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Das Hamlet-Komplott: Roman
 
 
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Das Hamlet-Komplott: Roman [Gebundene Ausgabe]

Robert Löhr
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Piper (Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492053270
  • ISBN-13: 978-3492053273
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Robert Löhr
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Den Morgen des 14. Oktober 1806 verbrachte Goethe im Garten über seiner Farbenlehre, derweil Napoleon vier Wegstunden ostwärts die preußische Armee zermalmte.“ Mit diesem wunderhübschen ersten Satz stürzt Robert Löhr sich und uns Leser in ein Abenteuer, das frei erfunden und völlig abstrus ist, dessen Protagonisten aber allesamt höchst echt sind: Denn er erzählt von niemand Geringerem als den Größen der deutschen Literatur jener Zeit, insbesondere Goethe, Schlegel, Kleist, Tieck sowie Madame de Staël.

Jene fünf brechen zu einer äußerst konspirativen Unternehmung auf: Kleist konnte in einem Benediktinerkloster auf einer Bodenseeinsel die Karlskrone, die größte Krone der Christenheit, in seinen Besitz bringen, hinter der Napoleon her ist, um sich mit ihr zum Kaiser Europas krönen zu lassen. Um dies zu verhindern, muss die Krone nach Preußen geschmuggelt werden – doch wie? Gemeinsam mit dem nicht mehr ganz jungen Goethe, den beiden Romantikern Tieck und Schlegel sowie Napoleons Intimfeindin Madame de Staël heckt der ehemalige preußische Offizier Kleist einen so raffinierten wie grotesken Plan aus: Die fünf üben eine Inszenierung von Hamlet ein (bei der sich Shakespeare im Grabe herumgedreht hätte) und ziehen als Wandertheatertruppe getarnt aus der schwäbischen Provinz Richtung Ostpreußen, wohin der deutsche Kaiser Friedrich Wilhelm III. vor Napoleon geflohen war…

Natürlich ist das Hamlet-Komplott nach dem gleichen Muster gestrickt wie der Vorgängerroman Das Erlkönig-Manöver, aber was macht das? Die Idee, „unsere Klassiker“ von ihrem Sockel zu holen, sie auf eine Indiana-Jones-mäßige Expedition zu schicken und dabei die im Grunde fast schon kolportagehafte Handlung mit einer Fülle an literarischen Zitaten, Verweisen und Anspielungen zu garnieren, ist famos und trägt definitiv für mehr als ein Buch. Dieser Roman ist ein Feuerwerk an geistvollen Gags, und richtig spannend ist er tatsächlich auch noch. Von dieser Sorte darf Herr Löhr gerne noch ein paar Bücher schreiben! -- Christoph Nettersheim

Pressestimmen

»Der Dichter stürzt sich u.a. mit Kleist in Abenteuer. Frei erfunden, aber sehr spannend.« Bunte »Der studierte Germanist, Journalist, Drehbuchautor und Romancier hat sich eine geradezu intime Kenntnis der damaligen Zeit zugelegt – bis in die Charaktere und die Sprache seiner Protagonisten hinein. Gelegentlich legt er ihnen sogar ihre eigenen Zitate in den Mund. Mit anderen Worten: Der Zeitgeist quillt aus allen Sätzen.« Wormser Zeitung

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Erfrischend anders, 27. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Hamlet-Komplott: Roman (Gebundene Ausgabe)
Was haben Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich von Kleist, August Wilhelm Schlegel, Ludwig Tieck und Madame de Staël mit einem fahrenden Theaterkarren und einem schauspielernden Hund zu tun? Wenn man Robert Löhr Glauben schenkt - eine ganze Menge!

Die Truppe macht sich von der Schweiz aus auf, um Kleist aus französischer Gefangenschaft zu retten. Dieser konnte seinem Gefängnis allerdings bereits entkommen und sucht seinerseits ein heiliges Gut - die Reichskrone. Sie könnte über das Schicksal Preußens und Europas entscheiden und die Geschichte maßgeblich beeinflussen. Der Rest der illustren Truppe heftet sich auf seine Fersen und holt Kleist und seine gerettete Reichskrone recht zügig ein. Die "Beschützer der Reichskrone" werden von Napoleons Schergen und anderen finsteren Gestalten verfolgt. Um die Reisekasse aufzubessern, sind sich die hohen Herrschaften nicht zu fein, als Wanderbühne den Hamlet zu präsentieren - mangels ausreichender Anzahl an Schauspielern herzig unterstützt von einem talentierten Hund. Eine turbulente Reise durch das Europa zu Napoleons Zeiten nimmt ihren Lauf! Wer Feind, wer Freund - das vermag man manchmal nicht mehr zu unterscheiden.

Die Geschichte braucht eine Weile, bis sie richtig Fahrt aufnimmt, auch im weiteren Verlauf sind leider hier und da Längen zu beklagen. Dennoch ist das Buch insgesamt kurzweilig und es unterhält auf amüsante Art. Vor historischem Hintergrund irgendwo angesiedelt zwischen Abenteuerroman, Räuberpistole und rasanter Verfolgungsjagd fällt es schwer, dieses Buch wirklich in eine Schublade zu sperren. Die extrem gezierte Aussprache kommt an einigen Stellen eher hölzern rüber, die Zitate aus den Werken der Weltliteratur gehen bedauerlicher Weise auch ein wenig unter.

Gewiss ist es nicht ganz fair, "Das Hamlet-Komplott" am Vorgänger ("Das Erlkönig-Manöver") zu messen, aber wer quasi eine Fortsetzung schreibt, wird damit leider leben müssen. Die Dialoge sind dem Autor im Vergleich dieses Mal leider nicht so spritzig gelungen, auch bleiben die Charaktere deutlich flacher. Den unglaublichen Wortwitz, das gekonnte Spiel mit Worten und Zitaten, habe ich in diesem Buch leider über weite Strecken vermisst. Persönlich verübele ich dem Autor das "Massensterben" zum Ende des Buches hin. Fast scheint es so, als wollte er hier überflüssige Figuren einfach schnell entsorgen. Das Ende ist so angelegt, dass eine weitere Fortsetzung schier unausweichlich scheint. Hier bin ich mir nicht sicher, ob ich einem dritten Band entgegenfiebere.

Trotz aller Kritik ist "Das Hamlet-Komplott" ein lesenswertes Buch, das intelligente Unterhaltung garantiert, weil es einfach erfrischend anders ist. Sich all diese historischen Herrschaften als fehlbare und wahrlich nicht perfekte Menschen in absurden Situationen vorzustellen - das macht einfach Spaß!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lesen oder Nichtlesen- das ist hier überhaupt keine Frage!, 11. April 2010
Von 
Paula Jakob "diesiebenraben" (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Hamlet-Komplott: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schwer, zu sagen, womit man es bei Löhrs Hamlet-Komplott zu tun hat: Schelmenroman, romantische Dichtung, historischer Schmöker, Spionagegeschichte, Abenteuerroman, Comedy - oder einfach nicht mehr und nicht weniger als ein höchst unterhaltsames, schlaues, originelles und überraschendes Buch, das vor guten Ideen und Humor nur so überquillt. Wer schon das Erlkönig-Manöver mochte, muss natürlich unbedingt auch den Hamlet lesen, wer schon bei der aberwitzigen Jagd nach den französischen Thronfolger nur gequält gestöhnt hat, weil das alles zu weit hergeholt ist mit den Dichtern und Denkern als Superhelden, der wird auch an diesem Buch keine Freude haben. Goethe ist auch diesesmal der Indiana Jones aus Weimar und muss Napoleon eins auswischen, wieder begleitet vom allzu leidenschfatlich- heißblütigen Heinrich James Bond von Kleist. Schiller, Humboldt, von Arnim und Brentano werden ersetzt durch den herrlich steifen Wilhelm Schlegel, den naiven Liebhaber Ludwig Tieck und die umwerfend handfeste Diva Madame de Stael. Der Krieg der Preußen gegen Napoleon ist auf seinem Höhepunkt und eigentlich wollte man ja "nur" den unerklärlicherweise inhaftierten Kleist aus düsterer Kerkerhaft befreien, aber der ist längst über alle Berge, genauer am Bodensee und buddelt dort die verschollenen Reichskrone aus,um sie zu Friedrich Wilhelm nach Ostpreußen zu bringen, das Reich zu retten und Napoleon zur Hölle zu jagen. Guter Plan soweit, nur gab es leider 1806 noch keinen Billigflieger von Friedrichshafen nach Königsberg, also muss man die beschwerliche Reise mit einem Theaterwagen und zwei müden Gäulen unternehmen und unterwegs allerlei Kompanien, Spionen aus allen möglichen Lagern und diversen Spitzbuben ausweichen, nebenbei steht man sich vortrefflich gegenseitig im Weg, denn Kleist will an die Memel, Schelgel dagegen plädiert dafür, die Krone nach Wien zu bringen und Goethe will nur nach Hause. Daß Madame de Stael harte Drogen bei sich hat, Kleist ständig wirrköpfig auf alles schießen will, was sich bewegt, der gute Tieck sich verliebt und überhaupt immer alles völlig anders kommt, als es geplant war, bringt die Geschichte mit viel Tempo voran. Den Hamlet zu geben, um nicht von einem Regiment württembergischer Soldaten enttarnt zu werden, ist zunächst nichts als Notwehr und eher bescheidene Kunst, wird dann aber für die Dichter und Denker zur beinahe allzu großen Passion und so kommen zu allen Problemen, die man ja ohnehin schon hat ( Krone, Spione, Alkohol, Opium, Frauen, Napoleon, Fouché, Eifersucht, Hunger, Orientierungslosigkeit,Jähzorn, Todesangst, Gewitter, liebestolle Bauern,fundamentlistische Geistliche, Attacken von Leidenschaft, gebrochene Nasen nicht zu lösende Handschellen und so weiter) auch noch Starallüren und ein schauspielernder Pudel hinzu.

Ich will nicht zu viel erzählen, man sollte sich wirklich selbst das Vergnügen gönnen und diesen herrlich augenzwinkernden Roman voller verrückter Wendungen und Finten genießen, auch wenn man die historischen Hintergründe nicht kennt, ist es wirklich ein großer Spaß, der wieder Lust auf noch mehr Löhr macht. Ich hoffe, der Autor lässt seinen Geheimrat nicht wirklich im Lehnstuhl sitzen, es gibt noch viel zu tun, noch ist Preußen nicht verloren und amüsante Lektüre dieser Art findet man nach wie vor zu selten!
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4.0 von 5 Sternen Unterwegs mit den alten Meistern..., 16. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Hamlet-Komplott: Roman (Taschenbuch)
In "Das Hamlet-Komplott" von Robert Löhr versuchen Goethe, Tieck, Kleist, Schlegel und Madame deStael die Reichskrone vor Napoleon zu retten.

Gerade die Kombination der Personen, die sich auf einen Reise durch Deutschland begeben, hat mich veranlasst das Buch zu kaufen.

Der Plot lässt auch im Großen und Ganzen nichts zu wünschen übrig und hält was der Klappentext verspricht. Es gibt also Liebe, Intrigen, Degenkämpfe und -natürlich- das ein oder andere deftige Wortgefecht.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die "alten Meister" alles andere als nur positiv dargestellt werden.

Der Sprachstil wirkt altertümlich, was im Prinzip super passt!

Leider wirkt es teilweise etwas gespreizt, auf der anderen Seite entsteht genau dadurch an vielen Stellen eine angenehm, subtile Komik.

Vorallem das Einflechten von Zitaten aus Werken der Protagonisten macht die Geschichte sehr lesenswert.

Ich persönlich habe dabei viele Zitate als "Zitat" erkannt, konnte sie aber häufig nicht genauen Werken zuordnen -was aber nur an meiner mangelnden Kenntnis dieser Klassiker liegt und nicht zu Lasten des Autors geht. :)

Ich vergebe 4 Sterne für einen lesenswerten Roman, der richtig lustig war -stellenweise- aber auch seinen Längen hat und nicht vollends fesselt.

Den Vorgänger "Das Erlkönig-Manöver" werde ich mir aber bei Zeiten zu Gemüte führen.
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