschlagen, welche Bedeutungsnuancen Haus-Metaphern annehmen können. Mit viel Humor, Kunst- und Sachkenntnis wird der Leser hier im teilweise vierfarbig bebilderten Band für die Mythologie, Soziologie, Kulturgeschichte, Anthropologie und Psychologie des Themas sensibilisiert. Für Filmwissenschaftler ist es nicht nur vom Thema her, sondern auch wegen seiner Auseinandersetzung mit Einzelwerken (von Lynchs »Mulholland Drive« bis Tarkowskijs »Opfer«) lesenswert. (FilmPresse.net)
Kurzbeschreibung
»Wenn das Haus fertig ist, kommt der Tod.« (türk. Sprichwort) Das Haus verbinden wir mit Geborgenheit und Sicherheit. Es ist Teil unserer Sehnsuchtsliebe nach der idealisierten Kindheit im Elternhaus, und gleichzeitig symbolisiert es eigene Zukunftswünsche nach Selbständigkeit im eigenen Haus. Das eigene Haus bedeutet aber auch ein Festgelegt-Sein, ein Stück Unfreiheit: Individualität wird zur Konformität, Freiheit zur Festlegung, Sicherheit zur Abhängigkeit. Möchte man sich im Haus selbst eine mütterliche Hülle schaffen, entdeckt man über kurz oder lang mit unheimlichem Gefühl, dass es auch den Charakter des Grabes annehmen kann. So ist das Haus und jede seiner Formen ein Kristallisationspunkt eines basalen ambivalenten Autonomie-Abhängigkeitskonflikts, den wir alle kennen und dem Mathias Hirsch nachgeht: witzig und hintergründig - kulturwissenschaftlich und psychoanalytisch. Eine brillante, lesenswerte und tiefsinnige Betrachtung über eines der ältesten Kulturphänomene überhaupt.
Über den Autor
Dr. med. Mathias Hirsch ist Facharzt für Psychiatrie und für psychotherapeutische Medizin sowie Psychoanalytiker (DGPT, affiliiertes Mitglied DPV), Gruppenanalytiker (DAGG, Sektion AG) und Ehrenmitglied des Psychoanalytischen Seminars Vorarlberg (Zweig des Innsbrucker Arbeitskreises für Psychoanalyse). Er ist mit seiner psychoanalytischen Praxis in Düsseldorf niedergelassen. Publikationen im Psychosozial-Verlag: »Der eigene Körper als Objekt« (1998), »Realer Inzest« (1999), »Der eigene Körper als Symbol?« (2002), »Das Haus« (2006), »Das Kindesopfer« (2006) (Hrsg.), »Die Matthäus-Passion Johann Sebastian Bachs« (2008) u.a.