Protagonist Daniel Fischer ist als Polizeikommissar Drogenhändlern auf der Spur. Womit er und seine Kollegen aber nicht rechnen: sie haben es nicht mit normalen Menschen zu tun, sondern mit einem Wahnsinnigen, mit Gruppenhörigkeit und Kannibalismus.
Fischer verliert nicht nur ein Bein und behält ein entstelltes Gesicht zurück, er verliert seinen Seelenfrieden und sein bisheriges Leben. Sehr realistisch ist die Ablehnung durch andere Menschen und die Probleme mit der Beinprothese.
Die langsame Aufdeckung für den Leser, von welchem Wahnsinn der Gegenspieler gezeichnet ist, was dies mit Vampirismus zu tun hat, ist meines Erachtens neu und genial gelöst.
Alles in allem handelt es sich um einen durchaus realistischen Thriller, der packend geschrieben ist, mit einer gut konstruierten Satzbildung und Wortwahl. Im Gegensatz zu manchen Rezensenten finde ich nicht, dass die Persönlichkeit der Hauptpersonen zu wenig bearbeitet ist. Man kann sich hineinfühlen, aber manches wird eben nicht sofort aufgedeckt, sondern ist erst im Verlauf der Story zu verstehen. Die Figuren selbst sind aber schlüssig aufgebaut, wie auch die gesamte Geschichte.
Wenn Kritik, dann die paar Rechtschreibfehler - aber welches Buch ist heutzutage von denen schon frei. Und Cover gibts sicherlich auch prägnantere, aber es kommt ja auf die Story an, und an der gibts nichts zu verbessern. Sie wird dem Genre "Thriller" absolut gerecht.