Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auf jeder Seite eine neue Überraschung, 27. Januar 2004
Schon der Klappentext dieses Buches liest sich spannend - läßt aber nicht vermuten, was für eine ausgeklügelte und spannende Geschichte sich in diesem Buch verbirgt. Ich habe dieses Buch mit offenem Mund in einem durchgelesen - und das obwohl es ganz beginnt wie das Stereotyp einer typischen College-Geschichte: Da gibt es die seltsame Sypathieträgerin, die von ihrem hochgradig unsympatischen Freund unterdrückt wird, und auch den sensiblen Eigenbrödler, der ihre Schönheit auf den ersten Blick erkennt und selbst ihre verrückt wirkenden Anwandlungen vertreidigt, bevor er weiß, daß sie durch ihre Narkolepsie verursacht werden. Gesponnen um das Motiv eines alten Hauses am Meer und dem des Schlafes bzw der verschiedenen krankhaften Einstellung der Charaktere dazu webt Coe in diesem Buch eine Geschichte, die Ihres gleichen sucht. Trotz zahlreicher Hinweise schon am Anfang des Buches kommt man nicht von alleine auf die komplizierten Verstrickungen dieses Buches und muß so unaufhaltsam weiterlesen. Der klichehafte Plot der Geschichte der an einen klassischer Triller erinnert wird ad absudrum geführt, indem die einzelnen Handlungsstünge immer wieder auf so unerwartete Weise miteinander verquickt werden, daß einem der Atmen stockt. Dabei kommt die Geschichte jedoch ganz ohne "die Gefahr" bzw. "das Böse" aus, die einen solchen Thriller auszeichnen. Selbst das Ende dieses Buches schafft es, das Happy End zwar zu vermeiden aber trotzdem eine Art Befriedigung zu erzeugen, da ausnahmslos alle Versatzstücke des Buches zu einem großen ganzen zusammengeführt wird, in dem jedem einzelnen Charakter eine Schlüsselrolle zukommt. Unbedingt lesen!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Das Haus des Schlafes" garantiert schlaflose Nächte!!!, 6. August 2004
Dieser Roman hätte eigentlich mindestens sechs Sterne verdient! Es ist ein wirklich meisterhaft geschriebenes Buch, das so feine und subtile Hinweise an den Leser vergibt, dass man erst beim zweiten Mal lesen Dinge bemerkt, die beim ersten Lesen verborgen bleiben (kaum ein Roman kann das von sich behaupten!!). Im Wesentlichen geht es um eine Gruppe von Studenten, die zusammen in einem Studentenwohnheim leben. Jahre später kauft einer von ihnen dieses Haus und macht daraus eine Privatklinik, in der Schlafstörungen behandelt werden. Alle wichtigen Personen aus der Vergangenheit tauchen plötzlich (mehr oder weniger auffällig) dort auf, und zeigen, wie die Vergangenheit sich immer noch auf ihr Leben auswirkt: im Mittelpunkt der ganzen Geschichte steht Sarah, zu der jeder der ehemaligen Studenten eine ganz besondere Beziehung hat, die er vor den anderen zu verheimlichen sucht. Sarah, die einzige, die wirklich massive Schlafstörungen hat, ist allerdings auch die einzige, die nicht in der Schlafklinik auftaucht... Wirklich ein mitreißend erzählter, trauriger, sehr satirischer und auf jeden Fall faszinierender Roman, der sehr schön geschrieben ist und den man wirklich nicht aus der Hand legen kann. Auf keinen Fall etwas zum Nebenbei-Lesen, dieser Roman verlangt Aufmerksamkeit, denn sonst macht es keinen Spaß. Der Leser kann und muss hier nämlich viele Dinge selber entschlüsseln, die nicht explizit verknüpft oder erläutert werden. Ein sehr außergewöhnliches Buch - und gerade deshalb so unglaublich großartig!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein schönes Puzzle, das sich langsam zusammensetzt, 18. August 2008
Um das Fazit vorweg zu nehmen: Das Buch lohnt sich. Es gewinnt mit jedem Kapitel dazu und erreicht am Ende seinen logischen und emotionalen Höhepunkt. Das kann man nicht von vielen Büchern sagen.
Dennoch haben mich einige sprachliche Eigenarten am Anfang gebremst. Coe füllt Seiten mit Dialogen in wörtlicher Rede ohne eine Szene visuell auszuarbeiten, ohne zu verdeutlichen, wer gerade was sagt. Das liest sich flott, aber die Figuren sind so zunächst einmal schwer zu unterscheiden. Irgendwie sind die Protagonisten dieses Ensemblestücks alle sehr studentisch, intelligent und eloquent, und feiern und diskutieren was das Zeug hält. Studenten eben, aber in dieser Anhäufung qua ihrer gemeinsamen Lebenssituation und des fast gleichen Alters eine homogene Gruppe, aus der sich dramaturgisch nicht so leicht ein dynamischer Plot zaubern lässt.
Unverständlich sind mir einige formale/technische Spielereien (Kapitel wechseln mitten im Satz, Zeitsprünge werden an Kapitelnummern festgemacht, anstatt sie kurz in den Text einzuflechten). Nicht ganz klar ist mir, welcher Teufel da den Autor geritten hat. Das wäre nicht nötig gewesen, denn es wirkt sehr aufgesetzt und irgendwie unfertig.
Nachdem sich dann aber das tolle Puzzle nach und nach zu entfalten beginnt, werden diese formalen Schwächen zweitrangig und Coe wartet dann am Ende tatsächlich mit sehr überraschenden und emotional wirklich bewegenden Wendungen auf, dass es eine echte Freude ist! Der Plot ist perfekt ausgetüftelt, ohne aufdringlich oder künstlich zu sein und hat einige fantastische "Puzzle" in sich, die einfach toll verwoben sind. Es lohnt sich, von Anfang an auf jedes Detail zu achten!
Mit der Zeit steigert sich der leicht satirische und manchmal fast schadenfrohe Humor. Ja, man kann auch schmunzeln und lachen in diesem Buch. Nachdem ich das Buch durch hatte, war sich durch und durch gerührt und zufrieden. Es beschlich mich die Sehnsucht, noch länger in Gesellschaft dieser Romanfiguren zu verbringen. Was will man eigentlich mehr erwarten von einem Buch?
Fünf Sterne für die Geschichte, den Humor und das tolle Ende. Ein Stern Abzug für die seltsamen Textspielereien und den nicht ganz so leichten Einstieg - aber das ist schnell verziehen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall.
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