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Das Greenspan-Dossier [Gebundene Ausgabe]

Roland Leuschel , Claus Vogt
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 389 Seiten
  • Verlag: FinanzBuch Verlag; Auflage: 2., erw. A. (30. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898791017
  • ISBN-13: 978-3898791014
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 15,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 998.951 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Empfehlenswert! 10. November 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Leuschel und Vogt liefern wichtige Ansatzpunkte dafür, dass auch das Weltwährungssystem (unter Führung der USA) nicht vor drastischen Veränderungen geschützt ist. Mittlerweile (Nov.05) wird dies auch von den Medien so gesehen; die Fragen werden lauter.
Ich halte das Buch deshalb für empfehlenswert, weil wichtige volkswirtschaftl.Zusammenhänge anschaulich dargestellt und gewissermaßen der gesunde Menschenverstand angesprochen wird. Es bleibt zu hoffen, dass dieser worst-case nicht eintritt, aber unbestreitbar ist die besondere Verantwortung der USA für ihre und unsere Leitwährung USD. Wie unzureichend diese teilweise wahrgenommen wird und welche Folgen das haben kann ist Hauptanliegen des Buches.
Was mir tatsächlich gefehlt hat, war die nähere Beleuchtung der zweifelhaften Rolle sog. Spekulanten, die dem System brandgefährlich werden könnten.
Die Autoren beschäftigen sich gedanklich mit der Leitfrage: "Kann wirklich nicht sein, was nicht sein darf bzw. außerhalb unserer Vorstellungskraft liegt(Weltwährungskrise..)?
Das Buch rüttelt wach, macht nachdenklich (...und vorsichtig)! Sehr lesenswert.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Claus Vogt und Roland Leuschel geht es darum den Greenspanmythos zu entzaubern und die schwerwiegenden Folgen des blinden Vertrauens in diese Popikone der „new economy“ aufzuzeigen.
Sowohl der amerikanische Aktien- als auch der Immobilienmarkt sind nach ihrer Ansicht weit überbewertet. Mehr noch, es habe sich eine Spekulationsblase entwickelt, die vergleichbar sei mit der Blase vor dem großen Crash 1929. Die Bildung einer Blase sei immer die Folge eines Überangebotes von Liquidität, die in den neunziger Jahren durch Greenspans Zinspolitik massiv ausgeweitet worden war. Damit nehmen die Autoren klar Stellung gegen jede Art staatlich gelenkter Konjunkturpolitik, wie sie die Keynesianer favorisieren. Greenspan sei selbst ein Radikalliberaler, der sich aus rein opportunistischen Gründen zum Staatsinterventionisten gewandelt habe. Anhand von Zitaten belegen die Autoren, dass sich der „Meister der Blasen“ des fragilen Zustandes der US-Wirtschaft durchaus bewusst ist. Aus Furcht vor den Folgen des Platzens der Blase habe die Notenbank durch die Ausweitung der Geldmenge die Konjunktur künstlich am Leben und den Aktienboom am Laufen gehalten. Die Polemik der Autoren gegen Greenspan ist bissig, anschaulich und verpackt in witzige Parabeln. Ihre Kritik an der Person Greenspan ist vielleicht etwas ungerecht, beachtet man das Dilemma, in dem sich die US-Notenbank befindet.
Als gute Schüler der österreichischen Schule des Wirtschaftsliberalismus beschränken sich Leuschel und Vogt nicht auf die Kritik an der Person Greenspan, sondern stellen das gesamte System staatlich gelenkter Geldpolitik und nicht gedeckter Währungen in Frage. Nur eine Rückkehr zum Goldstandard könne langfristig verhindern, dass Politiker und Bürokraten auf das Mittel der Inflation zurückgreifen, um sich der astronomischen Staatsschuld zu entledigen. Noch sei die Inflation versteckt, was auf die Rolle des Dollar als Leitwährung zurückzuführen sei. Das Handelsdefizit der USA werde fast ausschließlich durch die Ausweitung der Geldmenge finanziert. Allein in Ostasien haben sich 500 Mrd. US-Dollar als Währungsreserven gesammelt. Von hier werde vermutlich auch die Krise ihren Ausgang nehmen. Um sein Eigentum vor den Auswirkungen dieser Krise zu bewahren, empfehlen die Autoren einen Mix aus Gold, Rohstoffen und asiatischen Aktien. Das Greenspandossier legt die Finger in die Wunde und beschreibt ein nicht zu leugnendes Problem der Weltwirtschaft, das zu erheblichen ökonomischen Verwerfungen führen kann. In Bezug auf die Person Alan Greenspan zeigen sie, dass auch Legenden nur mit Wasser kochen.
Dieses Buch zeigt Alan Greenspans schwere Verantwortung für die grosse Krise des Dollar auf.
Die FED befindet sich in Privatbesitz und gehört den Familien Rockefeller und Rothschild, ohne dass sie Washington rechenschaft schuldig sind. Dazu auch das Buch "Brot und Spiele" von Andreas Popp und von Eberhard Hamer "Wie kann der Mittelstand die Globalisierung bestehen?".
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die gleiche Überschrift hatte ich schon einmal verwendet. Das war bei Ferdinand Lips „Die Goldverschwörung", in der er die schleichende Aufgabe der Goldbindung aller Währungen dieser Welt anklagt und davor warnt, dass es in der Historie dadurch noch immer zum unbegrenzten Gelddrucken bis hin zu Hyperinflation und Zusammenbruch gekommen ist.

Mit Leuschel und Vogt beschäftigen sich erneut ausgewiesene Finanzexperten (und mit Leuschel zugegebenermaßen ein bekannter Crash-Guru) mit Greenspans Geldpolitik und sehen konkret diese Entwicklung stattfinden. Bretton Woods ist 1971 geplatzt, weil die US-Regierung ihre Dollars nicht mehr in Gold tauschen wollte - ein Zeichen, dass es bereits zu viele Dollar gab. Seitdem ist die Geldmenge deutlich angestiegen, und seit 1995 in so drastischer Form, dass eine ganze Reihe von Kennzahlen nur noch den alarmierenden Vergleich mit der Entwicklung vor dem Schwarzen Freitag 1929 zulassen. Die Autoren geben unserem derzeitigen System noch maximal 10-15 Jahre. Die Schuld lasten sie ausschließlich Greenspan an. Greenspan hat in seinem auch von Ferdinand Lips zitierten Essay „Gold and Economic Freedom" (über Google erhältlich) vor genau der Entwicklung gewarnt, die er jetzt selbst betreibt. Er weiß also, wohin der derzeitige Weg führt, und er täuscht nach Aussage der Autoren die Welt.

Das Buch ist relativ kurzweilig zu lesen und gut verständlich. Leider wiederholen sich viele Zitate und Aussagen öfters, das Ganze könnte kompakter und stringenter geschrieben sein. Letztlich sind die Kriterien entscheidend, wie man eine Spekulationsblase erkennt und dass diese Kriterien heute erfüllt sind. Kritiker werden die Kriterien natürlich anders setzen, aber ich fand die langfristigen Jahrhundert-Zyklen einleuchtend. Zur Fed selbst hätte ich dagegen deutlich mehr Hintergrund-Informationen gewünscht: die Kontrolle über das Geld bedeutet eine ungeheure Macht, und es ist die Frage, wem ‚Sir Print-a-lot' letztlich mit seiner Politik dient. Richtig vorbereitet kann die Hochfinanz riesige Gewinne aus so einem Zusammenbruch ziehen, und das umso mehr, wenn man als Notenbanker selbst den Zeitpunkt bestimmen kann. Die angepriesenen Anlage-Tipps fand ich ebenfalls unzureichend. Doch trotz Kritik sind die Leitidee des Buches und die Courage, den mächtigsten Notenbanker der Welt anzugehen, sehr gut und für alle langfristigen Investoren lesenswert.

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