Joelle sucht Abstand zu ihrer Beziehung zu George und fährt in ein kleines Haus an der bretonischen Küste. Serge, von der Polizei wegen Mordes gesucht, nimmt sie unterwegs als Geisel und zwingt sie, ihn mit in ihr Haus zu nehmen. Hier verbringen sie sechs Tage miteinander, in denen sich eine spannende, beklemmende Beziehung entwickelt. Joelle ist hin- und hergerissen zwischen Angst und Zuneigung. Nach und nach verändert sich durch lange, emotionale Gespräche die Beziehung der beiden ...
Britta Glodde hat es geschafft, mich einen ganzen Tag lang zu fesseln, denn genauso lang brauchte ich, dieses Buch zu lesen. Vor allem die Empfindungen von Joelle wurden sehr nachvollziehbar beschrieben, da sie in Serge einen Menschen gefunden hatte, der ihr - gezwungenermaßen - endlich Aufmerksamkeit schenkt, andererseits jedoch ein gesuchter Mörder ist. Wie weit kann sie Serge trauen? Ist er tatsächlich ein Mörder und wie ehrlich und offen ist er ihr gegenüber wirklich? Der Wunsch nach Antworten auf diese Fragen steigert sich von Seite zu Seite, so daß man das Ende kaum erwarten kann.
Dies ist in meinen Augen allerdings auch der einzige Wermuthstropfen an diesem Buch: Ich hätte mir den Ausgang der Beziehung der beiden ein bißchen anders gewünscht. Trotzdem fünf Sterne, weil der Schluß wieder so befreiend war, wie man es Joelle nur wünschen kann.