Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Manchmal sollten sich die zuständigen Titelübersetzer einfach nur schämen!, 4. Februar 2007
Von dem etwas unglücklichen Filmtitel sollte sich also niemand beeinflussen lassen, es geht hier keineswegs um eine der unzähligen Dumas-Verfilmungen, sondern vielmehr und die "Halsbandaffaire" - ebenfalls am französischen Hof, jedoch gute zwei Generationen später unter Ludwig dem XVI oder vielmehr Marie Antoinette im Intrigantenstadl von Versailles.
Erzählt wird die Geschichte von Jeanne de la Motte Valois (Hilary Swank), die Titel und Würden ihrer Familie (die ja immerhin einstmals die Könige von Frankreich stellte, bevor die Bourbonen kamen) nach der Enteignung und der politisch motivierten Ermordung ihres Vaters und dem daraus resultierenden Gramestod der Mutter wiederherstellen möchte. nun wird sie von der fiesen Königin am Hofe aber selbst in ihrem "dezenten" roten Kleidchen ignoriert. Dies ist dem armen Ding nun der Demütigung zu viel, sie greift zu "den Waffen einer Frau" (dem Film nach ein recht armseliges Arsenal!) und spinnt zusammen mit ihrem nichtsnutzigen Gatten (wirklich, nicht mal Diamanten kann er auf dem Pariser Schwarzmarkt verscheuern - gespielt wird er übrigens vom schicken Adrian Brody) und dem obligatorischen Edelstricher der Societydamen aka ihrem Geliebten DIE Intrige, über welche die eh schon strauchelnde Monarchie letztendlich stolpert.
Einmal mehr die Geschichte von dem leidgeplagten Mädchen, das in die große, böse Welt hinauszog, um als strahlende Heldin dem Schmutz zu... und so weiter und so altbekannt.
Obwohl allein die Tatsache, dass die la Motte als Heldin verklärt und Marie Antoinette (gut: Joley Richardson) gegenüber eindeutig auch als moralische Siegerin aus der Geschichte hervorgeht, mir doch äußerst fragwürdig erscheint. Trotzdem: gerade die Verwebung der Schicksale beider Frauen unter dem Gesichtspunkt des letztendlichen "Plot-Twists" auf dem Schafott ist immerhin ganz gut umgesetzt und meines erachtens nach das einzig sehenswerte an dem Film.
Ausgestattet mit den Kostümen von Milena Canonero (die dieses Jahr für den Kleiderschrank von Sofia Coppolas Marie Antoinette oscarnominiert ist - meinen Segen hat sie! - und ihn seinerzeit für Kubricks Barry Lyndon gewann) und den zu Drehbeginn hübschesten Stars der Stunde, liegen die Qualitäten des Films eindeutig im optischen Bereich. Die Kostümdramaturgie (wie eben Jeannes blutrotes Kleid als subversives Element zwischen all den schattenhaften, bald der Vergangenheit angehörenden Hofschranzen in gedeckten, fast farblosen Staubtönen) ist nämlich eindeutig spannender, als der gesamte Rest.
Wie es um die historische Akkuratesse steht will ich mal komplett unerwähnt lassen, da ich eigentlich davon ausgehe, dass diese für einen guten Film nicht notwendig ist bzw ein gutes Drama nicht sklavisch an ihr zu hängen braucht (man sehe da zu Vergleich "Elizabeth" oder "Marie Antoinette").
Im Endeffekt bleibt der Film - wie seine Hauptdarstellerin - hübsch an zuschauen und lässt Kanten und Ecken erahnen. Leider ist aber auch die Tatsache, dass ihm ein wohlkalkuliertes, eindeutig auf ein Zielpublikum zugeschnittenes Marketinggerüst zugrunde liegt, offensichtlich. da nützt alle Anstrengung der Schauspieler nichts. Das Machwerk bleibt zu steril und gewöhnlich, um sich ins Langzeitgedächtnis oder gar ins Herz des Zuschauers zu graben.
Die DVD enthält ein (nicht allzu erhellendes, aber kostümtechnisch nicht uninteressantes) Making-Of, (wohl zurecht) entfallene und ein paar verpatzte Szenen, sowie neben der deutschen auch die originale englische Tonspur.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gut und interessant, aber....., 6. Februar 2005
Als Spielfim gefällt er. Die Kostüme sind elegant und reizend, die Musik ist ausgezeichnet und für das Milieu - Versailles gegen 1785 - ganz geeignet, und alle Schauspieler verkörpern gut ihre Rollen.
Die Qualität des DVDs ist auch gut. Meiner Meinung nach ist das Bild nicht zu dunkel, auf jeden Fall aber ist etwas Dunkelheit nur realistisch!
Als historischer Film aber ist mir sein Zweck nicht einsehbar. Er erzählt meistens fehlerlos die wichtigsten Tatsachen der Affaire du Collier", jedoch romantisiert er immer wieder Jeanne de La Motte, obgleich es von den im Film vorgelegten Tatsachen offensichtlich ist, daß sie freiwillig und gerne großen Betrug und Verfälschung beging, um das teuerste Halsband Europas zu kriegen.
Als Königin wurde Marie-Antoinette allerlei Verstöße völlig ungerecht angeklagt. Anscheinend aber versucht der Film - durch viele Reden von La Comtesse, um ihre Machenschaft vor den Augen der Zuschauer zu rechtfertigen - Sympathie für La Comtesse hervorzubringen und für Marie-Antoinette zu beeinträchtigen. Wenn ich diesen Versuch richtig eingeschätzt habe, verstehe ich die Absicht des Regisseurs nicht.
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein guter Film!, 3. Juni 2004
Jawohl, ich war angenehm überrrascht. Schauspieler, Ausstattung, Kamera, - es gibt nicht viel zu meckern. Für 5 Sterne reicht es aber nicht, denn ich habe nicht gern Filme bei denen eine Erzählstimme das Ganze kommentiert. Schon durch deren Tonfall ist es von Anfang an allzu durchsichtig, das die Story kein gutes Ende nehmen kann, schade. Ein Plus ist aber, dass das Finale dann doch noch unerwartete Wendungen nimmt.... DVD: Ton gut, Bild ein wenig dunkel aber sonst okay, etwas an Bonusmaterial, wie entfallene Szenen, ist auch dabei.
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