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Das Haus der Rajanis
 
 
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Das Haus der Rajanis [Gebundene Ausgabe]

Alon Hilu , Markus Lemke
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 354 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (18. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406612873
  • ISBN-13: 978-3406612879
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 362.962 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

August 1895: Ein Schiff mit jüdischen Siedlern erreicht den Hafen von Jaffa, unter ihnen der junge Agrarwissenschaftler Isaac Luminsky mit seiner schönen Frau Esther - frisch verheiratet und voller Zukunftserwartungen. Doch bereits der erste Kontakt mit den palästinensischen Arabern verläuft unglücklich: Esthers Koffer landen im Wasser.
Isaac freundet sich mit dem zwölfjährigen muslimischen Salach Rajani an, der verträumt, mitunter etwas verstört auf dem weitläufigen Familienanwesen am Stadtrand abgeschottet aufwächst. Mehr und mehr interessiert sich Isaac allerdings für dessen attraktive Mutter Afifa und das fruchtbare Land der Rajanis. Die Ereignisse überschlagen sich, als der Vater des Jungen nach langer Geschäfts- reise zurückkehrt, Salach seine Mutter und Isaac in flagranti erwischt und die arabischen Arbeiter vom Land der Familie vertrieben werden. Freundschaft schlägt in Hass um, Salachs geistige Verwirrung nimmt zu, die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen ...
In seinem neuen Roman, der in Israel enormes Aufsehen erregte, entwirft Alon Hilu ein farbiges und genaues Bild Palästinas Ende des 19. Jahrhunderts, erzählt sinnlich, komisch und spannend in Form wechselnder Tagebucheinträge von einem dramatischen Konflikt, der bis heute anhält. So bekommt man einen ungeschminkten, jüdischen wie palästinensischen Blick auf die historischen Ereignisse.

Über den Autor

Alon Hilu wurde 1972 in Jaffa geboren. Zunächst verfasste er Hörspiele, in den 1990er Jahren veröffentlichte er Kurzgeschichten in diversen Literaturmagazinen. Neben Jura studierte Hilu an der Universität in Tel Aviv Dramatic Writing, u. a. bei Israels führenden Dramatikern Jehoschua Sobol und Schmuel Hasfari. Heute lebt der Autor in Herzeliya.

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Kundenrezensionen

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jurmai
Format:Gebundene Ausgabe
... aber keineswegs sollte! Zugegeben: es ist nicht einfach hier nicht aufzugeben, denn man taucht nicht nur in einen fremden Kulturkreis ein, sondern muss sich mit einer 100 Jahre alten Sprache, deren Satzbau an das Arabische angelehnt ist, auseinandersetzen. Dazu kommt, dass der Autor auch sprachlich einiges von seinen Lesern abverlangt. Das ist definitiv kein Buch zum "Nebenher" lesen! Allerdings merkte ich beim Lesen des Werkes immer wieder, wie ich versuchte zu verstehen, was Alon Hilu in parabelhafter Weise mitteilen will.

Durch die wechselnden Tagebucheinträge des arabischen Jünglings und des immigrierten Juden, wo für mich wirklich lange Zeit nicht klar war, wer von beiden auf jeweils eigentümliche Art und Weise besessen war, kann man die Spannung der beiden Volksstämme gut nachempfinden und ich konnte mich immer wieder auf erschreckende Art und Weise in beide Sichtweisen einfinden.

Ich habe ein wenig über die Entstehungsgeschichte des Buches und über die Stimmen nach der Veröffentlichung recherchiert: vieles aus dem Buch wird einem erst dann klar, wenn man beispielsweise weiß, dass der Name "Rajani'" sehr eng an den Namen einer der bedeutenden arabischen Familien angelehnt ist. Dies präsentiert der Autor nicht unbedingt auf dem Silbertablett. Ein Grund mehr, dieses Buch zu gegebener Zeit ein zweites Mal in die Hand zu nehmen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der jüdische Agrarwissenschaftler Issac begibt sich mit seiner Frau auf den Weg nach Jaffa um dort ein neues Leben zu beginnen. Deren Start in ihrer neuen Heimat verläuft jedoch nicht reibungslos, da schon bei ihrer Ankunft die Spannungen zwischen den palästinensischen Arabern und den neu ankommenden Juden deutlich werden.

Wer allerdings hofft, mit Alon Hilus Roman "Das Haus der Rajanis" einen Roman gefunden zu haben, der den schon lange schwelenden Konflikt zwischen Palästinensern und Arabern näher beleuchtet, der wird enttäuscht werden. Über die Geschichte und die Kulturen dieser Bevölkerungsgruppen wird nur wenig berichtet. Schließlich tritt schon frühzeitig der junge Araber Salach in Issacs Leben, der von Selbstmordgedanken gequält und geistig mehr als verwirrt erscheint. Salachs Mutter bittet Isaac, sich ein wenig um den Jungen zu kümmern, da er sich in seiner Anwesenheit wohl ein wenig besser fühle. Als sich Salchas Mutter und Isaac näher kommen, wandelt sich Salachs Liebe zu Hass und Eifersucht gegenüber Isaac. Der Autor bricht somit den Konflikt der unterschiedlichen Kulturen auf ein Einzelschicksal herunter, welches wohl nur bedingt repräsentativ ist.

Nichtsdestotrotz empfang ich diesen Roman als einen - im positiven Sinne - sehr außergewöhnlichen. Verfasst ist er in Form von Tagebucheinträgen von Isaac, wie auch von Salach. So bekommt man einen sehr guten Einblick in Isaacs Empfindungen sowie in die Psyche des Jungen. Auch wenn es bei Salachs Einträgen immer schwierig ist zwischen Realität und Wahnsinn zu unterscheiden, so macht vielleicht genau dies den Reiz aus, weiterzulesen. Schließlich möchte man wissen, was wirklich passiert ist und ob der Hass auf Isaac noch dramatischere Wendungen nach sich zieht.

Die Sprache ist zu Beginn vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig, da der hier verwendete Stil wohl schon recht alt sein dürfte und durch aus unserer Perspektive "verdrehte" Satzstellungen und teilweise unglaublich lange Schachtelsätze befremdlich wirkt. Aber genau dies gefällt mir an dem Roman so gut. Schließlich gewöhnt man sich nach ein paar Seiten an diesen Stil und außerdem ist es eine willkommene Abwechslung zu all den Romanen, die sprachlich gesehen ebenso von Schülern der Mittelstufe hätten verfasst werden können. Hinzu kommt, dass der Roman Ende des 19. Jahrhunderts spielt und dieser so eben viel authentischer wirkt.

Auch wenn mich Isaacs Geschichte und die Sprache des Romans schnell in ihren Bann gezogen haben, so hätte der Autor noch viel mehr aus seinem Roman machen können. Ziemlich schnell vertieft er sich nämlich nur auf die Beziehung zwischen dem Jungen und Isaac. Was um die beiden herum geschieht, kommt um einiges zu kurz und der Leser hat das Gefühl, dass die Geschichte einfach nicht vollständig erzählt wurde. So fragt man sich, welche Probleme Esther eigentlich mit ihrem Mann hat, dass sie so lange auf Abstand zu ihm geht. Und was erzählt Isaac ihr eigentlich, warum er sich die ganze Zeit auf dem Gut der Rajanis aufhält? Solche und ähnliche Fragen bleiben leider unbeantwortet.

Nichtsdestotrotz kann ich den Roman all jenen empfehlen, die sich gerne mal eine etwas anspruchsvollere Lektüre zu Gemüte führen möchten und auch vor den wahnsinnigen Gedanken eines Jungen nicht zurückschrecken.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Außergewöhnliches Buch 1. April 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Alon Hilu entführt uns mit seinem Buch 'Das Haus der Rajanis' ins Israel am Ende des 19. Jahrhunderts. hierbei lernen wird das frisch vermählte jüdische Ehepaar Luminsky kennen, welches auf einem Schiff nach Jaffa reist, um im Lande Zion ein neues Leben zu beginnen.

Die ersten Kapitel sind, manchmal jedenfalls, doch leicht nervig zu lesen, da sich Jacques dort massiv über seine sexuellen Gelüste auslässt und diese sich manchmal recht plump lesen. Doch beim weiteren Lesen des Buches wird der einzigartige Schreibstil des Autors deutlich und macht das Buch zu einem Leseerlebnis.

Der Neubeginn ist nur unter erschwerten Bedingungen möglich, die versprochene Arbeit und der fruchtbare Grundbesitz sind nicht ausreichend vorhanden, eine Integration ist weder gewünscht noch gewollt und auch die Ehe von Jaques ist nicht das, was er sich vorstellte. Erst die Begegnung mit Afifa und ihrem Sohn Salach, einer verheirateten Araberin und deren fruchtbares und wundervolles Anwesen ändern die Situation, Jaques widmet sich dem psychisch kranken Sohn Salach und begehrt Afifa leidenschaftlich und schon bald das gesamte Anwesen. Er bereitet alles vor, um die arabischen Pachtbauern, die für die Familie arbeiten, durch eigene, aus Russland emigrierte Juden zu ersetzen und so der Herr über das fruchtbare Land zu werden. Die Situation schärft sich immer mehr zu und die Forderungen werden immer höher. Mehr sei zu dem Buchinhalt jedoch hier nicht verraten.

In dem Buch finden sich keine Tabus, es werden diverse Themen angesprochen und es zeigt sich hierbei deutlich, dass von beiden Seiten in der damaligen Zeit Vorurteile, Urteile und Ereignisse jeweils unterschiedlich dargestellt werden und wurden. Der Perspektivenwechsel zwischen den Tagebuchaufzeichnungen von Jacques, den Ich-Erzählungen von Salach sowie seiner Geschichte ist einerseits verwirrend, da die Sprache und die Metaphorik wechseln, andererseits auch spannend.

Dieses Buch erfordert Zeit, Geduld und Energie, um sich dem Inhalt wirklich ganz widmen zu können, aber diese Zeit lohnt sich, zumal das wichtige Thema über den Beginn der zionistische Bewegung und der Beginn der Konflikte in Israel im Buch ihre Würdigung finden. Auch ist hier nicht nur die jüdische Seite, sondern durch die Visionen Salachs, auch die arabische Seite zu sehen und man erkennt, dass keine der beiden Seiten unschuldig an den Konflikten, die bis in die heutige Zeit fortdauern, unschuldig ist. Ein Buch, das 5 Sterne mehr als verdient hat.
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Vor 4 Monaten von Winfried Stanzick veröffentlicht
Das Haus der Rajanis
Alon Hilu hat aus den abwechselnden Tagebucheinträgen des Isaac Luminsky und des Salach Rajani einen Roman gebastelt, der die Situation in Israel Ende des 19. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Stina veröffentlicht
Anstrengend und sehr gewöhnungsbedürftig
Anfangs fand ich dieses Buches sehr spannend, weil ich die angewandte Sprache als einmal etwas anderes fand und mir der Einstieg in das Buch durchaus ein Schmunzeln auf`s Gesicht... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Silvia1981 veröffentlicht
Perspektivenwechsel
Alon Hilu entführt uns mit seinem Buch "Das Haus der Rajanis" ins Israel am Ende des 19. Jahrhunderts. Lesen Sie weiter...
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Vor 15 Monaten von POR veröffentlicht
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Vor 15 Monaten von T. Jannusch veröffentlicht
Was für eine Qual
Dies wird eine halbherzige oberflächliche Rezension und jeder, der eine Buchempfehlung erwartet, sollte nicht weiterlesen. Von mir bekommt er nämlich keine. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von suse9 veröffentlicht
Das Haus der Rajanis
Der Roman spielt Ende des 19. Jh. im ehemaligen britischen Mandatsgebietes Palästina (heute Israel) im Umfeld der ersten Masseneinwanderung europäischer Juden nach... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von mepping veröffentlicht
Literarische Herausforderung
Meine Meinung:

Cover:
Wenn die Reise nach Jaffa führt - welches Motiv konnte da passender sein denn Orangen? Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Lesemäuschen veröffentlicht
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Kundenrezension 0 29.01.2011
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