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Das Handwerk des Teufels: Roman [Gebundene Ausgabe]

Donald Ray Pollock , Peter Torberg
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Februar 2012
Ein Roman als Wegführer in die Hölle. Seit Langem hat sich kein Erzähler mehr mit einer solchen Wucht in die erste Reihe der amerikanischen Literatur katapultiert. In seinem Debütroman entwirft Donald Ray Pollock eine Schreckensvision menschlicher Abgründe, brutal, nachtschwarz und ohne Hoffnung.Zwei Lebensfluchten kollidieren, eine auf dem Weg in die Verdammnis, die andere aus ihr heraus. Der junge Arvin wächst in den fünfziger Jahren im heruntergekommenen Niemandsland des Mittleren Westens auf. Hier hat sich der amerikanische Traum in einen fiebrigen Albtraum verwandelt, der bevölkert wird von psychopathischen Verbrechern, korrupten Sheriffs und religiösen Fanatikern. Arvin ringt um einen Ausweg aus dieser Welt. Doch als seine Freundin vom Ortsprediger missbraucht wird und sich daraufhin erhängt, nimmt auch er das Gesetz in die eigene Hand. Zur gleichen Zeit, nur wenige Meilen entfernt, brechen die beiden Serienkiller Carl und Sandy zur Jagd auf. Sie locken arglose Tramper in ihren Wagen, um sie dort auf brutale Art und Weise umzubringen. Irgendwo in der Tiefe des Hinterlandes, in jenem unsichtbaren Grenzgebiet zwischen Zivilisation und archaischer Grausamkeit, kreuzen sie schließlich Arvins Weg ... Unaufhaltsam verstrickt Pollock seine Leser in ein undurchdringliches Labyrinth des Bösen. "Das Handwerk des Teufels" ist ein ebenso verstörender wie mitreißender Roman über den epischen Kampf zwischen Schicksal und Moral, Schuld und Gerechtigkeit. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Aber sie stirbt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 302 Seiten
  • Verlag: Liebeskind; Auflage: 1., Deutsche Erstauflage (Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935890850
  • ISBN-13: 978-3935890854
  • Originaltitel: The Devil All The Time
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 60.229 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Sie werden nachts Ihre Tür abschließen. Donald Ray Pollocks Roman ist ein literarischer Tsunami des Bösen." (The Washington Post)

Über den Autor

Donald Ray Pollock, geboren 1954, wuchs im US-Bundesstaat Ohio auf. Mit siebzehn Jahren brach er die Highschool ab und nahm einen Job in einer Fleischfabrik an. Danach arbeitete er über dreißig Jahre in einer Papiermühle, zumeist als Lastwagenfahrer. Ende der achtziger Jahre holte er in Abendkursen seinen Schulabschluss nach und schrieb sich an der Ohio State University ein.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "dunkles" Buch von einem großartigen Autor 8. Februar 2012
Von Hamlet TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Nach der Veröffentlichung eines Bandes mit Erzählungen hat Donald Ray Pollock nun mit seinem ersten Roman bewiesen, dass er ein ganz Großer der amerikanischen Literatur ist. Das Handwerk des Teufels" hat mich von der ersten Zeile an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.

Es ist heftig, erschreckend, ergreifend, beängstigend, wundervoll und großartig - und das alles gleichzeitig.

Kein Zweifel, es ist ein ,dunkles` Buch, und die meisten Menschen, denen wir in diesen Landstrichen in West-Virginia und Ohio begegnen, möchte man unter keinen Umständen zwischen Nacht und Dunkel treffen.

Es wird erst allmählich im Laufe der Handlung klar, in welchen Beziehungen sie zueinander stehen, und wie die Ereignisse aus der Vergangenheit die Gegenwart beeinflussen. Und für jeden dieser Menschen gibt es weder Hoffnung noch Erlösung, sondern lediglich einen Platz in der Hölle.

Die Geschichte entwickelt sich rasant, und so kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen und hetzt durch die Seiten, ohne Luft zu holen. Pollock schreibt sehr anschaulich und findet immer die richtigen Worte, so dass man das billige Parfüm und den Schweiß riecht, den Whiskey und den Kaffee schmeckt und die seit Wochen ungewaschene Kleidung förmlich auf der Haut fühlt.

Gewaltig, brutal, beeindruckend und verstörend, ein herausragendes Leseerlebnis - mein Buch des Monats
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig 8. April 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Auf "Das Handwerk des Teufels" wurde ich durch eine euphorische Buchempfehlung von Thomas Schindler im ZDF-Morgenmagazin aufmerksam. Entsprechend hoch waren bei mir auch die Erwartungen, als ich mir "Das Handwerk des Teufels" ein paar Tage später kaufte. Diese wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil zeigte sich mit jeder Seite, dass Donald Ray Pollock ein herausragender Roman geglückt ist. Pollock lässt den Leser in dem sehr düsteren Roman in die tiefste Provinz des mittleren Westens der 50er Jahre eintauchen. Er beschreibt eine morbide Zwischenwelt, in der die Menschen ihrem fanatischen Glauben an Gott frönen, vor dem Töten aber nicht zurückschrecken. Der Roman ist zweispurig aufgebaut. Hauptfigur des Romans ist Arvin, dessen Vater ein religiöser Fanatiker ist. Er zwingt Arvin allmorgendlich mit ihm zum Gebet an einem Gebetsbaum im Wald. Als seine Frau an Krebs erkrankt, beginnt er an diesem Baum Tiere zu opfern und dort deren Blut zu vergießen, und schreckt auch vor dem Äußersten nicht zurück. In einem weiteren Handlungsstrang lernt der Leser ein vulgäres Verbrecherehepaar kennen, das es sich zum Hobby gemacht hat, auf der Straße junge Männer aufzugabeln, von diesen Fotos zu machen und sie auf bestialische Weise zu ermorden. Beide Handlungsstränge werden von Pollock zu einer sehr interessanten Mischung aus Road Movie und Psycho-Thriller verquickt. Insbesondere die literarische Qualität des Romans sticht hervor, das Deutsch der Übersetzung ist hervorragend. Pollocks Prosa ist energetisch und präzise. Dabei ist der Autor insgesamt wenig mitleidend mit seinen Figuren. Die von Pollock gezeigten Bilder sind oft von kaum zu überbietender Grausamkeit, die noch lange nach Ende der Lektüre nachwirken, etwa so ähnlich, wie wenn man im Kino sitzt und, nachdem die Projektionsfläche schon längst schwarz ist, noch die zuletzt gezeigte Szene vor Augen zu haben glaubt. Dennoch durchzieht den Roman immer wieder so etwas wie schwarzer Humor, was "Das Handwerk des Teufels" zu einem echten Leseerlebnis macht. Ich halte Donald Ray Pollock für ein großes literarisches Talent, dem mit dem Roman ein großartiges Debüt gelungen ist. Auf die deutsche Übersetzung seines Erzählbandes "Knockemstiff" bin ich auch schon sehr gespannt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Manche Autoren schreiben schon mit unter Dreißig ihre biographisch eingefärbten Romane. Sie haben nichts erlebt, haben nichts zu sagen und werden doch mitunter wie Genies gefeiert. Gerade im deutschen Sprachraum gibt es dafür genügende und überflüssige Beispiele.
Donald Ray Pollock war 54, als sein erster Erzählband erschien, und er war 57 als er das vorliegenden Buch "Das Handwerk des Teufels" schrieb. Die überwiegende Zeit seines Lebens hockte Pollock nicht in literarischen Zirkeln, Talkrunden und Kaffeehäusern sondern verdiente seinen Lebensunterhalt als Arbeiter und Lastwagenfahrer im US-Bundesstaat Ohio. Das vorliegende Buch ist das literarische Konzentrat dieses Lebens und niemand, der es liest, wird es so schnell vergessen.

Über einen Zeitraum von einer knappen Generation skizziert der Roman zunächst ein eindingliches aber deprimierendes soziales Kleinstadtpanorama im Mittleren Westen der USA. Das Land ist karg und kalt, die Menschen sind verschlossen und religiös bigott, die Jugend ist verkommen und die Polizei korrupt bis in die Knochen. Auf diesem Bühnenbild werden drei Handlungskreise entfaltet, die anfangs nur locker miteinander verknüpft sind, am Ende aber in einem furiosen Finale koinzidieren. Da ist zunächst die Geschichte des jungen Alvin Russel aus Knockenstiff, der miterleben muss, wie seine Mutter an einer rätselhaften Krankheit zugrunde geht und wie sich sein Vater Willard anschließend umbringt. Gleichsam in sozialer Berührungsnähe zur Großmutter von Alvin Russel taucht das kuriose Prediger-Halunkenpaar Roy und Theodore auf, die sich mit wüsten Ansprachen und Showeinlagen vor religiös abgedrehten Gemeinden durchschlagen. Als sie den Ort verlassen, bleibt Roys ermordete Ehefrau Helen und das Baby Leonora zurück, das bei Alvins Großmutter Emma Russel aufwächst. Der dritte und abgründigste Erzählkreis handelt von dem Serienkillerpaar Carl und Sally, das in regelmäßigen Abständen Ohio verlässt, mit einem schäbigen Wagen durch die Gegend zu fahren, Tramper mitzunehmen und umzubringen - nicht ohne, dass der fette Carl seine Opfer vorher als "Models" in perversen Posen fotographierte.
So vergehen die Jahre, Alvin wächst heran, ebenso die Stiefschwester Leonora, die leider genauso hässlich wie ihre ermordete Mutter ist. Das Prediger-Halkunkenpaar Roy und Theodore, längst über alle Berge, verkommt irgendwo im Süden der USA, und Carl und Sally frieren sich durch die Winter von Ohio, ehe sie in der warmen Jahreszeit mit einem zusammen gesparten Geldvorrat auf die "Jagd" nach "Models" gehen.

Erst im letzten Drittel des Buches, als ein krimineller Prediger Alvins Stiefschwester Leonora missbraucht und der junge Alvin die Gerechtigkeit in seine eigenen Hände nimmt, verbinden sich die drei Handlungsstränge zu einem finalen Countdown, in dem jeder erhält, was er verdient. Wie sich dieses Finale genau vollzieht, wie Roy auf dem Rückweg nach Ohio auf das Serienkillerpaar trifft und wie Alvin in Carls Wagen steigt und wieder herauskommt, wie es dem korrupten Sheriff Brodecker ergeht, soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden. Schon deswegen nicht, weil der Roman fesselnd bleibt bis zur letzten Seite.

Am Ende legt man dieses Buch fast ein wenig erschöpft zur Seite. Erschöpft, nicht etwa von Langatmigkeit und Langeweile, sondern von der Rasanz der Handlung, der Härte des Geschilderten und der schmerzhaften Transparenz der überwiegend abgründigen Charaktere. Die literarische Darstellung einer menschlichen Hölle, in der der Teufel allgegenwärtig ist ("The Devil all the Time" ist der Titel der amerikanischen Originalausgabe) ist auf eine geradezu erschütternde Weise gelungen. Aber kann das wirklich alles sein? Nein - Pollock entlässt seine Leser nicht ohne eine literarische Katharsis, in der sich sogar ein Quäntchen Hoffnung entdecken lässt.

Denn am Ende entkommt der junge Alvin Russel nicht nur dem Verhängnis - wie eine moderne Variante von Melvilles Billy Budd (im Buch nennt sich Alvin an einer Stelle übrigens "Billy Burns") trotzt er ihm sogar, richtet und tötet die Missetäter und Mörder seinerseits nach dem Kompass eines rätselhaften Guten", das er unbeeinträchtigt in sich trägt. Dass dieses Gute", das am Ende reichlich ramponiert aber frei in den Weiten der USA untertaucht, rein gar nichts mit Religion und schon gar nichts mit Rechtsstaatlichkeit zu tun hat, ist eine allerdings beunruhigende Quintessenz des vorliegenden Meisterwerkes.

Ein packendes, ein tiefgründiges und aufrüttelndes Buch, wie man es selten liest. Sieben Sterne, wenn es möglich wäre.
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5.0 von 5 Sternen Hoffntlich mehr als ein Geheimtipp
"Das Handwerk des Teufels" fesselt von der ersten bis zu letzten Seite. Dabei kommt nicht nur die spannende Geschichte zum tragen sondern auch die ausdrucksstarke Sprache. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von Chris veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Recht ordentlich ...!
Der junge Arvin wächst in den fünfziger Jahren im heruntergekommenen Niemandsland des Mittleren Westens auf. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von dreizwoeinsheinz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen verstörend brutal krank
verstörend brutal krank - psychopathen unter uns - einfach ein toller Thriller - nichts für zarte Gemüter Spannung und Nervenkitzel pur
Vor 1 Monat von C. Dominique Widhalm veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Amerika der sechziger Jahre
Mein Gott, wie böse ist diese Welt, vor allen Dingen, wenn man im mittleren Westen der USA ohne große Perspektive aufwächst. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Nölle M. Gmbh veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das ist nun wahrlich keine Wohlfühlliteratur
Der Roman ist nichts für zarte Seelen und man sollte ihn lieber vor dem Aufstehen als vor dem Einschlafen lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Dieter Drewitz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Wahnsinns-Roman
Seit langem hat mich ein Roman nicht mehr so gefesselt wie "Das Handwerk des Teufels". An diesem Buch stimmt einfach alles. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Leserleser veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gods own country
Die dunkle Seite der USA. Das Buch muss man lesen. In mehreren Erzählsträngen zeichnet Pollock die dunkle Seite der USA.
Vor 5 Monaten von Toby veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Abgründe tun sich auf
Ihr steht auf Gewalt, Perversitäten, etwas religiösen Fanatismus und anspruchslose Literatur?
Dann seid ihr bei diesem Roman genau richtig! Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Tobias K. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wahsinn!
Zweifelsohne das beste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe. Wer Natural Born Killers mag, wird "Das Handwerk des Teufels" lieben. Tief, bösartig, scharfsinnig, witzig. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von T. Vossberg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gewalt und Religion
Keiner ist gut. Egal, ob Prediger, Ortspfarrer, Sherrifs, Jugendliche, Gläubige, Behinderte, Homosexuelle, Kellnerinnen, alle, auch wenn noch so gläubig, schlagen,... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Edgar Uhl veröffentlicht
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